ÜBER DIE STATION

Juist

Juist ist eine der beiden ältesten Stationen des organisierten Seenotrettungswesens in Deutschland. Der erste regionale Vorläuferverein der DGzRS, gegründet 1861 in Emden für die ostfriesische Küste, richtete noch im gleichen Jahr auf Juist eine Rettungsstation ein. Einige Zeugnisse erinnern an die lange Geschichte der Seenotretter auf der Insel. Heute ist auf Juist die HANS DITTMER stationiert, ein Seenotrettungsboot der modernen 9,5-/10,1-Meter-Klasse.

Rund zehn freiwillige Seenotretter um Vormann Hauke Janssen-Visser sind auf der Station Juist im Einsatz. Ihr Kernrevier ist das Wattenmeer zwischen der Insel und dem ostfriesischen Festland sowie der Nachbarinsel Norderney. Die tidenabhängigen Inselfähren, Ausflugsschiffe, Fischkutter sowie im Sommerhalbjahr einige Segel- und Motorboote bestimmen den Schiffsverkehr vor Juist.

Zwei ehemalige Stationsgebäude der Seenotretter sind auf Juist erhalten: In den Haakdünen steht der alte Rettungsschuppen der Weststation, er ist heute nicht mehr zugänglich. Der alte Rettungsschuppen im Ostdorf wiederum wurde zu einem Wohnhaus umgebaut.

Station Juist

Seenotrettungs­boot HANS DITTMER
Ruf­zeichen DK 7002
Stammbesatzung Freiwillige
Vormann Hauke Janssen-Visser
Liegeplatz Hafen, Nordkaje
Stationsgebäude Otto-Mann-Haus, Am Hafen
Seenotrettungsboot im Einsatz auf hoher See
Rettungsboot auf See
Seenotrettungsboot im Einsatz fährt in voller Fahrt auf den Betrachter zu
Seenotrettungsboot HANS DITTMER im Einsatz bei hohem Seegang

Fotos: Benedikt Nickel (1); Stephan Mühr (2); Elibertus Stürenburg (3); Felix Kersten (4)

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Werfen Sie einen Blick auf das, was die DGzRS-Station Juist für Sie zum Tag der Seenotretter 2020 vorbereitet hat.

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Taufankündigung Juist SRB 66

Unser Seenotrettungsboot

Die HANS DITTMER

Das Seenotrettungsboot HANS DITTMER gehört zur 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Es wurde 2017 von der Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser abgeliefert und im April 2017 auf Juist getauft. Benannt ist die HANS DITTMER nach einem Spender, aus dessen Nachlass die DGzRS den Bau finanziert hat.

9,5-/10,1-Meter-Seenotrettungs­boot

Abbildung, 9,5-10,1-Meter Seenotrettungsboot ohne Wasserlinie
Länge 10,10 Meter
Breite 3,61 Meter
Tiefgang 0,96 Meter
Verdrängung 8 Tonnen
Leistung 380 PS
Geschwindigkeit 18 Knoten
Aktuelles

Aus dem Stationsbuch

Motorboot in der Elbmündung gesunken

Zwei Männer gerieten am Sonntag, den 10. Mai 2020, mit ihrem Neun-Meter-Boot auf der Nordsee bei Trischen in Seenot. Die Besatzung des in Cuxhaven stationierten Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER brachte den Havaristen sicher in den Hafen.

Weiterlesen
HISTORIE

Geschichte der Station Juist

1861

Bei der Stationsgründung sind ein Rettungsschuppen und ein 20'-Francis-Boot vorhanden.


1866

Auf den Stationen Ostland und Westland sind je ein 26'-Francis-Boot des regionalen Emder Vereins für die Ostfriesische Küste vorhanden. Die Mörserstation wird aufgelöst.


1867

Im Westen der Insel wird ein neuer Rettungsschuppen aus Stein errichtet.


1868

Die DGzRS übernimmt die Station und stationiert als Ersatz für den Mörser einen modernen Raketenapparat im Ostland.


1870/71

Als Raum für Retter und Gerettete entsteht ein neuer Schuppen. Außerdem wird eine Telegrafenstation eingerichtet.


1880

Bootsname der Station Westland genannt: MAGDEBURG

 

1882

Bootsname der Station Ostland genannt: LEER

 

1883

Die Station Westland erhält ein neues Boot: Es ist 7,5 Meter lang, 2,46 Meter breit, hat 0,78 Meter Tiefgang, statt Kiel eine Kielsohle und zum Segeln ein Stahlschwert.


1894

Die Station Nord erhält ein 8,5-Meter-Boot nebst Transportwagen. Das alte Boot kommt nebst Wagen zur Station Ost.


1895

Bootsname der Station West genannt: FRANKFURT AM MAIN

 

1901

Im Juli erhält die Station ein neues 8-Meter-Boot.


1908

Die Station Ost erhält zwei neue Raketenwagen.


1911

Beim Dorf wird ein Ausguck errichtet.


1913

Im Januar wird ein neuer Schuppen für die Station West fertig und abgenommen.


1921

Das Rettungsboot FRANKFURT AM MAIN wird außer Dienst gestellt. Von der jetzt dänischen Station Juvre (Nordfriesland) kommt als Ersatz das Boot WALPODEN AUS MAINZ nach Juist.


1940

Juist erhält das erste Motorrettungsboot der Insel, die HEINRICH TIARKS (I).


1942

Das Motorrettungsboot AUGUST NEBELTHAU (II), ex HAMBURG (I), kommt zur Station.


1944

Die DGzRS stationiert das Motorrettungsboot AUGUST NEBELTHAU (III), ex BREMEN, und das Motorrettungsboot HEINRICH TIARKS (II) auf Juist.


1945

Das Motorrettungsboot HEINRICH TIARKS (III) wird am 1. Februar auf den Namen JUIST umgetauft.


1952

Das Motorrettungsboot JUIST wechselt nach Friedrichskoog, nach Juist kommt das Motorrettungsboot HANS HARTMANN.


1957

Die Station wird aufgelöst. Die HANS HARTMANN geht außer Dienst, die JUIST wird Reserveboot.


1985

Die DGzRS richtet die Station mit dem Seenotrettungsboot ILKA neu ein.


1993

Juist erhält das neue Seenotrettungsboot JUIST. Es wird am 21. Juni getauft und in Dienst gestellt. Die ILKA wechselt im Juli als MÖVENORT (III) zur Station Freest.


2002

Im Hafen von Juist nimmt die DGzRS ein neues Stationsgebäude in Betrieb.


2006

Im Dezember erhält Juist das 9,5-Meter-Seenotrettungsboot WOLTERA (zuvor in Kühlungsborn stationiert). Die JUIST wechselt nach Schleswig, wo sie später in WALTER MERZ umbenannt wird.


2017

Im April stationieren die Seenotretter das neue 10,1-Meter-Seenotrettungsboot HANS DITTMER auf Juist. Die WOLTERA wechselt voraussichtlich nach Lippe/Weißenhaus.

Ihre Spende für die Seenotretter

5 Seenotretter sitzten an Deck der HORST HEINER KNETEN und genießen die Sonne

Crews & Stationen

Rund 180 fest angestellte und etwa 800 freiwillige Seenotretter sind in der Rettungsflotte tätig. Sie stehen trotz aller Technik im Mittelpunkt des Geschehens – mit ihrer selbstlosen Einsatzbereitschaft, ihrer hohen Qualifikation und ihrem Mut, bei jedem Wetter hinauszufahren.

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