Die Seenotretter haben eine bewegte – und bewegende – Geschichte.


Selbstlose Hilfsbereitschaft, moderne Rettungsmittel und gute Organisation sind die Grundlagen eines modernen Seenotrettungsdienstes. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts waren diese Voraussetzungen in unseren Gebieten von Nord- und Ostsee nicht gegeben. Doch die Idee einer einheitlichen, unabhängigen Organisation, die Menschen ohne Ansehen der Person und Ursache aus Seenot rettet, setzte sich durch.

Vom Ruderrettungsboot zum Seenotrettungskreuzer war es ein langer Weg. Trotz aller technischen Entwicklungen hat sich eines nicht geändert: Nach wie vor steht der Mensch im Mittelpunkt unserer Arbeit. Seine Bereitschaft zum Einsatz auf See für andere – trotz des damit verbundenen Risikos – war damals und ist auch heute noch die Voraussetzung für unsere Arbeit. Nicht weniger wichtig ist die Bereitschaft vieler Menschen im ganzen Land, dies finanziell und ideell zu unterstützen.

1860

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Nach schweren Schiffsunglücken an der Nordseeküste rufen Navigationslehrer Adolph Bermpohl und Rechtsanwalt Carl Kuhlmay zur Gründung eines Seenotrettungswerkes auf privater Basis auf. Bereits 1861 gründet Oberzollinspektor Georg Breusing in Emden den ersten deutschen regionalen Verein zur Rettung Schiffbrüchiger. Weitere Vereine folgen entlang der Küste. Für den Zusammenschluss der Vereine setzt sich maßgeblich der Bremer Redakteur Dr. Arwed Emminghaus ein.

1865

Schwarz-weiss Bild eines älteren Seemanns

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Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 29. Mai in Kiel. Sitz der DGzRS wird Bremen. Die Rettungsstationen sind mit einfachen Raketenapparaten, Hosenbojen und offenen Ruderbooten ausgestattet.

1911

Ein altes schwarz-weißes Bild eines Segelbootes

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Die Motorisierung der Rettungsflotte beginnt.

1939

Im Zweiten Weltkrieg ist die DGzRS-Rettungsflotte – gekennzeichnet mit dem roten Kreuz – unter dem Schutz der Genfer Konvention für „Freund und Feind“ gleichermaßen verstärkt im Einsatz.

1945

Mit der Teilung Deutschlands setzt die DGzRS den Seenotrettungsdienst in der Deutschen Bucht und in der Westlichen Ostsee fort. Der Seenotrettungsdienst der DDR wird dagegen staatlich organisiert.

1957

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Taufe des ersten neuzeitlichen Seenotrettungskreuzers mit Tochterboot: Mit Indienststellung der THEODOR HEUSS beginnt eine neue, wegweisende Ära im Bau moderner, vielseitig einsetzbarer Rettungsboote.

1967

Der Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL verunglückt im Einsatz bei Orkan vor Helgoland. Die vierköpfige Besatzung und drei zuvor gerettete niederländische Fischer kommen ums Leben.

1988

Die DGzRS hat bereits über 50.000 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahren befreit: Das entspricht der heutigen Bevölkerung der Stadt Passau (Bayern).

1990

Landkarte mit Einzeichnung der einzelnen Seenotretterstandorten

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Wiedervereinigung: Die DGzRS übernimmt wieder die Arbeit auf zunächst elf Stationen entlang der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Heute sind es 17.

1995

Zwei Schiffe der Seenotretter angelegt am Steg

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In der Orkannacht vom 1. auf den 2. Januar wird der Seenotrettungskreuzer ALFRIED KRUPP bei der Rückkehr von einem Einsatz von einer Grundsee erfasst. Zwei der vier Rettungsmänner bleiben auf See.

1999

Nach der Schließung von Norddeich Radio übernimmt die DGzRS die Rund-um-die-Uhr-Hörwache für den Not- und Dringlichkeitsverkehr auf UKW-Seefunk.

2015

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150 Jahre DGzRS: Rund 60 Rettungseinheiten sind im Einsatz. Die Rettungsflotte zählt zu den modernsten und leistungsfähigsten der Welt. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt steht nach wie vor der Mensch. Ohne den freiwilligen Einsatz erfahrener Seenotretter wäre die Arbeit der DGzRS auch heute nicht vorstellbar.

Bis heute (2021) haben die Seenotretter rund 86.000 Menschen schnelle Hilfe gebracht – ungefähr so viele wie die Stadt Gießen (Hessen) Einwohner hat.

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Botschafter

Zahlreiche Prominente setzen sich öffentlich für die Arbeit der Seenotretter auf Nord- und Ostsee ein.

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