Seenotretter trainieren komplexe Rettungseinsätze auf der Ostsee

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) führt vom 16. bis 19. September 2026 vor Eckernförde eine umfangreiche Such- und Rettungsübung auf See durch. An der sogenannten SAREx (Search and Rescue Exercise) beteiligen sich neun Rettungseinheiten der Seenotretter sowie zwei Hubschrauber unterschiedlicher Organisationen und zwei Behördenschiffe. Ziel der Übung ist es, das Zusammenspiel aller Beteiligten unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren.

Eine Person auf einer Trage wird von Seenotrettern von einem Schiff auf einen Seenotrettungskreuzer übergeben

Trainingsszenarien wie die Rettung Verletzter (hier im Frühjahr diesen Jahres auf der Nordsee) erwarten die Seenotretter auch bei der SAREx Eckernförde

Im Mittelpunkt stehen Szenarien, wie sie im Einsatzalltag jederzeit auftreten können: die Suche nach vermissten Menschen auf See und die Rettung Schiffbrüchiger, die Versorgung Verletzter sowie das Sichern havarierter Schiffe. Damit die Übungen möglichst nah an realen Einsätzen bleiben, erfahren die Besatzungen die jeweiligen Lagen erst mit der simulierten Alarmierung.

An den Kernübungstagen von Donnerstag bis Samstag werden insgesamt fünf verschiedene Einsatzlagen trainiert. Neben der maritimen Suche und Rettung mit dem Schwerpunkt Einsatzkoordinierung spielt auch die medizinische Erstversorgung eine wichtige Rolle. Unterstützt werden die einzelnen Übungen dabei von Verletztendarstellern der Emergency Training Group (ETG) von I.S.A.R. Germany, die realistische Notfallsituationen nachstellen.

Regelmäßiges Training ist der entscheidende Faktor für erfolgreiche Rettungseinsätze. Als umfassende und zuständige Organisation für sämtliche Maßnahmen des maritimen Such- und Rettungsdienstes auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit. Umfangreiche Übungen wie die SAREx ergänzen die regelmäßige Aus- und Fortbildung der Besatzungen. Vergleichbare Trainings fanden zuletzt vor Rügen, in der Lübecker Bucht und auf der Jade statt.

Zusätzlich unterstützen zwei Behördenschiffe, ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger und ein Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter die Übung. Weitere Schiffe übernehmen die Rolle von Havaristen, um die Rettungsszenarien möglichst wirklichkeitsnah zu gestalten.

Insgesamt wirken rund 80 Beteiligte an der Such- und Rettungsübung mit.

AKTUELLE NEUIGKEITEN

Ein Seenotretter in roter Dienstkleidung steht in der Kombüse eines Seenotrettungskreuzers und bereitet eine Mahlzeit zu. Ein weiterer Seenotretter schaut ihm dabei zu, indem er durch das dahinterliegende Bullauge blickt.. Zur Seite: Den Seenotrettern in die Kochtöpfe geschaut

Die fünfte, überarbeitete Auflage des Seenotretter-Kochbuchs von Silke Arends ist erschienen – mit originellen und zugleich einfachen Rezepten sowie spannenden Geschichten vom Bordalltag der Seenotretter.

Hubschrauber und Seenotrettungskreuzer, ein Mann an einem Windenseil. Zur Seite: Großübung der Seenotretter in der Eckernförder Bucht erfolgreich abgeschlossen

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat vom 16. bis 19. September 2026 die SAREx Eckernförde 2026 (Search and Rescue Exercise) - eine große Such- und Rettungsübung - durchgeführt. Neun DGzRS-Einheiten sowie Schiffe und Hubschrauber von Partnerorganisationen waren im Einsatz.

Besucherinnen und Besucher stehen bei sonnigem Wetter in einer Warteschlange vor einem Seenotrettungskreuzer im Hafen. Der Schiffsname Nis Randers ist gut sichtbar am Aufbau angebracht. Im Hintergrund sind Hafenanlagen und Boote zu erkennen, darüber ein klarer blauer Himmel mit wenigen Wolken.  . Zur Seite: DGzRS begeht erfolgreich ihren Tag der Seenotretter 2026

Rund 40.000 Besucher auf Stationen an Nord- und Ostsee besuchen Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote, informieren sich beim Open Ship aus erster Hand über die Arbeit der Seenotretter und kommen mit den Besatzungen ins Gespräch.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.