Eine direkte Verbindung in die SEENOTLEITUNG per Smartphone-App

SafeTrx (gesprochen wie engl. "safe tracks" für "sichere Routen") zeichnet die zurückgelegte Route eines Wassersportlers auf und sendet die Positionen laufend an eine Monitoring-Konsole der SEENOTLEITUNG BREMEN (int.: Maritime Rescue Coordination Centre). Im Notfall hat die SEENOTLEITUNG darauf direkten Zugriff. Sie kennen die App schon und möchten sie einfach nur herunterladen? Für Apple iPhones geht’s hier entlang, für Android-Smartphones geht’s hier entlang.

Eine App, die Leben retten kann – auch Ihres!

Die Rettung aus einer Notfallsituation geht umso schneller, je genauer sich die Position der Menschen bestimmen lässt, die sich auf Nord- oder Ostsee in Not befinden. Die Lösung für Wassersportler: SafeTrx für Android und iPhone. Mit ihrer Hilfe kann die SEENOTLEITUNG im Ernstfall feststellen, wo sich eine Person befindet oder das Suchgebiet stark eingrenzen. Was diese App alles für Ihre Sicherheit im Ernstfall leistet, wie sie Sie installieren und einrichten, lesen Sie hier.

Die Herausforderung: Das Suchgebiet der Seenotretter ist oft riesengroß

Eine leider allzu bekannte Szene für die Seenotretter: Sie werden alarmiert, ein Angler ist seit Stunden überfällig. Wo genau er auf Beutezug gegangen ist, können die Angehörigen nicht sagen. Eine groß angelegte Suche mit Seenotrettungskreuzern, Seenotrettungsbooten und Hubschraubern beginnt. Ohne jede Position ist es eine große Herausforderung, ein kleines Boot zu finden. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern kamen in den vergangenen Jahren mehrere Angler auf der Ostsee ums Leben. Die App ist aber auch als zusätzliche Absicherung nützlich, sollte ein bordeigenes Funkgerät ausfallen. Sie können SafeTrx kostenlos im App Store und im Google Play Store herunterladen:

Apple iPhones 

Android-Smartphones

Foto: Steven Keller

Marten Feddersen: „Diese Tracking-App schließt eine Lücke“

„Diese Tracking-App schließt eine Lücke zwischen der professionellen Ausstattung an Bord großer Schiffe und Yachten einerseits und der Ausstattung kleiner Boote und Surfer oder Kitesurfer andererseits“, sagt Marten Feddersen, Leiter der SEENOTLEITUNG (MRCC). Und: „Sie ist aber auch als zusätzliche Absicherung nützlich, sollte ein bordeigenes Funkgerät ausfallen.“

Marten Feddersen, Leiter Rettungsleitstelle See

Ein Drei-Sekunden-Druck auf den Bildschirm mit Bestätigung genügt, um einen Notruf an die RETTUNGSLEITSTELLE SEE auszulösen und zugleich die aktuelle Position zu übermitteln.

SafeTrx bietet viel mehr als reine Tracking- und Alarmierungsfunktionen.

Ob Seekajakfahren, Wattwandern, Angeln oder Windsurfen, für jede gängige Wassersportart gibt es eine integrierte, individualisierbare Checkliste, damit Wassersportler vor dem Start wichtige Funktionen des Sportgeräts prüfen und Sicherheitschecks machen können.

„SafeTrx ist im Wassersport eine sinnvolle Unterstützung“, sagt der Leiter der RETTUNGSLEITSTELLE SEE. Unsere Erfahrungen zeigen, dass die App sehr hilfreich ist – gerade auch im Wassersport wie beispielsweise beim Angeln, wenn eine Profiausrüstung für die Kommunikation auf See nicht an Bord ist.“

Foto: Steven Keller

Routenplan-Modus als (zusätzliche) Absicherung

Der Routenplan-Modus ermöglicht die Eingabe einer voraussichtlichen Ankunftszeit an einem festzulegenden Zielhafen. Wird diese Zeit überschritten, ohne dass der Wassersportler bzw. die Wassersportlerin die Zeit in der App anpasst, wird automatisch eine SMS an einen oder mehrere private Notfallkontakte verschickt. Kann auch dieser den SafeTrx-Nutzer oder die SafeTrx-Nutzerin oder weitere Crew-Mitglieder nicht erreichen, kann er die RETTUNGSLEITSTELLE SEE informieren.

