Seenotretter trainieren den Ernstfall vor Rügen

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Lauterbach 2024 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Ausrichter der Übung vom 25. bis 28. September 2024 ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Neun Rettungseinheiten der DGzRS sowie einige externe Schiffe und Hubschrauber nehmen daran teil.

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Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboot mit Fischkutter

Die Seenotretter trainieren bei der SAREx Lauterbach vom 25. bis 28. September in mehreren Szenarien beispielsweise Verletzte zu retten oder Schiffe vor dem Kentern zu bewahren. 

Während der SAREx trainieren die Seenotretter vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Die genauen Szenarien werden den beteiligten Besatzungen erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um möglichst realistische Situationen zu erzeugen. Auch die medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der geplanten Trainings an den Kernübungstagen Freitag und Samstag. 

Unterstützt wird die SAREx durch Verletztendarsteller des Teams ETG (Emergency Training Group = Notfall-Trainings-Gruppe) von I.S.A.R. Germany. Am Donnerstag trainieren die beteiligten Besatzungen im Wechsel wichtige Handgriffe und Fertigkeiten im Hafen an Bord und an Land, darunter die Übergabe Schiffbrüchiger von Schiff zu Schiff, die Rettung aus engen Schiffsinnenräumen, international einheitliche SAR-Einsatzverfahren wie Suchmuster und Führungsaufgaben sowie technische Navigation.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Havarien und Unglücke sind jederzeit möglich. Als umfassende und zuständige Organisation für sämtliche Maßnahmen des maritimen Such- und Rettungsdienstes auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit. Ständiges Training ist entscheidend für den erfolgreichen Einsatz. Größere Übungen dieser Art fanden in den vergangenen Jahren auch in der Lübecker Bucht, in der Eckernförder Bucht, vor Büsum und Wilhelmshaven statt.

An der SAREx Lauterbach 2024 teilnehmen werden die Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE (Station Sassnitz), BERLIN (Station Laboe), HANS HACKMACK (Springer auf verschiedenen Stationen) und ARKONA (Station Warnemünde), ferner von den Freiwilligen-Stationen die Seenotrettungsboote ERICH KOSCHUBS (Station Travemünde), NAUSIKAA (Station Vitte/Hiddensee), GERHARD ELSNER (Station Lauterbach), EVA AHRENS-THIES (Station Ueckermünde) sowie das Trainingsboot MERVI der DGzRS-Trainingsflotte.

Außerdem werden ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger und ein Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter bei der Übung dabei sein. Für realistische Szenarien stehen mehrere Schiffe als Havaristendarsteller zur Verfügung.

Im Kommunalhafen informieren ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DGzRS am Freitag und Samstag über die Arbeit der Seenotretter.

AKTUELLE NEUIGKEITEN

Hubschrauber und Seenotrettungskreuzer, ein Mann an einem Windenseil. Zur Seite: Großübung der Seenotretter in der Eckernförder Bucht erfolgreich abgeschlossen

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat vom 16. bis 19. September 2026 die SAREx Eckernförde 2026 (Search and Rescue Exercise) - eine große Such- und Rettungsübung - durchgeführt. Neun DGzRS-Einheiten sowie Schiffe und Hubschrauber von Partnerorganisationen waren im Einsatz.

Eine Person auf einer Trage wird von Seenotrettern von einem Schiff auf einen Seenotrettungskreuzer übergeben. Zur Seite: Seenotretter trainieren komplexe Rettungseinsätze auf der Ostsee

DGzRS richtet mehrtägige Such- und Rettungsübung vor Eckernförde aus

Besucherinnen und Besucher stehen bei sonnigem Wetter in einer Warteschlange vor einem Seenotrettungskreuzer im Hafen. Der Schiffsname Nis Randers ist gut sichtbar am Aufbau angebracht. Im Hintergrund sind Hafenanlagen und Boote zu erkennen, darüber ein klarer blauer Himmel mit wenigen Wolken.  . Zur Seite: DGzRS begeht erfolgreich ihren Tag der Seenotretter 2026

Rund 40.000 Besucher auf Stationen an Nord- und Ostsee besuchen Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote, informieren sich beim Open Ship aus erster Hand über die Arbeit der Seenotretter und kommen mit den Besatzungen ins Gespräch.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See

Das Seenotretter-Logbuch

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