Feuer auf Tanker vor Kühlungsborn – Seenotretter bringen siebenköpfige Besatzung in Sicherheit

Der 73 Meter lange deutsche Öl- und Chemikalientanker „Annika“ hat Feuer an Bord. Das Schiff befindet sich derzeit (Freitag, 11. Oktober 2024, 10.30 Uhr) nordöstlich von Kühlungsborn in der Ostsee. Die von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) betriebene Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, hat umfangreiche Maßnahmen eingeleitet.

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Der Seenotrettungskreuzer ARKONA/DGzRS-Station Warnemünde ist an der Brandbekämpfung beteiligt.

Das Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI, derzeit auf der DGzRS-Station Kühlungsborn stationiert, hat alle sieben Besatzungsmitglieder um kurz nach 10 Uhr abgeborgen.

Am Havaristen sind der Seenotrettungskreuzer ARKONA der DGzRS-Station Warnemünde, der vom Bundesverkehrsministerium gecharterte Hochseebergungsschlepper „Baltic“ und das Mehrzweckschiff „Arkona“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung und haben mit den Brandbekämpfungsmaßnahmen begonnen. Auf dem Weg sind zahlreiche weitere Fahrzeuge und mehrere Hubschrauber.

Um kurz nach 9 Uhr war die Alarmierung über Funk bei den Seenotrettern eingegangen. Vor Ort herrschen derzeit westliche Winde mit fünf Beaufort (bis zu 38 km/h) bei einer Wassertemperatur von 10 Grad. Schwarzer Rauch ist weithin bis an die Küste sichtbar.

Das Havariekommando des Bundes hat die Gesamteinsatzleitung für alle weiteren Maßnahmen übernommen.

Aktualisierung 16 Uhr:

Der Maschinenraum des Tankers brennt weiterhin. Feuerwehrleute aus Rostock, Kiel und Lübeck haben die Lage an Bord erkundet. Die Gesamteinsatzleitung hat entschieden, die Brandbekämpfung an einem Liegeplatz von Land aus fortzusetzen. Als Liegeplatz wurde Rostock ausgewählt. Dorthin soll der Havarist geschleppt werden. Weitere Informationen: www.havariekommando.de

Am Einsatz beteiligte Einheiten:

  • Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI/derzeit DGzRS-Station Kühlungsborn
  • Seenotrettungskreuzer ARKONA/DGzRS-Station Warnemünde
  • DGzRS-Trainingsschiff CARLO SCHNEIDER, derzeit im Hafen Kühlungsborn
  • Notschlepper „Baltic“ (vom MRCC Bremen der DGzRS zum On-Scene Co-ordinator, OSC, bestellt)
  • Mehrzweckschiff „Arkona“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung
  • Feuerlöschboot „Albert Wegener“ der Berufsfeuerwehr Rostock
  • Einsatzschiff der Bundespolizei „Neustadt“, Wasserschutzpolizeiboote „Fehmarn“ und „MV 4“ (alle zur Absicherung)
  • Schlepper „VB Baltic“
  • SAR-Hubschrauber der Marineflieger
  • Bundespolizeihubschrauber
  • Ölaufklärungsflugzeug der Marineflieger

 

Aktualisierung 12.10.:

Das Havariekommando teilte in den frühen Morgenstunden mit, dass der Brand an Bord gelöscht werden konnte, nachdem der Tanker "Annika" in den Rostocker Überseehafen geschleppt worden war. Die Ladung des Schiffes sei vom Brand nicht betroffen worden. Das Havariekommando beendete die Gesamteinsatzleitung.

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Aktuelle Seenotfälle
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Ungewöhnlicher Einsatz für die freiwilligen Seenotretter der Station Maasholm: Mit dem Seenotrettungsboot HELLMUT MANTHEY haben sie auf der Schlei ein manövrierunfähiges Amphibienfahrzeug eingeschleppt.

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Ungewöhnlicher Einsatz für die Seenotretter der Station Büsum: Vor dem schleswig-holsteinischen Hafenort haben sie einen Rehbock aus einer ausweglosen Lage befreiten.

Blick in die Rettungsleitstelle See, ein Einsatzleiter blickt auf viele Bildschirme. Zur Seite: Motorbootfahrer retten über Bord gestürzten Segler

An Bord zurückgebliebene Mädchen alarmieren über Funk

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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