So funktioniert SafeTrx

Sie zeichnet über das im Smartphone integrierte GPS die Position des Wassersportlers oder der Wassersportlerin auf und sendet sie an die Monitoring-Konsole der RETTUNGSLEITSTELLE SEE. Alle in die App eingegebenen Daten können im Notfall von den Seenotrettern abgerufen werden. Im Notfall lässt sich die Position eines Gesuchten ziemlich exakt bestimmen oder das Suchgebiet stark eingrenzen. Hilfe erreicht so schneller ihr Ziel.

SafeTrx löst nicht automatisch einen Alarm bei der RETTUNGSLEITSTELLE SEE aus. Hat der User Ziel und Ankunftszeit seines Törns vor Abfahrt gespeichert, wird er zunächst selbst per SMS erinnert, falls die Ankunft überfällig ist. Erst bei einer Verspätung von mehr als 15 Minuten alarmiert SafeTrx einen oder mehrere zuvor gespeicherte, private Notfall-Kontakte. Diese wiederum können dann die Seenotretter informieren.

SafeTrx-Grafik
Funktionsweise von SafeTrx übersichtlich erklärt.

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Foto: Thomas Steuer

Wer in Seenot gerät, kann auch selbst schnell Hilfe herbeiholen

Für einen Notruf (Telefonanruf) an die RETTUNGSLEITSTELLE SEE genügt ein Drei-Sekunden-Druck auf den Bildschirm mit Bestätigung. Dabei übermitteln Sie außerdem Ihre aktuelle Position, sofern Sie sich im mobilen Abdeckungsbereich befinden 

Auch wenn die Mobilfunkverbindung unterwegs unterbrochen sein sollte, speichert die App zunächst im Handy die Positionsdaten und überträgt sie bei einer erneuten Verbindung auf den Server. Die App hat auch eine englische Sprachversion. 

SafeTrx bietet noch viel mehr als reine Tracking- und Alarmierungsfunktionen. So vergessen Sie nie, vor dem Törn wichtige Funktionen des Sportgeräts zu prüfen und Sicherheitschecks zu machen. Allen Wassersportlern empfehlen wir unser Infopaket Wassersport. 

Foto: Steven Keller

Infopaket Wassersport bestellen

Das Infopaket Wassersport enthält u.a. unsere umfassende Broschüre "Sicher auf See" sowie einen Aufkleber mit den Alarmierungswegen für die RETTUNGSLEITSTELLE SEE. Ein zusätzliches Plus: Sie erhalten von uns regelmäßige Informationen über die Arbeit der Seenotretter auf Nord- und Ostsee. 

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Foto: Steven Keller

Wichtige Daten über Ihr Boot oder Ihr Wassersportgerät gehören in die App SafeTrx

Mal sind Sie mit Ihrem Boot, mal mit einer Charteryacht und dann mit Ihrem Kiteboard unterwegs? Sie können auch mehrere Fahrzeuge in SafeTrx registrieren - auch wenn Ihnen persönlich das Fahrzeug nicht gehört, Sie aber damit unterwegs sind.

Wir fragen viele Daten über Boot oder Sportgerät in SafeTrx ab, denn diese helfen bei einen Notfall!

Ein Motorboot meldet in der Kieler Förde an einem Sonntagnachmittag Maschinenausfall. In dieser Zeit sind Hunderte von Booten auf relativ kleiner Fläche unterwegs. Den Seenotrettern hilft es, ein Foto des Fahrzeugs zu haben und eine genaue Beschreibung.

Ein Boot wird durch einen SafeTrx-Notfallkontakt überfällig gemeldet. Es hilft den Seenotrettern zu wissen, ob eine Rettungsinsel an Bord ist, Rettungswesten oder eine Epirb.

Bei der Bundesnetzagentur, einer Bundesbehörde, melden Sie alle Sendefunkanlagen des See- und Binnenschifffahrtsfunks, z.B. Ihr fest eingebautes UKW-Sprechfunkgerät, das UKW-Handsprechfunkgerät, AIS-Transponder und EPIRB sowie Grenz- und Kurzwellenfunkanlage. 

Auch die Registrierung einer Epirb muss in Deutschland bei der Bundesnetzagentur erfolgen, die Registrierung einer PLB ist in Deutschland nicht möglich.

