ÜBER DIE STATION

Deutsche Bucht/Helgoland

Der Station Helgoland kommt im dichten Netz der DGzRS-Stationen seit jeher eine besondere Bedeutung zu. Fast schon legendäre Rettungsmänner, Rettungsboote und Seenotrettungskreuzer haben von Helgoland aus ihre Einsätze gefahren. Auch heute besitzt die Insel eine Schlüsselposition in der stark befahrenen Deutschen Bucht. Der größte deutsche Seenotrettungskreuzer, die HERMANN MARWEDE, ist dort stationiert.

Schon immer waren auf Helgoland besonders leistungsfähige Rettungseinheiten stationiert. In unmittelbarer Nähe der Insel verlaufen heute die Großschifffahrtswege von und zum berüchtigten „nassen Dreieck“ der Mündungen von Jade, Weser und Elbe – das am stärksten befahrene Seegebiet der Welt.

Station Deutsche Bucht/Helgoland

Seenotrettungs­kreuzer HERMANN MARWEDE
Rufzeichen DBAR
Stammbesatzung 16
Vormann Jörg Rabe
Liegeplatz Südhafen/Ostdamm
Stationsgebäude Südhafen/Westkaje
Zwei Seenotretter sitzen auf der Brücke eines Seenotrettungskreuzers
Seenotrettungskreuzer auf hoher See aus der Perspektive eines im Wasser treibenden Schiffbrüchigen gesehen
Der Seenotrettungskreuzer "Hermann Marwede" liegt im Hafen von Helgoland und spiegelt sich im Wasser.
Seenotrettungskreuzer löscht brennendes Schiff auf hoher See
Tochterboot hinter Seenotrettugskreuzer vor Wilhelmshaven

Fotos: Steven Keller (1,5); Paul Wessels (2); Thomas Lakay (3); Mario Rusche (4)

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Alarm auf dem größten Seenotrettungskreuzer der DGzRS, der HERMANN MARWEDE: Südlich von Helgoland war eine Segelyacht mit Mastbruch in Not. Die HERMANN MARWEDE läuft sofort aus.

Seenotretterkreuzer schwimmt vor Helgoland vor einem riesigen Containerschiff

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Tag der Seenotretter 2021 - Open Ship online auf der HERMANN MARWEDE

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Alarm in der Deutschen Bucht - Übung mit dem größten Seenotrettungskreuzer der DGzRS

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Werfen Sie einen Blick auf das, was die DGzRS-Station Helgoland für Sie zum Tag der Seenotretter 2020 vorbereitet hat.

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Tochterboot VERENA im Sturm vor Helgoland.

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Brand des Containerschiffs „Ever Level“ (1983)

Unser Seenotrettungskreuzer

Die HERMANN MARWEDE

Die 46 Meter lange HERMANN MARWEDE wurde 2003 bei der Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser gebaut. Ihr Tochterboot trägt den Namen VERENA. Benannt ist der Seenotrettungskreuzer nach einem Bremer Unternehmer und Förderer der DGzRS, dessen Familie seinen Bau ermöglichte. Das Tochterboot erhielt den Namen der Tochter Hermann Marwedes.

Einmal pro Woche steuert die HERMANN MARWEDE Cuxhaven an: Für Besatzungswechsel und um Wasser, Lebensmittel und Brennstoff zu bunkern sowie Ausrüstung zu ergänzen. Während dieser Zeit vertritt sie jeweils ein anderer Seenotrettungskreuzer auf dem „roten Felsen“. Die HERMANN MARWEDE ist rund um die Uhr mit sieben Seenotrettern besetzt und sofort einsatzbereit. Auf der Station Helgoland sind 15 Seenotretter um Vormann Jörg Rabe fest angestellt und etwa ebenso viele Freiwillige im Einsatz.

Zur Zeit der Gründung der DGzRS Mitte des 19. Jahrhunderts war Helgoland britisch. Das Seenotrettungswesen nahm deshalb anfangs eine eigenständige Entwicklung. 1892 stationierte die DGzRS ihr erstes eigenes Rettungsboot auf der Insel. Sie hat die wechselvolle Geschichte Helgoland mitvollzogen. Dazu gehört auch das schwere Unglück des Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL: In einer Orkannacht im Februar 1967 verloren dabei vier Seenotretter und drei zuvor gerettete niederländische Fischer ihr Leben.

