16.06.2021

Freiwillige Seenotretter für manövrierunfähiges Fahrgastschiff im Einsatz

Glücklicher Ausgang einer Ausflugsfahrt: Die freiwilligen Seenotretter aus Timmendorf auf Poel haben am Mittwochnachmittag, 16. Juni 2021, in der Wismarer Bucht ein manövrierunfähiges Passagierschiff mit 44 Menschen an Bord aus einer misslichen Lage befreit. Mit dem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppten sie es sicher in den Hafen von Tarnewitz.

Vor dem Hafen von Tarnewitz gehen die freiwilligen Seenotretter mit ihrem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE beim Ausflugsschiff „Seebär“ längsseits. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Der Kapitän des Ausflugsschiffes „Seebär“ meldete sich gegen 13.50 Uhr über den international einheitlichen UKW-Not- und Anrufkanal 16 bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Sein Schiff hatte in der Wohlenberger Wiek etwa eine Seemeile (rund zwei Kilometer) nordöstlich von Tarnewitz einen Getriebeschaden erlitten. Bei nördlichem Wind der Stärke 4 Beaufort (bis zu 28 Stundenkilometer) trieb es manövrierunfähig in Richtung Land. Sofort alarmierten die Wachleiter die freiwilligen Seenotretter der Station Timmendorf auf der Ostseeinsel Poel. Außerdem bot die Besatzung des Seenotrettungsbootes ERICH KOSCHUBS der Freiwilligen-Station Travemünde an, ebenfalls in das Seegebiet zu laufen. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt in der Nähe der Unglücksstelle auf einer Kontroll- und Übungsfahrt.

Kurze Zeit später waren die Freiwilligen aus Timmendorf mit ihrem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE vor Ort. Sie stellten eine Leinenverbindung zum 17,4 Meter langen Ausflugsschiff her und schleppten es vor den Hafen von Tarnewitz. Dort gingen sie mit der WOLFGANG WIESE bei der „Seebär“ längsseits und bugsierten sie gemeinsam mit dem Seenotrettungsboot aus Travemünde an die Pier. An Bord des Fahrgastschiffes befanden sich 44 Menschen. Gefahr bestand für Passagiere und Besatzung nicht.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Ein Kontrollboot der Bundespolizei und ein Tochterboot der Seenotretter liegen an einem havarierten Katamaran, um dort zu helfen. Seenotretter und Bundespolizisten sind übergestiegen und arbeiten am gebrochenen Mast.. Zur Seite: Seenotretter und Bundespolizei im Einsatz für Katamaran mit Mastbruch

Die Überführungsfahrt eines Seglerpaares von Skandinavien nach Portugal ist am Freitagabend, 25. September 2026, im Schlepp der Seenotretter zu Ende gegangen. Nördlich der Insel Wangerooge brach aus ungeklärter Ursache der Mast des Kajüt-Katamarans. Die Seenotretter der Station Hooksiel sowie Einsatzkräfte der Bundespolizei See kamen den Seglern zu Hilfe.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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