ÜBER DIE STATION

Hooksiel

Muschelkutter, ein Ausflugsdampfer und ein paar Segelboote prägen das Bild des Außenhafens von Hooksiel. Das Revier des dort stationierten Seenotrettungskreuzers BERNHARD GRUBEN erstreckt sich südlich in die Jade hinein bis nach Wilhelmshaven und nördlich an Mellum, Minsener Oog und Wangerooge vorbei bis weit in die Deutsche Bucht hinein.

Wie in vielen Sielorten (Dörfer an einem Deich mit zu verschließendem Gewässerdurchgang) entlang der ostfriesischen Küste richteten die Seenotretter auch in Hooksiel schon wenige Jahre nach Gründung der DGzRS eine Rettungsstation ein. Der alte Hafen des Ortes liegt heute allerdings hinter der Schleuse des neuen Außenhafens. Eine Informationstafel erinnert an den ersten Rettungsschuppen.

Im Zuge der Motorisierung der Rettungsflotte erweiterte sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Aktionsradius der einzelnen Einheiten. Einige Stationen konnten aufgelöst werden, zu ihnen zählte 1930 auch Hooksiel. Ab dann waren die nächsten Motorrettungsboote in Wilhelmshaven und Horumersiel stationiert.

1994 kehrten die Seenotretter jedoch nach Hooksiel zurück: Um bei Einsätzen weiter draußen schneller vor Ort sein zu können, verlegte die DGzRS den leistungsfähigen Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS von Wilhelmshaven in den Hooksieler Außenhafen. Wilhelmshaven wurde wieder zur Freiwilligen-Station.

Station Hooksiel

Seenotrettungs­kreuzer BERNHARD GRUBEN
Rufzeichen DBBS
Stammbesatzung 9
Vormann Dirk Hennesen
Liegeplatz Außenhafen, Zufahrt über Bäderstraße
Stationsgebäude Container am Liegeplatz
Ein Kreuzer der Seenotretter mit hoher Geschwindigkeit im Einsatz
Suchscheinwerfer an einem Seenotrettungskreuzer
Seenotrettungskreuzer aus Sicht eines Schiffbrüchigen
Tochterboot vor Seenotrettungskreuzer bei starkem Seegang

Fotos: Thomas Hartwig (1); Steven Keller (2); Thomas Steuer (3); Die Seenotretter - DGzRS (4)

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Wachwechsel in der Seenotretter-Werft

Unser Seenotrettungskreuzer

Die BERNHARD GRUBEN

Die VORMANN STEFFENS wurde 2017 außer Dienst gestellt und durch die BERNHARD GRUBEN ersetzt, die zur 23,1-Meter-Klasse gehört. Gebaut wurde sie 1997 bei der Schweers-Werft in Bardenfleth. Ihr Tochterboot trägt den Namen JOHANN FIDI.

Benannt ist die BERNHARD GRUBEN nach dem Vormann des Seenotrettungskreuzer ALFRIED KRUPP, der bei einem Einsatz am 1. Januar 1995 ums Leben kam. Das Tochterboot erhielt seinen Namen zur Erinnerung an die Familie Raß, aus der auf Norderney mehrere Generationen Rettungsmänner hervorgingen. Auf der Station Hooksiel sind neun Seenotretter fest angestellt und rund 15 Freiwillige im Einsatz. Vormann ist Dirk Hennesen.

23,1-Meter-Seenotrettungs­kreuzer mit Tochterboot

Illustration eines Seenotretterkreuzers
Länge 23,10 Meter
Breite 6,00 Meter
Tiefgang 1,60 Meter
Verdrängung 80,0 Tonnen
Leistung 2.700 PS
Geschwindigkeit 23 Knoten
Aktuelles

Aus dem Stationsbuch

HISTORIE

Geschichte der Station Hooksiel

1874

Im Ort wird am Siel ein Rettungsschuppen gebaut. Ein Ruderrettungsboot dafür ist in Auftrag gegeben.

1875

Das Eisenboot zum Rudern und Segeln mit platter Kielsohle und Behälter für Wasserballast ist fertig, der Schuppen ist noch im Bau.

1904

Das Rettungsboot wurde bei einem Einsatz im zurückliegenden Winter schwer beschädigt und muss außer Dienst gestellt werden. Als Ersatz kommt ein Reserveboot zur Station. Im Juni erhält die Station ein neues 8,5-Meter-Ruderrettungsboot.

1930

Die DGzRS verkauft Schuppen, Gelände und Rettungsboot. Die Station wird aufgelöst.

1994

Im Dezember kehren die Seenotretter nach Hooksiel zurück. Die Station wird im Außenhafen jenseits der Schleuse eingerichtet. Dort ist seither der Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS mit Tochterboot ADELE stationiert. Er hatte zuvor seinen Liegeplatz weiter südlich in Wilhelmshaven.

2018

BERNHARD GRUBEN löst die VORMANN STEFFENS ab, die außer Dienst gestellt wird.

Ihre Spende für die Seenotretter

5 Seenotretter sitzten an Deck der HORST HEINER KNETEN und genießen die Sonne

Crews & Stationen

Rund 180 fest angestellte und etwa 800 freiwillige Seenotretter sind in der Rettungsflotte tätig. Sie stehen trotz aller Technik im Mittelpunkt des Geschehens – mit ihrer selbstlosen Einsatzbereitschaft, ihrer hohen Qualifikation und ihrem Mut, bei jedem Wetter hinauszufahren.

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