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Neuharlingersiel

Aus dem kleinen Fischereihafen Neuharlingersiel an der ostfriesischen Küste sind die Seenotretter kaum wegzudenken. Im Rettungsschuppen wird die Geschichte der DGzRS lebendig. Nur wenige Schritte davon entfernt, hat im Fischereihafen das moderne Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL seinen Liegeplatz.

Im Rettungsschuppen der Station Neuharlingersiel

Das Revier der Neuharlingersieler Seenotretter ist das Wattenmeer bis zu den Inseln Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Zahlreiche Fischkutter sind in dem kleinen Sielhafen zu Hause. Traditionen werden in Neuharlingersiel gelebt, doch der Hafen ist kein Museum, sondern lebendiger Mittelpunkt des Ortes. Einsätze für die Küstenfischerei gehören zum Alltag der zwölf freiwilligen Seenotretter der Station um Vormann Heinz Steffens. Inselfähr- und -ausflugsverkehr und ein wenig Sportschifffahrt gehören ebenfalls zum Revier dazu.

Das Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL gehört zur 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Seinen Liegeplatz hat es an einem speziellen Ponton an der Hafenwestseite. Gebaut wurde das Boot im Jahr 2000 bei der Schweers-Werft in Bardenfleth an der Unterweser. Benannt ist es nach seiner Station, die wohl zu den traditionsreichsten der DGzRS gehört.

Im Rettungsschuppen im Westhafen ist das alte Motorrettungsboot ULRICH STEFFENS erhalten. Ehrenamtliche Mitarbeiter der DGzRS öffnen regelmäßig die Türen und ermöglichen einen Einblick in die bewegte und bewegende Geschichte der Seenotretter insbesondere in Ostfriesland.


Aus dem Stationsbuch




Karte


Geschichte der Station


1869 Ein Ruderrettungsboot (24’-Francis-Boot) namens FRAUENLOB (I) ist vorhanden. Der Rettungsschuppen steht im Dorf.

1889 Die DGzRS beschafft ein neues 7,5-Meter-Boot nebst Transportwagen.

1920 Vormann Ulrich Steffens erhält die Goldene Prinz-Heinrich-Medaille. Die FRAUENLOB (I) ist bei einer schweren Rettungsfahrt, an der vier weitere Rettungsboote beteiligt waren, verlorengegangen. Als Ersatz kommt ein Reserveboot aus Bremen zur Station.

1927 Das 8,5-Meter-Ruderrettungsboot FRAUENLOB (II) wird mit einem 15-PS-Dieselmotor versehen. Slip und Slipwagen müssen wegen des größeren Gewichts bedeutend verstärkt werden.

1930 Das neue Motorrettungsboot LOTSENKOMMANDEUR LAHRMANN (zehn Meter lang, 2,90 Meter breit) löst die FRAUENLOB (II) ab.

1932 Die DGzRS gibt ein neues Motorrettungsboot mit Namen ULRICH STEFFENS für die Station in Auftrag. Es ist elf Meter lang, 2,90 Meter breit, hat 0,75 Meter Tiefgang, einen Dieselmotor mit 50 PS, ist 8,5 Knoten schnell und verfügt über elektrische Lichtanlage und Suchscheinwerfer.

1942 Von der Station Büsum kommt das alte Motorrettungsboot CARL LAEISZ (I) während der Werftzeit der ULRICH STEFFENS zur Station.

1944 Neuharlingersiel erhält das Motorrettungsboot ULRICH STEFFENS (II) (13 Meter lang), das ab 1947 den Namen SPEIKEROOG trägt.

1949 Der 10-Meter-Neubau ULRICH STEFFENS (III) geht in Dienst.

1962 Eine Sturmflut zerstört den alten Rettungsschuppen.

1963 Der neue, heutige Rettungsschuppen ist fertig.

1972 Die Station erhält das neue 12-Meter-Seenotrettungsboot SIEGFRIED BOYSEN.

1973 Im Rettungsschuppen richtet die Besatzung eine kleine Ausstellung ein. Das Motorrettungsboot ULRICH STEFFENS (III) wird Reserveboot.

1977 Die ULRICH STEFFENS (III) ist im Rettungsschuppen zu besichtigen. So ist es bis heute.

2000 Die DGzRS stellt den 9,5-Meter-Neubau NEUHARLINGERSIEL in Dienst.

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