Marten Feddersen: “Tragen Sie Ihre Epirb, Ihre PLB oder Ihr AIS SART auf jeden Fall in SafeTrx ein!”

Registrieren Sie Ihre Epirb und Ihre PLB sowie alle weiteren Geräte auch in SafeTrx. Die SEENOTLEITUNG BREMEN greift im Notfall auf die in SafeTrx gespeicherten Daten zu. In vielen Fällen kann dies langwierige Suchen verhindern oder sehr schnell einen Fehlalarm ausschließen. Außerdem ist es sinnvoll, dass wir im Notfall wissen, auf welchen Kommunikationswegen wir Sie erreichen können.

Fragen und Antworten zu SafeTrx

Die SafeTrx-App kann im Apple App Store und im Google Play Store heruntergeladen werden.

Beachten Sie bitte, dass SafeTrx für das iPhone iOS 7.0 und höher verfügbar ist, für Android-Handys für OS 4.2 und höher. Sofern sie ein iPad verwenden, setzen Sie den Filter „nur iPhone“ im Apple App Store.

Die SafeTrx-App kann kostenlos vom Apple App Store und Google Play Store heruntergeladen werden. Sobald die App heruntergeladen und installiert ist, können Wassersportler die App unbegrenzt kostenlos nutzen.

Für Microsoft Windows ist SafeTrx nicht verfügbar. Derzeit gibt es keine Pläne, SafeTrx auf der Plattform zur Verfügung zu stellen.

Die DGzRS-SafeTrx-App ist eine Smartphone-Anwendung und diesem Design angepasst. Für Android steht sie für Tablet-Bildschirme nicht zur Verfügung. Anders als beim iPad erfordert Android spezielle Tablet-Designs, die in die App nicht integriert sind.
Haben Sie ein Android-Handy mit dem Betriebssystem 4.2 oder höher, können Sie die App vom Google Play Store installieren. Bei einem iPhone mit Betriebssystem iOS 7.0 oder höher laden Sie die App über den Apple App Store.

Ihr Nutzerkonto

Über die App geben Sie Kontakt-, Schiffs- und Notfallkontakte ein. Die Informationen werden in einer Datenbank der DGzRS gesichert.

Ihre persönlichen Daten werden wie in den Datenschutzbestimmungen dargelegt verwendet, um die mit der App bereitgestellten Dienstleistungen zu ermöglichen. Die Verwendung für Marketingzwecke ist nicht ohne Ihre Zustimmung möglich. Bitte lesen Sie hier unsere Datenschutzbestimmungen.

Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und klicken Sie „Ich habe mein Passwort vergessen“. SafeTrx sendet Ihnen per E-Mail einen Link. Wenn Sie darauf klicken, können Sie ein neues Passwort eingeben.
Falls das Problem damit nicht gelöst ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Hier können Sie die Details Ihres Nutzerkontos einsehen und bearbeiten.

Auf der SafeTrx-Website können Sie:

Ihre persönlichen Kontaktdaten ändern

  • Ihre Bootsangaben verwalten
  • Ihre Checklisten für Winterlager und Saisonstart anpassen
  • Ihre Notfallkontakte eingeben und bearbeiten
  • Ihren Fahrtenverlauf ansehen und löschen
  • Fahrtstatistiken ansehen und auf Facebook teilen
  • Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Datenschutz- und den Haftungsausschluss einsehen

Innerhalb der SafeTrx-App auf dem Handy können Sie:

  • Ihre persönlichen Kontaktdaten ändern
  • Ihre Bootsangaben verwalten
  • Ihre eigenen Fahrten-Checklisten erstellen
  • Ihre Notfallkontakte eingeben und bearbeiten
  • Ihren Fahrtenverlauf ansehen und löschen
  • Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Datenschutzbestimmungen und den Haftungsausschluss einsehen

Den Verlauf abgeschlossener Fahrten können Sie hier einsehen. Die Fahrten sind nach Bootsnamen und Anfangszeit aufgeführt. Aufgezeichnete Fahrten ohne festgelegte Ankunftszeit (ETA) sind hinter der Startzeit markiert.

