Unsere Rettungsflotte

28-Meter-Seenotrettungskreuzer

Der völlig neu konstruierte Seenotrettungskreuzer ist der leistungsfähige Nachfolgetyp der bewährten 27,5-Meter-Klasse der DGzRS. Der erste Neubau der 28-Meter-Klasse ist seit Juni 2015 auf Amrum stationiert. Gemeinsam mit den in den Vorjahren in Dienst gestellten kleineren neuen Seenotrettungskreuzern der Nachbarstationen sichert er diesen Teil der viel befahrenen Deutschen Bucht ab.

Die 28-Meter-Einheiten sind wie alle Seenotrettungskreuzer der DGzRS als Schweißkonstruktion ganz aus seewasserbeständigem Leichtmetall im bewährten Netzspantensystem gebaut. Sie zeichnen sich durch ihre hohe Seetüchtigkeit und ihre selbstaufrichtenden Eigenschaften aus.

Bei dieser für die Schiffe der DGzRS typischen Bauweise sind die Längs- und Querspanten – abhängig von der Schiffsgröße – nicht weiter als maximal 50 Zentimeter voneinander entfernt und bilden somit ein enges, festes Netz, auf das die Beplattung aufgebracht wird. Seit 1967 werden alle Seenotrettungskreuzer der DGzRS komplett aus Aluminium gebaut, was erheblich Gewicht spart und dadurch geringere Motorenleistungen erfordert.

Der Entwicklung der leistungsfähigen 28-Meter-Seenotrettungskreuzer sind umfangreiche Vorüberlegungen mit den erfahrenen Vorleuten der entsprechenden Stationen vorausgegangen. Zu den augenfälligsten Neuerungen gehören – wie schon bei der 36,5 Meter langen HARRO KOEBKE – das vollständig geschlossene Deckshaus (Ausguckpositionen für Sucheinsätze sind an der Achterkante des Aufbaus vorhanden) und ein Mehrzweckraum mit Bordhospital, getrennt von der Messe. In der für Seenotrettungskreuzer typischen Heckwanne führen die Einheiten dieser Klasse ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich.

Stationiert sind die 28-Meter-Seenotrettungskreuzer an wichtigen Küstenpunkten, gerade auch zur Sicherung der Großschifffahrtswege. Ihr Einsatzgebiet ist das Küstenvorfeld ebenso wie die hohe See – bei jedem Wetter und auch unter extremen Bedingungen.

Zur Stammbesatzung gehören jeweils neun Seenotretter, von denen jeweils vier „auf Wache“ sind. Sie leben und arbeiten rund um die Uhr an Bord. Die Seenotrettungskreuzer sind jederzeit sofort einsatzbereit.

Datenblatt als PDF

Jetzt herunterladen


Weitere Informationen:
 

ERNST MEIER-HEDDE mit Tochterboot LOTTE | Station Amrum

BERLIN mit Tochterboot STEPPKE | Station Laboe

ANNELIESE KRAMER mit Tochterboot MATHIAS | Station Cuxhaven

HAMBURG mit Tochterboot ST. PAULI | Station Borkum

FELIX SAND mit Tochterboot SAPHIR | Station Grömitz

NIS RANDERS mit Tochterboot UWE | Darßer Ort

Illustration eines Seenotretterkreuzers der 28m Klasse

VIRTUELLER RUNDGANG

Der Seenotrettungskreuzer "Ernst Meier-Hedde" fährt durch die aufgewühlte Nordsee vor Amrum.

Seenotrettungskreuzer

ERNST MEIER-HEDDE

Die ERNST MEIER-HEDDE wurde 2015 in Dienst gestellt und ist auf Amrum stationiert. Benannt ist sie nach dem Reeder Ernst Meier-Hedde (1913-1994), Mitbegründer der Bremer Schlüssel-Reederei für Massengutschiffe. Er war von 1980 bis 1990 elf Jahre lang ehrenamtlicher Vorsitzer der Seenotretter. Das Tochterboot LOTTE erhielt seinen Namen nach der Ehefrau Meier-Heddes.

