Starker Hafen für starke Retter: Neue Infrastruktur für die Seenotretter in Rostock-Warnemünde

Pressemitteilung der Hansestadt Rostock

Mit dem heutigen Tag wird in Rostock-Warnemünde ein wichtiger Meilenstein für die Seenotretter und für die maritime Sicherheit an der Ostseeküste gefeiert: Der sanierte und modernisierte Liegeplatz 23 im Alten Strom sowie das neue Betriebsgebäude für den Seenotrettungskreuzer ARKONA der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurden offiziell durch den Hafensenator Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Hafenkapitän Falk Zachau sowie DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler und Mario Lange, Vormann der ARKONA, in Betrieb genommen.

„Mit dem Abschluss dieses Projekts übergeben wir nicht nur einen modernen, leistungsfähigen Liegeplatz – wir setzen auch ein klares Zeichen für die nachhaltige Unterstützung der Seenotretter und den Schutz von Menschenleben auf See“, betont der für das Hafen- und Seemannsamt zuständige Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski.

Die neue Anlage ist auf die Anforderungen verschiedener Klassen von Seenotrettungskreuzern der DGzRS ausgelegt, beispielsweise im Vertretungsfall während einer Werftzeit. Die Maßnahme stellt die Einsatzbereitschaft der DGzRS in Warnemünde langfristig sicher. Ergänzt wird der Liegeplatz durch ein neues Betriebsgebäude, das im Auftrag der DGzRS errichtet wurde.

Die durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock, vertreten durch das Hafen- und Seemannsamt, veranlassten wasserbaulichen Arbeiten zur Modernisierung des Anlegers begannen im Oktober 2023 mit dem Rückbau der alten Anlagen. Bereits ab November 2023 folgten die Rammarbeiten für Dalben- und Tragpfähle. Im Dezember starteten die Stahlbauarbeiten für die Unterkonstruktion des Stegs, gefolgt von den Holzbauarbeiten ab Februar 2024. Dank reibungsloser Abläufe und effizienter Koordination konnten die Bauarbeiten deutlich vor dem geplanten Termin abgeschlossen werden – die Abnahme der wasserbaulichen Arbeiten erfolgte bereits im März 2024.

Mit dem Bau des neuen Betriebsgebäudes der DGzRS konnte im Oktober 2024 begonnen werden. Die Fertigstellung des Funktionsgebäudes erfolgte im Mai 2025. „Der Ersatzneubau ist notwendig geworden, weil der in den 1990er Jahren errichtete hölzerne Vorgängerbau nach jahrzehntelanger Nutzung verrottet war. Das Gebäude ist erforderlich, weil unser massiver, 1904 in Backsteinbauweise errichteter Rettungsschuppen auf der Mittelmole steht, also ein erhebliches Stück entfernt“, erläutert DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler. Der kleine Neubau umfasst einen Werkstattbereich für die Wartung der persönlichen Schutzausrüstung der Seenotretter, eine Nasszelle (Dusche/WC) und ein kleines Büro. Die Energieversorgung wird durch Photovoltaik unterstützt.

Während der Bauarbeiten an Liegeplatz und Betriebsgebäude hat der Seenotrettungskreuzer ARKONA im südlichen Teil des Alten Stroms an der Mittelmole festgemacht.

Die Gesamtkosten für den neuen Anleger belaufen sich auf 1,1 Mio. €, die die Hanse- und Universitätsstadt Rostock trägt. Die Umsetzung erfolgte mit Unterstützung regionaler Unternehmen. 

Die Inbetriebnahme markiert einen weiteren Schritt zur Stärkung der maritimen Infrastruktur Rostocks – und unterstreicht die Bedeutung der Seenotretter für die Region.
 

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