Seenotretter finden vermissten Einhandsegler bei Fehmarn wohlauf

Die Suche nach einem überfälligen Segler ist am Sonntagabend, 6. Juli 2025, auf der Ostsee gut ausgegangen. Die Besatzung des Seenotrettungsbootes HELENE der Freiwilligenstation Fehmarn der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fand den Mann und sein Boot südöstlich von Fehmarn. Maschinen- und Elektronikausfall bei nahezu völliger Flaute hatten dazu geführt, dass eine Bekannte ihn als überfällig gemeldet hatte.

Im Vordergrund ist ein rot-weißes Seenotrettungsboot auf See zu sehen. Es schleppt bei ruhiger See unter dunklem Himmel eine Segelyacht. Neben der Segelyacht fährt ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer.

Mit dem Seenotrettungsboot HELENE der Freiwilligenstation Fehmarn schleppen die Seenotretter eine Segelyacht mit Maschinen- und Elektronikausfall nach Burgstaaken. Begleitet wird der Schleppverband vom Seenotrettungskreuzer FELIX SAND der Station Grömitz.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 20 Uhr informierte eine Frau die Rettungsleitstelle See der DGzRS, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, dass ihr Bekannter von Gedser auf der dänischen Insel Falster nach Burg segeln wollte. Auf Fehmarn war der Einhandsegler jedoch entgegen seiner Törnplanung bisher nicht angekommen. In einem Telefonat einige Stunden zuvor hatte er ihr zudem von Maschinen- und Elektronikausfall berichtet. Die Rettungsleitstelle See startete umgehend eine umfassende Suche. Außerdem bat sie die Schifffahrt in dem betroffenen Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit. 

Mit den Seenotrettungsbooten KONRAD-OTTO/Station Kühlungsborn, HEILIGENHAFEN/Station Heiligenhafen, HELENE/Station Fehmarn und ROMY FRANK/Station Fehmarn sowie den Seenotrettungskreuzern FELIX SAND/Station Grömitz und BREMEN/Station Warnemünde der DGzRS suchten die Seenotretter nach dem Skipper und seiner rund elf Meter langen Yacht. An dem Einsatz beteiligten sich unter anderem auch Behördenschiffe und zwei dänische Rettungseinheiten. Die Rettungsleitstelle See der DGzRS bestimmte das Bundespolizeischiff „Bayreuth“ zum On-Scene-Coordinator (OSC) – es leitete die Suche vor Ort. 

Gegen 21 Uhr empfing die Verkehrszentrale „Fehmarn Belt Traffic“ ein möglicherweise passendes Radarsignal auf einer Position knapp sechs Seemeilen (rund elf Kilometer) südöstlich der Insel Fehmarn. Dort fanden die Seenotretter mit der etwa 38 Knoten (rund 70 km/h) schnellen HELENE schließlich das gesuchte Fahrzeug. Es trieb mit Maschinenschaden in einer Flaute. Der Skipper war wohlauf. Er hatte aufgrund des Ausfalls der gesamten Bordelektronik und Kommunikationsmittel keinen Kontakt mehr aufnehmen können. Die Seenotretter schleppten die Segelyacht nach Burgstaaken auf Fehmarn.

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