Seenotretter im Einsatz für Küstenmotorschiff mit Maschinenausfall

In der Nacht auf Samstag, 22. Februar 2025, kamen die Seenotretter einem 88 Meter langen Küstenmotorschiff zu Hilfe, das vor Westerhever einen technischen Defekt erlitten hatte. Nach notdürftiger Reparatur wollte dessen Besatzung den sicheren Hafen in Büsum erreichen. Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der Station Büsum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) begleitete den Havaristen.

Seenotrettungskreuzer bei der Kontrollfahrt

Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der DGzRS-Station Büsum ist in der Nacht auf den 22. Februar 2025 einem Küstenmotorschiff mit Maschinenschaden zu Hilfe geeilt. Archivfoto: Die Seenotretter - DGzRS

Am Freitagabend meldete sich das Küstenmotorschiff (Kümo) bei den Seenotrettern: mit Maschinenproblemen ankerte die „Birgit G.“ einige Seemeilen vor Westerhever. Die Besatzung wollte nach einer Reparatur nach Büsum weiterlaufen. Sie bat zur Sicherheit aber um Begleitung durch die Seenotretter, damit diese bei einem erneuten Maschinenausfall in der Lage wären, das Kümo abfangen und ein Auflaufen auf eine Untiefe neben dem schmalen Fahrwasser verhindern zu können.

Über die Rettungsleitstelle See der DGzRS, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, wurde der in Büsum stationierte Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM in den Einsatz aufgenommen. Nach erfolgter Reparatur an Bord des Küstenmotorschiffes übernahmen die Seenotretter gegen 1.15 Uhr die Sicherheitsbegleitung. 

Gegen 3.30 Uhr fiel die Maschine 5,4 Seemeilen vor Büsum, auf Höhe des Tertiussandes, abermals aus. Der Kapitän der „Birgit G.“ konnte jedoch noch eigenständig in den Wind steuern und sicher notankern. Daraufhin übernahm die THEODOR STORM einen Lotsen sowie Techniker und Inspektoren vom Kümo und brachte sie nach Büsum. Die „Birgit G.“ wird voraussichtlich am Samstag von einem kommerziellen Schlepper in den Hafen gebracht.

Trotz zwischenzeitlich frischem Wind von fünf Beaufort bei moderatem Seegang bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Besatzung der „Birgit G.“.
 

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