Teams & Stationen


Wilhelmshaven

Das Revier der Freiwilligen-Station Wilhelmshaven umfasst den Jadebusen und die Innenjade bis zum Fischerort Hooksiel. Wilhelmshaven ist nach Hamburg und Bremerhaven die bedeutendste Hafenstadt an der deutschen Nordseeküste – dort befindet sich der größte Erdölumschlaghafen, der größte Standort der Deutschen Marine und mit dem „JadeWeserPort“ der einzige tideunabhängige Containerterminal Deutschlands. Dementsprechend sind in dem tiefen Fahrwasser der Jade viele Handels- und Marineschiffe, Tanker sowie Versorger und Errichterschiffe für Offshore-Windkraftanlagen unterwegs. Daneben befahren Kutter, Segler und Fahrgastschiffe das Seegebiet.

In seinem Revier: das Seenotrettungsboot PETER HABIG Foto: Sven Claußen

Der Jadebusen mit seinen Watt- und Flachwassergebieten wird dagegen vor allem von der Freizeitschifffahrt und Surfern genutzt. Bei südwestlichen Winden baut sich dort schnell eine steile See auf, die zusammen mit der starken Tideströmung zu gefährlichen Situationen führen kann. Auch deshalb machen die 21 freiwilligen Seenotretter um Vormann Erwin Clausen mit dem 10,1 Meter langen Seenotrettungsboot PETER HABIG regelmäßig Kontrollfahrten in ihrem Revier.

Gebaut wurde PETER HABIG 2019 auf der Werft Tamsen Maritim in Rostock. Seinen Liegeplatz hat das Seenotrettungsboot an einer Pontonanlage im Nassauhafen. Benannt ist das moderne Spezialschiff nach einem Spender, der die Seenotretter in seinem Nachlass bedacht hatte.


Termine in Wilhelmshaven


Aus dem Stationsbuch




Karte


Geschichte der Station


1870 Ein erstes hölzernes Ruderrettungsboot (30'-Peake-Boot, zehn Riemen) wird stationiert.

1876
Das alte Boot wird außer Dienst gestellt. Die Ruderrettungsboote BERLIN und BONN werden stationiert.

1877
Am Torpedohafen wird ein neuer Rettungsschuppen für zwei Ruderrettungsboote fertiggestellt.

1881
Das Ruderrettungsboot BONN wird bei einer Einsatzfahrt beschädigt und kommt zur Reparatur nach Rönnebeck. Als Ersatz wird ein größeres Rettungsboot zur Station verlegt.

1888
Ende des Jahres erhält die Station einen neuen Rettungsschuppen an der Schleuse zum Neuen Hafen.

1897
Die BERLIN wird durch ein neues, kleineres Boot ersetzt.

1913
Im Oktober erhält Wilhelmshaven das neue 8,5-Meter-Boot GROSSHERZOG FRIEDRICH AUGUST.

1930
Mitte März wird das offene Motorrettungsboot LOTSENKOMMANDEUR VON KROHN zur Station gebracht.

1937
Die LOTSENKOMMANDEUR VON KROHN wird zu einem halbgedeckten Boot umgebaut.

1943
Bei einem Luftangriff auf Wilhelmshaven wird die Station am 10. Juni zerstört.

1958
Wegen des zunehmenden Öltankerverkehrs vor Wilhelmshaven richtet die DGzRS die Station wieder ein und stationiert zunächst das Motorrettungsboot GEHEIMRAT SARTORI. Im selben Jahr folgt ihm das Motorrettungsboot CARL LAEISZ.

1959
Das Motorrettungsboot BORKUM kommt nach Wilhelmshaven.

1963
Die BORKUM geht außer Dienst. Das Motorrettungsboot WESER, bisher Station Laboe, vom gleichen Typ wird ihr Nachfolger.

1969
Der neue Seenotkreuzer HANS LÜKEN mit Tochterboot ABELIUS ersetzt das außer Dienst gestellte Motorrettungsboot WESER.

1980
Die HANS LÜKEN wird nach Langeoog verlegt und durch den neuen 23,3-Meter-Seenotkreuzer EISWETTE (I) ersetzt.

1985 Die EISWETTE (I) wechselt nach Amrum. Wilhelmshaven erhält den 23,3-Meter-Seenotkreuzer MINDEN.

1989
Im April tauft die DGzRS den 27,5-Meter-Seenotkreuzer VORMANN STEFFENS für Wilhelmshaven und verlegt die MINDEN nach List/Sylt.

1993 Zusätzlich kommt das neue 8,5 Meter lange Seenotrettungsboot OTTO BEHR zur Station.

1994 Im Dezember wird die VORMANN STEFFENS nach Hooksiel verlegt. Sie hat ihren Liegeplatz damit weiter in Richtung Außenjade, um bei Notfällen noch schneller vor Ort sein zu können.

2000 Im Fluthafen wird ein neues, hochwassergeschütztes Stationsgebäude für die Seenotretter seiner Bestimmung übergeben.

2019 Die Station bekommt mit der PETER HABIG ein neues Seenotrettungsboot. Der Neubau löst die OTTO BEHR ab.

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