Sie und die DGzRS haben Zugriff auf Ihre Fahrtangaben. Die Informationen werden auf einem sicheren Server gespeichert. Wir greifen auf Ihr Nutzerkonto mit Ihren Fahrtdaten zu, sofern die Annahme besteht, dass Sie sich in einer Notlage befinden oder wenn Ihr Notfallkontakt Sie überfällig meldet. Ggf. werden wir Ihre Angaben an Organisationen weitergeben, die in die Suche eingebunden werden. Die Einhaltung des Datenschutzes und der vertrauliche Umgang mit Ihren persönlichen Daten ist selbstverständlich.

Ja, Sie können eigene Einträge in jeder Kategorie erstellen und diese auf zwei Arten zu Ihrer persönlichen Checkliste hinzufügen:

In der mobilen SafeTrx-App können Sie Checklisten anlegen. Gehen Sie zur Registerkarte „Mein Profil“. Sobald Sie das Boot ausgewählt haben, scrollen Sie zu „Checkliste bearbeiten“. Wählen Sie die Einträge, die Sie hinzufügen möchten. Klicken Sie auf „hinzufügen“ und „speichern“.
Auf der SafeTrx-Website können Sie Checklisten für Fahrten, für das Winterlager und den Saisonbeginn erstellen. Gehen Sie zur Registerkarte „Fahrzeuge und Checklisten“ auf der DGzRS-SafeTrx-Website.
Sobald Sie Fahrzeug, Checklistenart und Fahrzeugart ausgewählt haben, scrollen Sie ans Ende der Seite zur Überschrift „neuen Eintrag hinzufügen“. Wählen Sie aus der Dropdown-Liste die Kategorie aus, zu der der neue Eintrag gehören soll, und geben Sie dann den Eintrag ein, den Sie hinzufügen möchten. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Hinzufügen“ und danach auf „Speichern“, nachdem Sie einen oder mehrere neue Einträge erstellt haben. Die Checkliste wird an die App übertragen.

Technische Fragen

Das verbrauchte Datenvolumen hängt von der zurückgelegten Entfernung ab sowie der Abdeckung, dem Betriebssystem, der Geräteart, dem Mobilnetz, der Fahrt-Aufzeichnung usw. Ebenso gibt es Unterschiede bei den Arten der Fahrtaufzeichnung und ob Sie sich bewegen oder stationär sind. Das Folgende sind lediglich Schätzwerte:
Routenplan-Modus: Nimmt man als Grundlage der Berechnung eine 60 Kilometer lange Fahrt im Routenplan-Modus, bei der die App jeden Kilometer die Position aufzeichnet, benötigt die SafeTrx-App schätzungsweise 250 KB Datenvolumen einschließlich „Starten“ und „Fahrt beenden“. Verbleibt die App während dieser Zeit für eine Weile stationär – wird sie beispielsweise drei Stunden nicht bewegt – dann sendet die App ein Positionsupdate etwa alle fünf Minuten. Schätzungsweise würde sie dann 750 KB Datenvolumen verbrauchen.

Nur-Aufzeichnen-Modus: Geht man von einer fünf Kilometer langen Fahrt im Nur-Aufzeichnen-Modus aus, bei der die App alle zehn Meter eine Position aufzeichnet und diese alle 500 Meter an den Server schickt, verbraucht die DGzRS-SafeTrx-App ungefähr zwei MB an Datenvolumen.
Geht man von einer Sechs-Stunden-Fahrt aus, bei der die App alle zehn Minuten eine Position aufzeichnet, verbraucht die DGzRS-SafeTrx-App ungefähr 167 KB an Datenvolumen. Bei einer Aufzeichnung alle 30 Minuten würden etwa 55 KB an Datenvolumen für eine Sechs-Stunden-Fahrt verwendet.
Die App selbst benötigt knapp ein Fünftel dieser Gesamtmenge des Datenvolumens. Die Höhe des Volumens entsteht durch dahinterliegende Prozesse der Provider.

Hat die SafeTrx-App keine Netzabdeckung, speichert sie die Fahrtpositionen im Smartphone. Sobald die Netzabdeckung wieder gegeben ist, werden die gesammelten gespeicherten Fahrtinformationen an den Server gesendet, und die Positionen werden wieder in Echtzeit gespeichert.

