ÜBER DIE STATION

Warnemünde

Die Station Warnemünde ist untrennbar mit dem Namen Stephan Jantzen verbunden. Der Lotsenkommandeur war ab 1866 maßgeblich am Aufbau der Rettungsstation beteiligt und rettete während seiner aktiven Zeit als Vormann zusammen mit seinen Besatzungen rund 80 Menschen aus Seenot.

In Vormann Jantzens ehemaligem Wohnhaus (Am Leuchtturm 1) befindet sich seit einigen Jahren das Informationszentrum Mecklenburg-Vopommern der DGzRS. In einer Ausstellung können die Besucher die Welt der Seenotretter erleben und entdecken. Am Alten Strom – nur wenige Schritte vom Informationszentrum entfernt – hat der Seenotrettungskreuzer ARKONA seinen Liegeplatz.

Neben Fähren, Kreuzfahrtschiffen, Kuttern und anderen Schiffen der Berufsschifffahrt sind in dem Revier auch viele Segel- und Motoryachten sowie Freizeit- und Ausflugsschiffe unterwegs.

Station Warnemünde

Seenotrettungs­kreuzer ARKONA
Rufzeichen DBAD
Stammbesatzung 9
Vormann Karsten Waßner
Liegeplatz Alter Strom, Westseite, Höhe Nr. 120
Stationsgebäude Mittelmole
Auf dem offenen Fahrstand eines Seenotrettungskreuzers stehen zwei Seenotretter in Wetterkleidung. Einer hält einen Funkhörer in der Hand, während ein anderer durch ein Fernglas schaut und in die Ferne zeigt.
Seenotrettungskreuzer ARKONA bei Abenddämmerung
Ein Seenotretter mit Fernglas in der Hand eilt zum offenen Fahrstand eines Seenotrettungskreuzers. Die flachstehende Sonne scheint in das Bild.
Sicht aus der Wasserlinie auf den Seenotettungskreuzer ARKONA der in schneller Fahrt durch die Ostsee fährt.
Durch die geöffnete Bergungspforte des Tochterbootes lehnt sich ein Seenotretter Richtung Wasser. Im Hintergrund wartet der Seenotrettungskreuzer.

Fotos: Die Seenotretter - DGzRS (1,3,4,5); Jens Lösche, Verena Wendt (2)

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Werfen Sie einen Blick auf das, was die DGzRS-Station Warnemünde für Sie zum Tag der Seenotretter 2020 vorbereitet hat.

Unser Seenotrettungskreuzer

Die ARKONA

Das Spezialschiff der 27,5-Meter-Klasse wurde 1992 bei der Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack gebaut. Benannt ist es nach der Nordspitze der Insel Rügen. Der Name des Tochterbootes CASPAR erinnert an den Maler Caspar David Friedrich. Bevor die ARKONA 2003 nach Warnemünde verlegt wurde, war sie in Sassnitz stationiert.

Mit der ARKONA sichern neun fest angestellte und rund 15 freiwillige Seenotretter um Vormann Karsten Waßner das Seegebiet zwischen Kühlungsborn und Wustrow mit den viel befahrenen Seeschifffahrtstraßen zu den Rostocker Seehäfen. Der Seenotrettungskreuzer ist rund um die Uhr mit vier Mann besetzt und sofort einsatzbereit.

27,5-Meter-Seenotrettungskreuzer

Abbildung 27,5-Meter-Seenotrettungskreuzer
Länge 28,20 Meter
Breite 6,53 Meter
Tiefgang 2,10 Meter
Verdrängung 103 Tonnen
Leistung 3.402 PS
Geschwindigkeit 23 Knoten
Aktuelles

Aus dem Stationsbuch

Seenotretter seit 30 Jahren wiedervereint

Vor 30 Jahren hat sich die deutsch-deutsche Grenze auch auf See geöffnet. Der Zusammenschluss der Seenotretter aus Ost und West unter dem Dach der traditionsreichen Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 3. Oktober 1990 gilt als eine der gelungensten Aktionen der deutschen Wiedervereinigung. Zwei erfahrene Vorleute der Seenotretter blicken zurück.

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HISTORIE

Geschichte der Station Warnemünde

1866

Zwei Ruderrettungsboote von der Stadt Rostock sind vorhanden, ein 28'-Boot und ein 8,4 Meter langes Francis-Boot mit Namen VORWÄRTS.

1867

Ein neuer Rettungsschuppen wird gebaut.

1870

Das Ruderrettungsboot NIDDEN der gleichnamigen Station kommt zur Station.

1874

Für ein neues Ruderrettungsboot (34' lang, 9' breit) wird am Hafen ein neuer Rettungsschuppen errichtet. Der Schuppen für das alte 28'-Boot steht 680 Meter westlich.

1884

Für ein neues Ruderrettungsboot mit Namen VORWÄRTS (8,75 Meter lang, 2,62 Meter breit) wird im August ein neuer Rettungsschuppen fertig.

1886

Warnemünde erhält ein neues 9,6-Meter-Ruderrettungsboot.

1894

Ost- und Weststation erhalten neue Rettungsschuppen, die Oststation zusätzlich ein neues Ruderrettungsboot.

1896

Im September kommt ein neues 9,7-Meter-Boot zur Station.

1904

Für die Weststation entsteht an der alten Hafeneinfahrt ein neuer Rettungsschuppen. Die Oststation erhält ein neues, leichteres Boot samt Transportwagen.

1907

Das auf der Oststation liegende Boot wird in JOHANNES MÜHLENBRUCH umbenannt. Die Weststation erhält das neue Ruderrettungsboot DR. FRIEDRICH WITTE.

1913

Die Weststation erhält im Dezember eines der ersten Motorrettungsboote, die OTTO LUDEWIG.

1936

Die Ruderrettungsboot- und Raketenstation Ost wird aufgelöst. Für die OTTO LUDEWIG wird am Ende der alten Ablaufbahn ein Unterstellschuppen errichtet.

1945

Am Ende des Zweiten Weltkriegs geht die Station verloren.

1953

Das staatliche Seefahrtsamt der DDR schafft erste Seenotrettungseinrichtungen. Warnemünde erhält das Motorrettungsboot STOLTERA I und zwei Schuppen am Liegeplatz.

1975

Der Seenotrettungskreuzer STOLTERA II kommt nach Warnemünde.

1990

Nach Reintegration der Station in ihre Rettungskette tauft die DGzRS am 27. November einen neuen 23-Meter-Seenotrettungskreuzer auf den Namen VORMANN JANTZEN.

1997

Der neue 23-Meter-Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER kommt nach Warnemünde. Die VORMANN JANTZEN wird zur Station Darßer Ort verlegt.

2003

Der 27,5-Meter-Seenotrettungskreuzer ARKONA aus Sassnitz löst die THEO FISCHER ab. Sie wechselt zum Darßer Ort.

Ihre Spende für die Seenotretter

5 Seenotretter sitzten an Deck der HORST HEINER KNETEN und genießen die Sonne

Crews & Stationen

Rund 180 fest angestellte und etwa 800 freiwillige Seenotretter sind in der Rettungsflotte tätig. Sie stehen trotz aller Technik im Mittelpunkt des Geschehens – mit ihrer selbstlosen Einsatzbereitschaft, ihrer hohen Qualifikation und ihrem Mut, bei jedem Wetter hinauszufahren.

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