Mehr zum Bau unserer Seenotrettungskreuzer und -boote finden Sie in unserem Magazin.
Foto: ypscollection.de

Der Seenotrettungskreuzer "Berlin" fährt bei gutem Wetter über die Ostsee bei Laboe. Im Hintergrund ist die markante Silhouette mit dem Marine-Ehrenmal zu sehen.

Seenotrettungskreuzer

BERLIN

Die BERLIN wurde am 17. Dezember 2016 von Schauspielerin Meret Becker in Bremen getauft. Sie ist in Laboe an der viel befahrenen Kieler Förde stationiert. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS die Verbundenheit vieler Berliner mit den Seenotrettern. Der Name des Tochterbootes STEPPKE bezeichnet in Berliner Mundart einen pfiffigen Jungen.

Mehr zum Bau unserer Seenotrettungskreuzer und -boote finden Sie in unserem Magazin.
Foto: Christian Kuhlmann

Seenotrettungskreuzer im Einsatz auf hoher See

Seenotrettungskreuzer

ANNELIESE KRAMER

Die ANNELIESE KRAMER wurde 2017 in Dienst gestellt und ist in Cuxhaven stationiert. Mit dem Namen würdigt die DGzRS eine verstorbene Förderin aus dem Binnenland, die die Seenotretter in ihrem Nachlass bedacht hat. Das Tochterboot MATHIAS erhielt seinen Namen nach dem Vater der Förderin, der einst seine Liebe zur See an sie weitergegeben hatte.

Mehr zum Bau unserer Seenotrettungskreuzer und -boote finden Sie in unserem Magazin.
Foto: Steven Keller

Seenotrettungskreuzer vor Offshore-Windpark im Einsatz

Seenotrettungskreuzer

HAMBURG

Der Seenotrettungskreuzer HAMBURG wurde im April 2020 in Dienst gestellt und ist auf Borkum stationiert. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern. Der Name des Tochterbootes ST. PAULI wurde durch eine Online-Abstimmung ermittelt. Zur Auswahl standen alle Hamburger Stadtteile - das Viertel zwischen Fischmarkt und Reeperbahn machte das Rennen.

Mehr zum Bau unserer Seenotrettungskreuzer und -boote finden Sie in unserem Magazin.
Foto: Jörg Zogel

Seenotrettungskreuzer FELIX SAND im Einsatz

Seenotrettungskreuzer

FELIX SAND

Der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND wurde im Februar 2021 auf der Station Grömitz in Dienst gestellt. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS Dr. Felix Sand (1937-2018), der seinen Nachlass dafür bestimmt hatte, einen neuen Seenotrettungskreuzer zu bauen. Dr. Sand war den Seenotrettern auf Nord- und Ostsee lange Jahre verbunden. Der promovierte Diplom-Kaufmann, geboren 1937 in Essen, begegnete ihnen auch beim Segeln mit seiner Yacht „Saphir“, deren Namen nun das Tochterboot des neuen Seenotrettungskreuzers trägt.

Mehr zum Bau unserer Seenotrettungskreuzer und -boote finden Sie in unserem Magazin.
Foto: Alexander Krüger

Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS im Einsatz

Seenotrettungskreuzer

NIS RANDERS

Der Seenotrettungskreuzer für den Darß wurde 2021 in Dienst gestellt. Gebaut wurde die NIS RANDERS bei der Fassmer-Werft in Berne. Ihr Tochterboot trägt den Namen UWE. Benannt ist die NIS RANDERS nach der Titelfigur einer Ballade des Schriftstellers Otto Ernst. Diese Figur symbolisiert das Idealbild eines Seenotretters. Das Tochterboot erhielt seinen Namen nach dem Bruder des literarischen Nis Randers. Zur Besatzung gehören neben neun fest angestellten Seenotrettern mit Vormann Frank Michael Weinhold auch sechs Freiwillige.

Mehr zum Bau unserer Seenotrettungskreuzer und -boote finden Sie in unserem Magazin.