Routenplan-Modus:

Die App sendet Standortinformationen in regelmäßigen Abständen an den Server. Hat Ihr Smartphone einen Akkustand von über dreißig Prozent, sendet die Anwendung jeden Kilometer (0,54 Seemeilen) oder alle fünf Minuten einen Positionsbericht, wenn Sie sich nicht fortbewegen. Fällt der Akkustand auf unter dreißig Prozent, ändert die App die Positionsberichtsfrequenz von einem auf zwei Kilometer, um Strom zu sparen. Erreicht der Akkustand zehn Prozent, zeigt die App eine Meldung an und überträgt keine weiteren aktuellen Positionen. Positionsberichte werden wieder gesendet, sobald das Smartphone aufgeladen wird und der Akkustand mehr als zehn Prozent beträgt. Liegt der steigende Akkustand zwischen elf und dreißig Prozent, wird ein Positionsbericht wieder alle zwei Kilometer übertragen. Steigt der Akkustand auf über dreißig Prozent, meldet die App die Position wieder jeden Kilometer.

Nur-Aufzeichnen-Modus:

Im Nur-Aufzeichnen-Modus kann der Nutzer drei Intervalle für das Senden der Position wählen.
1. Ständige Aufzeichnung
2. Aufzeichnung alle zehn Minuten
3. Aufzeichnung alle dreißig Minuten

Die Frequenz der Aufzeichnung kann während der Fahrt angepasst werden. Im Folgenden wird beschrieben, wie oft die Position übertragen wird, abhängig davon, ob die Position sich ändert oder nicht, und abhängig vom Akkustand.

Akkuladestand zwischen zehn und hundert Prozent       Akkuladestand geringer als zehn Prozent
Optionen für Häufigkeit der Positionsspeicherung Aufzeichnung in Bewegung Aufzeichnung im Ruhezustand Häufigkeit der Übertragung zum Server Akkustand niedrig (unter zehn Prozent)
Fortlaufend Fortlaufend Aufzeichnung der Position ab zehn Metern Fortbewegung alle 500 Meter Bei zehn Prozent wird die Aufzeichnung gestoppt, und ein Hinweis erscheint auf dem Smartphone. Der Notfallkontakt wird per SMS über Akkustand informiert.
Zehn Minuten Alle zehn Minuten Alle zehn Minuten Alle zehn Minuten Bei zehn Prozent wird die Aufzeichnung gestoppt, und ein Hinweis erscheint auf dem Smartphone. Der Notfallkontakt wird per SMS über Akkustand informiert.
Dreißig Minuten Alle dreißig Minuten Alle dreißig Minuten Alle dreißig Minuten Bei zehn Prozent wird die Aufzeichnung gestoppt, und ein Hinweis erscheint auf dem Smartphone. Der Notfallkontakt wird per SMS über Akkustand informiert.

Da die Genauigkeit der vom GPS Ihres Smartphones ermittelten Breiten- und Längengrade variieren kann, können immer Fehler auftreten. Dies wird entsprechend berücksichtigt. Die Smartphone-Anwendung stellt Ihnen Informationen und Hilfestellung bezüglich Ihrer aktuellen Position zur Verfügung. Das von Ihnen genutzte mobile Gerät spielt dabei jedoch eine Rolle. Technik und Telekommunikationssysteme, die hierfür notwendig sind, sind an sich unzuverlässig. Es besteht zudem die Möglichkeit, dass es keine Verbindung zwischen Ihrem mobilen Gerät und den Satelliten-Ortungssystemen gibt. Wir können daher keine unterbrechungsfreie Verbindung zwischen Ihrem mobilen Gerät und den beiden genannten Systemen garantieren.

Es ist sehr wichtig, die Fahrt in der App abzuschließen, da sonst das folgende Eskalationsschema eingeleitet wird:

