ÜBER DIE STATION

Büsum

Südlich von St. Peter-Ording liegt die Station Büsum in Dithmarschen. Von dort aus fährt der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM seine Einsätze. Bei Sturmflutgefahr liegt er allerdings „draußen“, denn dann wird Büsum durch ein Sperrwerk gegen die drohenden Fluten geschützt. Der Büsumer Hafen ist auch heute noch Liegeplatz zahlreicher Krabbenfischer. So sind die Büsumer Seenotretter vor allem für Fischereifahrzeuge im Einsatz.

Als zweitgrößter Hafen (nach Brunsbüttel) an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste zieht Büsum viele Urlauber an. Eine Schiffsreise von hier nach Helgoland ist möglich. Mehrere Male im Jahr ist die THEODOR STORM für Gäste im Einsatz, die bei einem Spaziergang im Watt oder beim Schwimmen die Kraft der Nordsee und ihre sehr starke Strömung unterschätzt haben. Vormann Olaf Burrmann und seine Besatzung aus sechs weiteren Seenotrettern nehmen im Bedarfsfall auch freiwillige Seenotretter mit an Bord. 

Station Büsum

Seenotrettungs­kreuzer THEODOR STORM
Rufzeichen DBAI
Stammbesatzung 7
Vormann Olaf Burrmann
Liegeplatz Hafen-Westseite / Badestrand, nahe der Schleuse
Stationsgebäude Am Museumshafen 21
Seenotretter an Bord eines Arbeitsbootes bei hohem Seegang
Seenotrettungskreuzer auf hoher See bei gutem Wetter und ruhigem Seegang
Die NIS PUK im Einsatz und umschlungen vom spritzenden Wasser der Wellen
zwei Seenotretter legen Überlebensanzüge an

Fotos: Steven Keller (1-4)

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Werfen Sie einen Blick auf das, was die DGzRS-Station Büsum für Sie zum Tag der Seenotretter 2020 vorbereitet hat.

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Sturmfahrt der THEODOR STORM

Unser Seenotrettungskreuzer

Die THEODOR STORM

Ausgestattet mit einem 20-Meter-Kreuzer, bei dem nicht mehr an Bord gewohnt wird, bezog die Besatzung 2008 das alte Schleusenhaus direkt am Liegeplatz an der Hafen-Westseite in der Nähe des Badestrandes. Sandra Carstensen, Gattin des damaligen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter-Harry Carstensen, taufte die THEODOR STORM im August 2011 auf den Namen des großen norddeutschen Schriftstellers. Das Arbeitsboot heißt NIS PUK, treffend benannt nach einer hilfreichen Sagengestalt.

20-Meter-Seenotrettungskreuzer

Illustration eines Seenotkreuzers der 20-M-Klasse
Länge 19,90 Meter
Breite 5,05 Meter
Tiefgang 1,30 Meter
Verdrängung 40 Tonnen
Leistung 1.675 PS
Geschwindigkeit 22 Knoten
Aktuelles

Aus dem Stationsbuch

Vermisst

Seenotretter Jörg Reinhardt steht an Deck der THEODOR STORM und sucht mit dem Fernglas die Wasseroberfläche ab. Hoffnung hat er keine mehr.

Weiterlesen
Antke Reemts

Antke Reemts

HISTORIE

Geschichte der Station Büsum

1868

Auf der Station liegt das Segelrettungsboot BÜSUM, das wie eine Helgoländer Schellfisch-Schaluppe erbaut wurde. Es ist das älteste Segelrettungsboot der DGzRS. Das Boot liegt stets auslaufbereit im Hafen.

1883 

Ein neues Segel- und Ruderrettungsboot, ebenfalls mit Namen BÜSUM, kommt auf die Station. Gebaut wurde es auf der Schweers-Werft in Bardenfleth. Es handelt sich bereits um ein ganz gedecktes Boot mit vier Kojen und Pantry sowie für damalige Verhältnisse umfangreicher Ausrüstung.

1911 

In das zu diesem Zeitpunkt in Büsum stationierte Segelrettungsboot wird ein 22-PS-Motor eingebaut.

1926 

Ein kleiner Wellblechschuppen wird auf dem Gelände neben dem neuen Fischereihafen gebaut.

1938 

Das als Reserveboot in Wremertief stationierte Motorrettungsboot CARL LAEISZ (I) kommt nach gründlicher Überholung zur Station Büsum. Die THEODOR GRUNER war durch Bohrwurm stark beschädigt und musste abgelöst werden.

1942 

Als neues Boot kommt die CARL LAEISZ (II) zur Station. Die alte CARL LAEISZ (I) verlegt vorerst nach Neuharlingersiel.

1958 

Büsum und Friedrichskoog bilden zusammen die Station Dithmarschen. Die DGzRS verlegt die CARL LAEISZ (II) nach Wilhelmshaven. Das Motorrettungsboot HINDENBURG, das auf Seeposition liegt, nutzt beide Häfen als Versorgungspunkte.

1960 

Das Motorrettungsboot RICKMER BOCK kommt zur Station. Die HINDENBURG verlegt nach List/Sylt.

1972 

Als zweites Boot wird das Seenotrettungsboot ILKA stationiert. Es bleibt bis 1984 in Büsum.

1981 

Die RICKMER BOCK, 1944 in Dienst gestellt und 1950 umgetauft auf diesen Namen, wird vom neuen Seenotrettungskreuzer FRITZ BEHRENS abgelöst. Die RICKMER BOCK wird renoviert und als Museumsschiff auf dem Gelände der DGzRS-Zentrale in Bremen aufgestellt. Inzwischen ist sie in den Händen eines Vereins und wird in Büsum wieder als Motorrettungsboot präsentiert.

1994 

Im Hafen liegend wird die FRITZ BEHRENS von einem Ausflugsschiff gerammt und schwer beschädigt. Die an Bord wohnende Besatzung bleibt wie durch ein Wunder unverletzt. Der Seenotrettungskreuzer wird auf der Fr.-Lürssen-Werft in Bremen-Vegesack instandgesetzt. Das Tochterboot ist völlig zerstört und wird von der Schweers-Werft neu gebaut.

1996

Im Juli verlegt die DGzRS die FRITZ BEHRENS zur Station Greifswalder Oie. Vorübergehend kommt der Seenotrettungskreuzer HANS LÜKEN nach Büsum. Am 11. Oktober wird der neue Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK in Bremen-Vegesack getauft und im Dezember in Büsum stationiert.

2008 

Im Oktober beziehen die Seenotretter ihr neues Stationsgebäude, das alte Schleusenhaus. Der Seenotrettungskreuzer verlegt auf die andere Seite des Hafens.

2011 

Mitte Januar erhält Büsum den Neubau mit der internen Registriernummer SK 33. Der Seenotrettungskreuzer wird am 13. August auf den Namen THEODOR STORM getauft. Das Arbeitsboot erhält den Namen NIS PUK.

Ihre Spende für die Seenotretter

5 Seenotretter sitzten an Deck der HORST HEINER KNETEN und genießen die Sonne

Crews & Stationen

Rund 180 fest angestellte und etwa 800 freiwillige Seenotretter sind in der Rettungsflotte tätig. Sie stehen trotz aller Technik im Mittelpunkt des Geschehens – mit ihrer selbstlosen Einsatzbereitschaft, ihrer hohen Qualifikation und ihrem Mut, bei jedem Wetter hinauszufahren.

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