Teams & Stationen


Travemünde

Die Freiwilligen-Station Travemünde sichert die viel befahrene Zufahrt zum dortigen Fährhafen ebenso wie die stark genutzten Wassersportreviere vor der Küste und in den rückwärtigen Flachwassergebieten mit der Pötenitzer Wiek und dem Dassower See. Der Fährhafen Travemünde ist mit jährlich rund 17.000 Fahrten von Passagier-, Kombi- und Frachtfähren einer der bedeutendsten deutschen Fährhafen für den Verkehr mit Skandinavien und dem Baltikum.

Seenotrettungsboot SRB 80

Das Revier der 20 freiwilligen Seenotretter um Vormann Patrick Morgenroth umfasst vor allem die innere Lübecker Bucht bis zum Ostseebad Boltenhagen im Osten und bis zur Hafenstadt Neustadt in Holstein im Nordwesten. Vor allem die Neustädter Bucht ist bei Seglern, Sportbootfahrern und Surfern ein sehr beliebtes Seegebiet mit einem entsprechend hohen Verkehrsaufkommen. Einmal im Jahr findet zudem Ende Juli in der Lübecker Bucht mit den Segelregatten der Travemünder Woche die zweitgrößte Segelsportveranstaltung der Welt statt. 

In der „schönsten Tochter“ der Hansestadt Lübeck ist das Seenotrettungsboot SRB 80 stationiert. Es gehört zur 10,1-Meter-Klasse, wurde 2020 bei der Werft Tamsen Maritim in Rostock gebaut und hat seinen Liegeplatz bei der Lotsenbrücke. Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS wurde auch dieser Neubau ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert.


Wenige Schritte vom Liegeplatz des Seenotrettungsbootes entfernt ist der alte Rettungsschuppen erhalten. Er weist die für die damalige Zeit typische DGzRS-Architektur mit den beiden Doppeltoren auf. Sogar die Ablaufbahn für das Ruderrettungsboot ist erhalten. Heute nutzt der Lübecker Yachtclub das Gebäude.


Virtueller Besuch der Stadtschule Travemünde: Vater Torben Brenker ist freiwilliger Seenotretter. Weil der Besuch seiner Tochter und ihrer Klasse an Bord Coronavirus-bedingt bis auf Weiteres nicht möglich ist, nehmen die Seenotretter die ganze Schule virtuell mit hinaus auf See. Moderation: Michael Cordes, Rektor der Stadtschule Travemünde. Einführung zur Geschichte der Station Travemünde: Christian Stipeldey, Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DGzRS.


Die Seenotretter trotzen jedem Wetter: Bei kabbeliger See geht das neue Seenotrettungsboot SRB 80 auf Kontrollfahrt. Aufgenommen von den freiwilligen Seenotrettern der DGzRS-Station Travemünde am 4. Januar 2021.


Das neue Seenotrettungsboot SRB 80 ist auf seiner Station Travemünde angekommen. Bis zur Taufe auf seinen endgültigen Namen ist es unter seiner DGzRS-internen Registriernummer im Einsatz. Begrüßt wurde der Neubau vom Ausbildungsboot WALTER ROSE des Seenotretter-Trainingszentrums Neustadt i. H. und von seinem Vorgänger HANS INGWERSEN, der künftig als Springer auf verschiedenen Stationen an Nord- und Ostsee im Einsatz sein wird. Kurz nach der Ankunft gingen die Seenotretter mit ihrem neuen „Crewmitglied“ auf die erste Kontrollfahrt durch die Lübecker Bucht.


Nach zwanzig Jahren im Dienst auf der Station Travemünde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird das Seenotrettungsboot HANS INGWERSEN bald ersetzt. Die freiwilligen Seenotretter aus Travemünde erhalten dann einen modernen Neubau. Die HANS INGWERSEN wird künftig als Springer auf verschiedenen Stationen an Nord- und Ostsee zum Einsatz kommen. Dort ersetzt sie zeitweise die angestammten Einheiten zum Beispiel während einer Werftzeit.


 

Die Station Travemünde hat dieses Video zum Tag der Seenotretter 2020 erstellt.

Weitere Videos des Aktionstages finden Sie hier.


Kontrollfahrt in der Lübecker Bucht: Plötzlich alarmiert die SEENOTLEITUNG BREMEN die freiwilligen Seenotretter aus Travemünde – Person im Wasser. Sofort nimmt die Besatzung der HANS INGWERSEN Kurs auf den Schiffbrüchigen. Zum Glück nur eine Übung. Die Seenotretter aus Travemünde gehören zu rund 800 Frauen und Männern, die sich ehrenamtlich auf Nord- und Ostsee engagieren, um Menschen aus Seenot zu retten. Sie sind bei einem Notfall jederzeit sofort einsatzbereit.

Unterwegs mit den Seenotrettern der Station Travemünde auf der herbstlichen Ostsee


Aus dem Stationsbuch




Karte


Geschichte der Station


1865 Im Rettungsschuppen beim Leuchtturm ist ein Ruderrettungsboot untergebracht.

1867 Die Ausrüstung der Station umfasst ein 28'-Francis-Boot und einen Raketenapparat.

1873 Eine Sturmflut zerstört am 11. November den Rettungsschuppen. Die DGzRS gibt einen Neubau in Auftrag.

1893 Die Station erhält ein neues 8,5-Meter-Ruderrettungsboot.

1929 Das Motorrettungsboot LÜBECK, ex BREMEN (I), wird von Norderney nach Travemünde verlegt.

1936 Das Motorrettungsboot IRENE, bisher auf Helgoland im Einsatz, löst die LÜBECK ab. Sie wechselt nach Timmendorf auf Poel.

1943 Das Motorrettungsboot DR. JOHANNES RÖSING wird stationiert. Wenig später liegt das ungetaufte Motorrettungsboot KRC 302 (DGzRS-interne Registriernummer) in Travemünde.

1948
Die Station verfügt über das Motorrettungsboot ULLA.

1959
Die KRC 302 kehrt nach Travemünde zurück.

1970 Das Motorrettungsboot H. H. BUNJE gleichen Typs kommt zur Station.

1972 Die DGzRS stationiert den zwölf Meter langen Neubau EDUARD NEBELTHAU.

1975 Travemünde erhält die 16,8 Meter lange PAUL DENKER, bisher in Grömitz stationiert.

2000 Das neue 9,5 Meter lange Seenotrettungsboot HANS INGWERSEN wird im Februar in Travemünde getauft. Die PAUL DENKER wechselt zur Ausbildungsstation Neustadt. Seit 2005 ist sie als technisches Denkmal im Innenhof des Focke-Museums in Bremen zu sehen.

2021 Die HANS INGWERSEN wird durch das Seenotrettungsboot SRB 80 ersetzt und kommt als Springer auf verschiedenen Stationen an Nord- und Ostsee zum Einsatz.