Großübung der Seenotretter in der Eckernförder Bucht erfolgreich abgeschlossen

Eckernförde – Mit einer realitätsnahen Großübung hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vom 16. bis 19. September 2026 die Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen unter Beweis gestellt. Bei der SAREx Eckernförde 2026 (Search and Rescue Exercise) trainierten rund 100 Seenotretter und weitere Einsatzkräfte die Rettung von Menschen aus Seenot unter anspruchsvollen Bedingungen.

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Hubschrauber und Seenotrettungskreuzer, ein Mann an einem Windenseil

Übung mit Seilwinde. (Foto: YPS/Peter Neumann)

In der Eckernförder Bucht wurden mehrere simulierte Notfallszenarien durchgespielt: Schwerverletzte auf havarierten Schiffen, vermisste Personen im Wasser und sinkende Boote stellten die Crews vor komplexe Herausforderungen. Insgesamt neun Einheiten der DGzRS waren beteiligt sowie die Bundespolizei See mit dem Schulschiff „Eschwege“ und die Polizeischiffe „Staberhuk“ und „Falshöft“, ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger und ein Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter. Als Havaristendarsteller hatten sich ein Fischkutter und die „Fortuna“, ein Frachtsegler des Vereins „Mignon Segelschiffahrt e.V.“ zur Verfügung gestellt.

Der Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS, Jan Lutz, zeigte sich hochzufrieden mit dem Verlauf der Übung. „Wir trainieren Situationen, mit denen unsere Besatzungen auf See in der Realität jederzeit rechnen müssen. Dass wir zum Beispiel gleichzeitig sehr viele Verletzte auf einem Schiff vorfinden, kommt glücklicherweise nicht häufig vor. Die SAREx trainiert unsere Crews darauf, auch in diesen schwierigen Situationen sicher und koordiniert zu handeln.“

Die SAREx wurde unterstützt durch Verletztendarsteller der Emergency Training Group (ETG) von I.S.A.R. Germany.

Die Koordination der Einsätze erfolgte über eine eigens eingerichtete Übungsleitstelle, besetzt durch Einsatzleiter und –leiterinnen der Rettungsleitstelle See der DGzRS. Um die Kommunikation im öffentlichen Seefunk nicht zu beeinträchtigen, wurden spezielle Codewörter verwendet.

Seitens der DGzRS nahmen folgende Einheiten teil:

•             die Seenotrettungskreuzer BERLIN (Station Laboe), BREMEN (Station Großenbrode) und HARRO KOEBKE (Station Sassnitz),

•             die Seenotrettungsboote WERNER KUNTZE (Station Langballigau), HELLMUT MANTHEY (Station Maasholm), ROMY FRANK (Station Fehmarn), ERICH KOSCHUBS (Station Travemünde), KONRAD-OTTO (Station Kühlungsborn) und ECKERNFÖRDE (Station Eckernförde),

•             das Trainingsschiff CARLO SCHNEIDER der DGzRS-Trainingsflotte.

Außerhalb der See-Szenarien zogen die Einheiten im Hafen von Eckernförde erhebliche Aufmerksamkeit auf sich. Ehrenamtliche Mitarbeiter informierten an einem Infostand über die Übung und allgemein über die Arbeit der ausschließlich spendenfinanzierten DGzRS.

Zweimal mussten Einheiten aus der Übung abgezogen werden und in den Einsatz gehen: Ein Segelboot benötigte technische Hilfe, auf einem anderen war der Mast gebrochen. Die Seenotretter brachten die Boot mit ihren Besatzungen sicher in den Hafen.

Die SAREx Eckernförde 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig regelmäßiges, praxisnahes Training für die Sicherheit auf See ist – und wie engagiert die Seenotretter für ihren Auftrag eintreten: Menschen aus Seenot zu retten.

AKTUELLE NEUIGKEITEN

Eine Person auf einer Trage wird von Seenotrettern von einem Schiff auf einen Seenotrettungskreuzer übergeben. Zur Seite: Seenotretter trainieren komplexe Rettungseinsätze auf der Ostsee

DGzRS richtet mehrtägige Such- und Rettungsübung vor Eckernförde aus

Besucherinnen und Besucher stehen bei sonnigem Wetter in einer Warteschlange vor einem Seenotrettungskreuzer im Hafen. Der Schiffsname Nis Randers ist gut sichtbar am Aufbau angebracht. Im Hintergrund sind Hafenanlagen und Boote zu erkennen, darüber ein klarer blauer Himmel mit wenigen Wolken.  . Zur Seite: DGzRS begeht erfolgreich ihren Tag der Seenotretter 2026

Rund 40.000 Besucher auf Stationen an Nord- und Ostsee besuchen Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote, informieren sich beim Open Ship aus erster Hand über die Arbeit der Seenotretter und kommen mit den Besatzungen ins Gespräch.

Zur Seite: Seenotretter auf Nord- und Ostsee flaggen halbmast für ums Leben gekommene australische Kollegen

Die Dienstflagge der Seenotretter auf Nord- und Ostsee weht am Montag, 15. Juni 2026, halbmast gesetzt. Die DGzRS bringt damit ihr Mitgefühl mit den Angehörigen zweier australischer Kollegen zum Ausdruck, die am Dienstag, 5. Mai 2026, ihr Leben im Einsatz verloren hatten.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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