ÜBER DIE STATION

Norddeich

Auf der Station Norddeich verbinden sich auf besondere Weise die Geschichte der Seenotretter hinter dem Deich mit der modernen Technik vor dem Deich. Auf der einen Seite ist der alte Rettungsschuppen erhalten und zu besichtigen, auf der anderen Seite liegt das Seenotrettungsboot OTTO DIERSCH, dessen Freiwilligen-Besatzung jederzeit zum Einsatz auf der Nordsee bereit ist.

Rund 15 freiwillige Seenotretter um Vormann Marcus Baar sind auf der Station Norddeich im Einsatz. Ihr Revier ist das Wattenmeer zwischen dem ostfriesischen Festland und den vorgelagerten Inseln Juist, Norderney und Baltrum. Es ist stark von den Gezeiten geprägt. Den Schiffsverkehr bestimmen die Inselfähren und zahlreiche Fischkutter sowie im Sommerhalbjahr einige Segel- und Motorboote. Die Norddeicher Seenotretter arbeiten eng mit ihren Kollegen von den Inseln zusammen. 

Einen Besuch lohnt der alte Rettungsschuppen hinter dem Deich. In früheren Zeiten, als in seinen Mauern ein Ruderrettungsboot auf den Einsatz wartete, lag er taktisch günstig. Seit seinem Bau im 19. Jahrhundert wurde die Deichkrone jedoch mehrfach erhöht, und der Norddeicher Hafen ist stark gewachsen. Heute öffnen ehrenamtliche Mitarbeiter der DGzRS regelmäßig die Türen des alten Gebäudes an der Tunnelstraße. Sie zeigen Filme über die Arbeit der Seenotretter sowie eine kleine Ausstellung historischer Rettungsgeräte und Modelle von Rettungseinheiten.

Station Norddeich

Seenotrettungs­boot OTTO DIERSCH
Rufzeichen DBKX
Besatzung Freiwillige
Vormann Marcus Baar
Liegeplatz Westhafen
Stationsgebäude Westhafen
Das Seenotrettungsboot OTTO DIERSCH mit hohem Tempo im Einsatz
Mannschaftsbild der Norddeicher Seenotretter. Sie stehen auf dem Hof der Seenotretter vor dem Seenotrettungsboot, jeweils mit etwa 2 Metern Abstand zueinander.
Das Seenotrettungsboot OTTO DIERSCH läuft in den Hafen ein
Das Seenotrettungsboot OTTO DIERSCH fährt an einer großen Autofähre vorbei.

Fotos: Peter Palkowski (1,3,4); Jörg Sarbach (2)

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Werfen Sie einen Blick auf das, was die DGzRS-Station Norddeich für Sie zum Tag der Seenotretter 2020 vorbereitet hat.

Unser Seenotrettungsboot

Die OTTO DIERSCH

Die OTTO DIERSCH ist ein 10,1 Meter langes und 380 PS starkes Seenotrettungsboot der jüngsten Generation. Es wurde 2020 bei der Werft Tamsen Maritim in Rostock gebaut und hat seinen Liegeplatz im Westhafen. Benannt ist das moderne Spezialschiff nach dem Begründer der Bremer Firmengruppe Diersch & Schröder. 

9,5-/10,1-Meter-Seenotrettungsboot

Abbildung, 9,5-10,1-Meter Seenotrettungsboot ohne Wasserlinie
Länge 10,10 Meter
Breite 3,61 Meter
Tiefgang 0,96 Meter
Verdrängung 8 Tonnen
Leistung 380 PS
Geschwindigkeit 18 Knoten
Aktuelles

Aus dem Stationsbuch

Wasserfreuden

Bald ist es soweit: SRB 78 wird erstmals in seinem Element schwimmen. In wenigen Stunden wird der Neubau für die freiwilligen Seenotretter der Station Norddeich mit einem Kran in die Warnow vor der Bauwerft in Rostock gesetzt.

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HISTORIE

Geschichte der Station Norddeich

1886  

Ein 7,5 Meter langes Ruderrettungsboot ist in einem Schuppen nahe des Fährhauses untergebracht. Heute befindet sich darin eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Seenotrettungswerkes.

1930  

Die Station wird aufgelöst, der Rettungsschuppen verkauft.

1985  

Der ehemalige Rettungsschuppen wird Museum. Vor ihm liegt das Tochterboot TEDJE des ersten in Serie gebauten Seenotrettungskreuzer, der THEODOR HEUSS. 1996 wird es verkauft.

1990

Norddeich wird wieder Rettungsstation. Am 7. April nimmt das 7-Meter-Seenotrettungsboot NORDDEICH seinen Dienst auf.

1993  

Am 15. Juni tauft die DGzRS das neue 8,5-Meter-Seenotrettungsboot CASSEN KNIGGE.

1998  

Die Station erhält einen neuen Rettungsschuppen im Westhafen. Am 28. April wird er offiziell eröffnet.

2017

Das Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI wird von Wangerooge nach Norddeich verlegt. Die 8,5-Meter lange CASSEN KNIGGE wird außer Dienst gestellt.

2020

Das neue 10,1-Meter-Seenotrettungsboot OTTO DIERSCH löst die WILMA SIKORSKI ab. Diese 9,5 Meter lange Einheit kommt nun ohne feste Station immer dort zum Einsatz, wo andere Rettungseinheiten zum Beispiel aufgrund einer Werftzeit vertreten werden müssen.

Ihre Spende für die Seenotretter

5 Seenotretter sitzten an Deck der HORST HEINER KNETEN und genießen die Sonne

Crews & Stationen

Rund 180 fest angestellte und etwa 800 freiwillige Seenotretter sind in der Rettungsflotte tätig. Sie stehen trotz aller Technik im Mittelpunkt des Geschehens – mit ihrer selbstlosen Einsatzbereitschaft, ihrer hohen Qualifikation und ihrem Mut, bei jedem Wetter hinauszufahren.

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