Feuer auf Segelyacht vor Hooksiel – Seenotretter bringen Boot und Besatzung in Sicherheit

Nach einem Feuer auf einer Segelyacht vor der Küste des Wangerlands haben die Seenotretter das Boot und die zweiköpfige Besatzung am Donnerstagnachmittag, 19. Juni 2025, sicher in den Hafen gebracht. Im Einsatz war der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN/Station Hooksiel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN im Einsatz auf See

Der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN der DGzRS-Station Hooksiel war nach einem Brand auf einer Segelyacht im Einsatz vor der Küste des Wangerlands. (Foto: Alexander Krüger)

Gegen 16.35 Uhr alarmierte der Skipper des etwa zehn Meter langen Bootes die Seenotretter. An Bord war offenbar ein Kabelbrand ausgebrochen. Zu dieser Zeit befand sich die Segelyacht nahe der Ansteuerung Hooksiel, etwa eine halbe Seemeile (knapp einen Kilometer) von der Hafeneinfahrt und rund zwei bis drei Kabel (etwa 400 bis 500 Meter) von der Tonne H3 entfernt.

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte sofort den in Hooksiel stationierten Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN. Er ist unter anderem auch mit einer leistungsstarken Feuerlöschanlage ausgerüstet. Die BERNHARD GRUBEN legte unverzüglich ab und nahm Kurs auf den Havaristen.

Dem Mann (31) und der Frau (30) an Bord der Segelyacht gelang es unterdessen, das Feuer mit einem kleinen Feuerlöscher zu ersticken. Sie flüchteten sich anschließend auf das Vorschiff. Als der Seenotrettungskreuzer bereits wenige Minuten darauf eintraf, hatten die Segler den Anker geworfen.

Mit dem Tochterboot JOHANN FIDI übergaben die Seenotretter sicherheitshalber einen weiteren Feuerlöscher. Dieser wurde jedoch nicht mehr benötigt. Sie nahmen die Segelyacht in Schlepp und brachten Schiff und Besatzung sicher in den Hooksieler Außenhafen.

Dorthin hatten sie bereits Feuerwehr und Rettungsdienst an Land bestellt. Das Seglerpaar kam mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation ins Krankenhaus. Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel gingen im Hafen an Bord der Segelyacht. Mit einer Wärmebildkamera stellten sie fest, dass der Brand tatsächlich erfolgreich gelöscht worden war.

Zur Einsatzzeit herrschten nordwestliche Winde um vier Beaufort (bis 28 km/h Windgeschwindigkeit) und ruhige See. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

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Aktuelle Seenotfälle
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Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
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