Seenotretter und Zollschiff für erkrankten Seemann im Einsatz

Die Seenotretter der Station Deutsche Bucht/Helgoland der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und die Besatzung des Zollschiffes „Borkum“ waren in der Nacht von Sonntag auf Montag, 8./9. März 2026, für einen Seemann eines Offshore-Versorgers im Einsatz. Nach einer schweren allergischen Reaktion musste der Mann dringend in einem Krankhaus versorgt werden.

ein hell erleuchteter Seenotrettungskreuzer bei Nacht

Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE übernahm den erkrankten Seemann fünfzig Seemeilen nordwestlich von Helgoland Foto: DGzRS/Zoll

Der Kapitän des Offshore-Versorgers hatte sich in der Nacht bei der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, gemeldet. An Bord seines Schiffes litt ein Seemann unter einer schweren allergischen Reaktion. 

Nach Beratung durch den medizinischen Arbeitsplatz im MRCC Bremen wurde zunächst eine Abbergung des Seemanns per Hubschrauber vorgesehen. Aufgrund der herrschenden Wetterlage an den möglichen Hubschrauber-Startpunkten kam dies jedoch nicht in Frage.

Alarmiert wurde der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE auf der 75 Seemeilen (135 Kilometer) entfernten Insel Helgoland. Im Revier des Offshore-Versorgers befand sich auch das Zollschiff „Borkum“, das MRCC Bremen sofort Unterstützung anbot. An Bord befand sich ein Rettungssanitäter. Die „Borkum“ übernahm den Seemann und lief der HERMANN MARWEDE entgegen, die mit einem freiwilligen Seenotarzt an Bord auslief. 

Das Tochterboot des Zollschiffes "Borkum" geht bei der HERMANN MARWEDE längsseits.

Etwa 50 Seemeilen von Helgoland entfernt (90 Kilometer) trafen sich die beiden Schiffe. Mit dem Tochterboot der „Borkum“ wurde der Patient zum Seenotrettungskreuzer gebracht. Der Zustand des Seemannes war zu diesem Zeitpunkt ernst, aber stabil.

Der Arzt übernahm im Bordhospital des Seenotrettungskreuzers die weitere medizinische Versorgung. Gegen 3.30 Uhr wurde der Seemann ins Inselkrankenhaus Helgoland eingeliefert. 

Die Übernahme des Patienten wurde durch relativ ruhige See erleichtert. In der Nacht herrschten Lufttemperaturen von 5,5 Grad Celsius.
 

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