Zeit Status der Fahrt Empfänger Nachrichtentyp Nachricht
ETA - 15 Min. aktiv Wassersportler selbst App Ihre Ankunft ist in 15 Min. überfällig. Bitte SafeTrx- Fahrt verlängern oder beenden.
ETA überfällig Wassersportler selbst App Ihre Ankunft ist überfällig. Bitte SafeTrx-Fahrt verlängern oder beenden. Ihre angegebenen Notfallkontakte werden in 15 Min. benachrichtigt.
ETA überfällig Wassersportler selbst SMS Dies ist eine SafeTrx-Nachricht der DGzRS. Ihre Ankunft ist überfällig. Bitte verlängern oder beenden.
ETA - 15 Min. überfällig Wassersportler selbst App SafeTrx-Fahrt ist abgelaufen. Ihre Ankunft ist überfällig. Ihre angegebenen Notfallkontakte werden benachrichtigt.
ETA - 15 Min. überfällig Wassersportler selbst SMS Dies ist eine SafeTrx-Nachricht der DGzRS. Ihre Ankunft ist überfällig. Bitte verlängern oder beenden.
ETA - 15 Min. überfällig Notfallkontakt SMS Dies ist eine automatische SMS der DGzRS-SafeTrx-App. Nehmen Sie Kontakt mit (Wassersportler selbst) auf, da die Ankunft im Hafen seit 15 Min. überfällig ist. Sie wurden von (Wassersportler selbst) als Kontakt angegeben. Im Notfall erreichen Sie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger unter Tel.nr. +49(0)421-536870. Mit freundlichen Grüßen, DGzRS – Die Seenotretter.
  • Mindestzeit, um die Ankunftszeit (ETA) zu verlängern = 15 Minuten. (Die Mindestzeit für eine Fahrt oder um eine Fahr zu verlängern, ist 15 Minuten von der Jetztzeit.
  • 15 Minuten bevor die eingegebene Ankunftszeit abläuft, wechselt der Countdown die Farbe auf rot. Der Timer beginnt zu blinken, wenn 00:00 erreicht ist.

Sollte die DGzRS Recherchen einleiten, um sie aufzufinden, hat sie direkten Zugriff auf alle Ihre aufgezeichneten Daten (einschließlich der aufgezeichneten Positionen, Schiffsdetails, Akkuladestand, Stärke des Mobilfunksignals und der voraussichtlichen Ankunftszeit).

 

Routenplan-Modus:

Die DGzRS-SafeTrx-App nutzt zur Positionsbestimmung eine Reihe von Methoden und diese verbrauchen Akkustrom. Die App überwacht jedoch den Akkustand Ihres Mobiltelefons in Echtzeit und passt den Verbrauch an den sinkenden Akkustand an. Fällt der Akkustand auf unter 30 Prozent, wird das Übertragungsintervall der Positionsmeldung von einem auf zwei Kilometer angepasst, um Strom zu sparen. Die Anwendung verfügt zudem über eine Ausfallsicherung, um sicherzustellen, dass, wenn der Akku auf zehn Prozent fällt, die App ihre Übertragung unterbricht, damit mit dem verbleibenden Akku noch Notrufe abgesetzt werden können. Wenn Ihr Smartphone an eine Stromquelle zum Laden angeschlossen ist, werden durch Hochfahren der App die Positionsmeldungen wieder übertragen.

Nur-Aufzeichnen-Modus:

Fällt der Akkustand während einer Fahrt auf unter zehn Prozent, unterbricht die SafeTrx-App im Nur-Aufzeichnen-Modus die Aufzeichnung, um Akkustrom zum Absetzen eines Notrufs zu sparen. Wenn Ihr Smartphone an eine Stromquelle zum Laden angeschlossen ist, werden durch Hochfahren der App die Positionsmeldungen wieder übertragen.

Sowohl im Routenplan- als auch im Nur-Aufzeichnen-Modus benachrichtigt folgende SMS Ihren Notfallkontakt, dass der Akkuladestand unter zehn Prozent gefallen ist.
“Mit dieser Nachricht werden Sie darüber informiert, dass der Handy-Ladezustand von (Name des Nutzers) sehr niedrig ist und die DGzRS-SafeTrx-App derzeit keine Positionen sendet. Bitte kontaktieren Sie (Name des Nutzers). SafeTrx wird die Aufzeichnung der Fahrt fortsetzen, sobald der Akku wieder geladen wird und über zehn Prozent beträgt.“

*Bitte beachten Sie, dass die auf einigen Smartphones angezeigten Akkustände auf die nächsten 5 Prozent abgerundet werden. Die Fahrtaufzeichnung könnte deshalb unterbrochen werden, wenn der Ladezustand des Akkus zwischen zehn und fünfzehn Prozent liegt.

Ein Notruf an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS kann auf jeder Seite der SafeTrx-App getätigt werden. Für einen Notruf oder einen Anruf für technische Hilfeleistung klicken Sie entweder das Anrufsymbol auf dem Bildschirm der Fahrtaufzeichung oder Sie halten Ihren Finger für drei Sekunden an irgendeine Stelle des Bildschirms. Dies führt auf den Notfall-/Hilfeleistungsbildschirm. Klicken Sie die rote oder grüne Schaltfläche („Notfall“ oder „Hilfeleistung“) um einen Anruf in der SEENOTLEITUNG zu machen.

