Notfall auf Schweden-Fähre – Seenotretter für schwer erkrankten Passagier im Einsatz

Auf der Ostsee vor Warnemünde sind die Seenotretter in der Nacht zu Donnerstag, 18. Dezember 2025, einem schwer erkrankten Passagier einer Schweden-Fähre zu Hilfe gekommen. Der Seenotrettungskreuzer ARKONA der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) barg den Patienten ab und brachte ihn sicher an Land.

Ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer mit dem Schriftzug SAR fährt mit hoher Geschwindigkeit durch aufgewühlte See, Wasser spritzt seitlich am Bug hoch. Auf dem Schiff sind Antennen und Rettungsausrüstung sichtbar, am Aufbau steht der Name ‚Arkona‘. Im Hintergrund erstreckt sich die offene Meeresfläche unter einem hellblauen Himmel.

Der Seenotrettungskreuzer ARKONA der DGzRS war im Einsatz für einen schwer erkrankten Passagier einer Ostseefähre.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS, Alexander Krüger

Die schwedische Leitstelle für Notfälle auf See meldete sich in der Nacht bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen. An Bord der unter schwedischer Flagge fahrenden Fähre „Finnswan“ benötigte ein 53-jähriger Passagier medizinische Hilfe. Das 219 Meter lange Schiff war unterwegs vom schwedischen Malmö ins deutsche Travemünde. 

Die Rettungsleitstelle See alarmierte die Besatzung des in Warnemünde stationierten Seenotrettungskreuzers ARKONA. Mit zusätzlichem Notarzt und Notfallsanitäter an Bord nahmen die Seenotretter Kurs auf die „Finnswan“. Die Fähre wich von ihrem eigentlichen Kurs nach Travemünde ab und lief den Seenotrettern entgegen. 

Knapp fünf Seemeilen (etwa neun Kilometer) vor Warnemünde ging der Seenotrettungskreuzer westlich nahe der Ansteuerungstonne Rostock bei der Fähre längsseits. Die Übergabe des Patienten verlief bei relativ ruhiger See und einer schwachen Brise von drei Beaufort aus süd-südwestlicher Richtung reibungslos. 

MRCC Bremen forderte einen Rettungswagen zum Liegeplatz der ARKONA an. Dort übergaben die Seenotretter den Patienten zur weiteren Versorgung an den Rettungsdienst an Land. Ein Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus.

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Nächtliche Szene auf dem Wasser: Im linken Vordergrund ist die Steuerbordseite des Tochterbootes Notarius zu sehen, dessen grünes Positionslicht sowie Hafenbeleuchtung auf dem rot-weißen Lack reflektiert. Die Lichter des Hafens spiegeln sich zudem farbig im dunklen Wasser. In der Bildmitte, etwa 50 Meter vor dem Tochterboot, sieht man das Heck eines nur spärlich durch Notbeleuchtung beleuchteten Schiffes – des Havaristen. Ganz schwach ist darauf der Schriftzug „Kalkgrund“ zu erkennen. Die Wellen kräuseln sich leicht hinter dem Havaristen, der auf den Hafen zusteuert.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Wachschiff mit Maschinenproblemen

In der Nacht zum Donnerstag, 19. März 2026, sind die Seenotretter einem Wachschiff der Offshore-Windindustrie mit Maschinenproblemen östlich von Rügen zu Hilfe gekommen.

Nacht; Blick durch das Bullauge eines Seenotrettungskreuzers auf einen im Schlepp befindlichen Fischkutter. Zur Seite: Seenotretter bringen manövrierunfähigen Fischkutter sicher nach Büsum

Die Seenotrettungskreuzer EISWETTE und THEODOR STORM haben einen Fischkutter mit Maschinenschaden sicher nach Büsum gebracht.

Ein Seenotrettungskreuzer bei Nacht in dichtem Nebel auf der Nordsee. Zur Seite: Seenotretter gemeinsam mit Zoll im Einsatz für Seemann von Windpark-Errichterschiff

Die Seenotretter der DGzRS-Station Borkum waren in der Nacht vom 9. auf den 10. März 2026 für einen schwer erkrankten Seemann im Einsatz.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.