46-Meter-Seenotrettungskreuzer

Illustration eines Seenotrettungskreuzers der 46-m-Klasse
Länge 46,00 Meter
Breite 10,66 Meter
Tiefgang 2,80 Meter
Verdrängung 404 Tonnen
Leistung 9.250 PS
Geschwindigkeit 25 Knoten
Aktuelles

Aus dem Stationsbuch

HISTORIE

Geschichte der Station Deutsche Bucht/Helgoland

1892

Die Station erhält das Ruderrettungsboot DORA.

1906

Im August wird ein neues Boot für Helgoland fertig, das alte wird Reserveboot.

1913

Das neue elf Meter lange Motorrettungsboot IRENE kommt nach Helgoland.

1935

Neues Motorrettungsboot DANIEL DENKER: Es ist 15 Meter lang, 4,20 Meter breit und hat einen Meter Tiefgang. Ein kompressorloser Sechszylinder-Viertakt-Dieselmotor mit 125 PS bringt das Boot auf 9,5 Knoten Geschwindigkeit.

1940

Vormann Rickmer Bock erhält die Prinz-Heinrich-Medaille für eine besonders schwierige Rettungsfahrt am 13. November.

1945

Die Station wird durch Kriegseinwirkung zerstört.

1952

Am 1. März, dem Tag der Freigabe der Insel durch die Alliierten, läuft das Motorrettungsboot HINDENBURG/Station Cuxhaven als erstes deutsches Schiff wieder Helgoland an. Anschließend stationiert die DGzRS die Motorrettungsboote RICKMER BOCK und MATTHÄUS MÖLLER auf der Insel.

1955

Die HERMANN APELT, zweiter Prototyp des modernen Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot, wird auf Helgoland stationiert. Im Juni reist das Schiff nach Lissabon zur International Lifeboat Conference.

1965

Der neue Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL (26,6 Meter lang) mit Tochterboot VEGESACK wird in Dienst gestellt.

1967

Am 23. Februar verunglückt die ADOLPH BERMPOHL schwer. Vormann Paul Denker, die Rettungsmänner Hans-Jürgen Kratschke, Günter Kuchenbecker und Otto Schülke sowie drei zuvor gerettete niederländische Fischer werden Opfer der See. Der Seenotrettungskreuzer wird schwer beschädigt, beweist jedoch seine Kentersicherheit und kehrt repariert nach Helgoland zurück.

1977

Der erste große 44-Meter-Seenotrettungskreuzer HERMANN RITTER für die Seeposition Deutsche Bucht wird in Dienst gestellt. Liegeplatz ist Helgoland.

1978

Die WILHELM KAISEN folgt ihrem Schwesterschiff als zweiter 44-Meter-Seenotrettungskreuzer in der Nordsee. Auch sie wird auf Helgoland in Dienst gestellt.

1988

Die DGzRS stellt die HERMANN RITTER außer Dienst und verkauft sie nach China.

2003

Indienststellung des neuen 46 Meter langen Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE. Die WILHELM KAISEN wird nach Sassnitz verlegt.

2012

Zum Jahresende erhält die HERMANN MARWEDE ein neues Tochterboot. Es erhält wieder den Namen VERENA. Das erste Tochterboot kommt seither als eigenständige Rettungseinheit unter dem Namen WALTER ROSE von der Station Schilksee aus zum Einsatz.

Ihre Spende für die Seenotretter

5 Seenotretter sitzten an Deck der HORST HEINER KNETEN und genießen die Sonne

Crews & Stationen

Rund 180 fest angestellte und etwa 800 freiwillige Seenotretter sind in der Rettungsflotte tätig. Sie stehen trotz aller Technik im Mittelpunkt des Geschehens – mit ihrer selbstlosen Einsatzbereitschaft, ihrer hohen Qualifikation und ihrem Mut, bei jedem Wetter hinauszufahren.

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