Groß angelegte Suche auf der Ostsee nach vermisstem Segler

Auf der Ostsee haben die Seenotretter am Sonntag, 6. August 2023, eine groß angelegte Suche nach einem vermissten Segler koordiniert. Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie zahlreiche Schiffe, Boote und zwei Hubschrauber suchten ein Seegebiet zwischen Boltenhagen und Travemünde ab. Am späten Nachmittag wurde die Suche erfolglos eingestellt.

Ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer fährt unter wolkenverhangenem Himmel mit hoher Geschwindigkeit über die Ostsee.

Der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND koordinierte die Suche mit zahlreichen Schiffen, Booten und Hubschraubern nach einem vermissten Segler auf der Ostsee. Archivfoto: Alexander Krüger

Gegen 13.45 Uhr erhielt die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, die Meldung, dass auf der Ostsee nahe der Ansteuerung Travemünde ein Mann (55) über Bord einer Segelyacht gefallen ist. Die an Bord zurückgebliebene Frau (39) hatte den Notruf abgesetzt. Die beiden Niedersachsen waren von Boltenhagen nach Travemünde unterwegs.

Die Seenotretter sendeten ein „Mayday Relay“ aus, um die gesamte Schifffahrt in dem Seegebiet um erhöhte Aufmerksamkeit und Hilfe zu bitten. Sie leiteten sofort eine groß angelegte Suche ein. Der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND/Station Grömitz führte als Einsatzleiter vor Ort (On-Scene Co-ordinator, OSC) alle Einheiten.

Neben ihm und den beiden Seenotrettungsbooten ERICH KOSCHUBS/Station Travemünde und HENRICH WUPPESAHL/Station Neustadt der DGzRS, dem Wasserschutzpolizeiboot „Habicht“ und – in Strandnähe – Booten der DLRG, der DRK-Wasserwacht und der Berufsfeuerwehr Lübeck, nahmen die Seenotretter zahlreiche Sportboote in die Suche auf. Insgesamt beteiligten sich 21 Schiffe und Boote.
Aus der Luft unterstützten ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger und der Zivilschutzhubschrauber „Christoph 12“ des Bundesinnenministeriums die Suche. Der SAR-Hubschrauber befand sich aufgrund einer Übung mit den Seenotrettern in der Hohwachter Bucht bereits in der Luft und war innerhalb kürzester Zeit vor Ort.

Die beteiligten Einheiten fuhren das von den Seenotrettern festgelegte und immer wieder aktualisierte Suchgebiet systematisch ab. Im Einsatzgebiet herrschten nordöstliche Winde um drei Beaufort, gute Sicht und etwa ein halber Meter Seegang bei einer Wassertemperatur von 18 Grad Celsius. Rettungsschwimmer der DLRG gingen an Bord der Segelyacht und unterstützten die unter Schock stehende Seglerin dabei, das Boot nach Travemünde zu bringen.

Die Suche wurde gegen 17 Uhr bis zum Eintreffen neuer Erkenntnisse eingestellt. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.

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Nächtliche Szene auf dem Wasser: Im linken Vordergrund ist die Steuerbordseite des Tochterbootes Notarius zu sehen, dessen grünes Positionslicht sowie Hafenbeleuchtung auf dem rot-weißen Lack reflektiert. Die Lichter des Hafens spiegeln sich zudem farbig im dunklen Wasser. In der Bildmitte, etwa 50 Meter vor dem Tochterboot, sieht man das Heck eines nur spärlich durch Notbeleuchtung beleuchteten Schiffes – des Havaristen. Ganz schwach ist darauf der Schriftzug „Kalkgrund“ zu erkennen. Die Wellen kräuseln sich leicht hinter dem Havaristen, der auf den Hafen zusteuert.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Wachschiff mit Maschinenproblemen

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