Sobald ein Anruf bei der SEENOTLEITUNG der DGzRS ausgelöst wird, schickt die App eine aktuelle Positionsangabe an die Monitoring-Konsole der DGzRS-SafeTrx-App.

Wenn die Notfall- oder Hilfeleistungsoptionen auf der SafeTrx-App geklickt werden, ermittelt die App die derzeitige Position mithilfe des Smartphone-GPS und wählt eine vorbestimmte Nummer an.

Befindet sich der App-Nutzer in Deutschland
Ein Notfallanruf geht an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.
Ein Anruf für Hilfeleistung geht an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.

Wenn sich der App-Nutzer außerhalb Deutschlands befindet:

Niederlande
Ein Notfallanruf geht an die Niederländische Küstenwache
Ein Anruf für Hilfeleistung geht an die KNRM (niederländische Seenotrettungsgesellschaft)

Großbritannien
Ein Notfallanruf geht an die britische Küstenwache.

Spanien
Ein Notfallanruf geht an die spanische Seenotrettungsgesellschaft Salvamento Maritimo.

Irland
Ein Notfallanruf geht an die Irische Küstenwache.

Norwegen
Ein Notfallanruf geht an die norwegische Küstenfunkstelle.
Ein Anruf für Hilfeleistung geht an die norwegische Seenotrettungsgesellschaft.

Alle anderen Länder
Ein Notfallanruf geht an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.
Ein Anruf für Hilfeleistung geht an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.

Kann die Position(aus was für Gründen auch immer) nicht lokalisiert werden, geht der Anruf an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.

Dies gilt nur für Android-Geräte. Verwenden Sie ein GSM-Netz als Mobilfunknetz, wird die Signalstärke als Wert zwischen Null bis100 Prozent angegeben. Bei Verwendung von 3G- oder 4G-Netzen wird die Signalstärke als Null, 25 , 50 , 75 oder 100 Prozent angegeben. Während jeder Fahrt kann Ihr Smartphone sich in verschiedene Mobilfunknetze einloggen. Die vom Smartphone angegebene Signalstärke variiert abhängig vom Netzwerk.

Während der Aufzeichnung einer laufenden Fahrt lässt sich Folgendes durch Klicken auf „Bearbeiten“ ändern:

  • Geschätzte Ankunftszeit (ETA = Estimated Time of Arrival)
  • Personen an Bord
  • Notfallkontakte
  • Endpunkt
  • Wegepunkt

Während einer laufenden Fahrt lässt sich das Tracking-Intervall verändern (laufende Aufzeichnung, zehnminütige oder halbstündliche Aufzeichnung).

Die SafeTrx-App zeigt weitere Informationen zur Position auf folgende Weise:

  • UKW-Kanäle: Innerhalb eines zehn Seemeilen-Radius von Ihrer Position oder die nächsten beiden UKW-Kanäle
  • DGzRS-Stationen - Innerhalb eines fünfundzwanzig Seemeilen-Radius von Ihrer Position oder die nächsten beiden DGzRS-Stationen

„H-acc“ bedeutet „horizontal accuracy“ (horizontale Genauigkeit) und gibt an, wie genau die gemeldete Position ist. Die DGzRS-SafeTrx-App verwendet zur Ableitung der Position eine Kombination von Ortungstechnologien, und die Genauigkeit hängt von Faktoren ab wie Sendeleistung des Funkmastes und GPS-Signalstärke. Die Genauigkeit wird in Metern gemessen und stellt eine Schätzung der Position dar. Diese Messung ist als „H-acc“ bekannt.

Auf Ihrer App werden Sie während des Törns verschiedene Genauigkeitsindikatoren sehen: grün, gelb oder rot. Auf der Fahrtkarte werden für jeden der berichteten Positionspunkte die entsprechenden Indikatoren angezeigt.

Die allgemeinen H-acc-Formeln sind wie folgt:

  • Sehr gute Genauigkeit: H-acc = < 50 M
  • Angemessene Genauigkeit: H-acc > 50 M und < 250 M
  • Schlechte Genauigkeit: H-acc > 250 M
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