Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter am Mittwoch, 30. September 2026, einem Holzkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren im Einsatz. Die beiden Fischer blieben unverletzt.

Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.

Gemeinsam mit dem Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE der DGzRS-Station Deutsche Bucht/Helgoland sind die Seenotretter aus Büsum im Einsatz für einen Holzkutter mit starkem Wassereinbruch.

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Kurz nach 9 Uhr meldete sich die Besatzung des Krabbenkutters „Eltje Looden“ (Heimathafen: Wyk auf Föhr) bei der deutschen Rettungsleitstelle See der DGzRS, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen. Die beiden Fischer meldeten starken Wassereinbruch. Zwar konnten sie diesen mit der bordeigenen Lenzpumpe zunächst unter Kontrolle halten, baten aber um Unterstützung. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Seeleute mit ihrem rund 15 Meter langen Holzkutter etwa sechs Seemeilen (rund elf Kilometer) westlich des nordfriesischen Außensandes Süderoogsand, ungefähr in Höhe der Ansteuerungstonne des Fahrwassers Schmaltief. 

Die Rettungsleitstelle See der DGzRS alarmierte die Seenotretter der Station Büsum. Umgehend nahm der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM Kurs auf den Havaristen. Der Kutter lief den Seenotrettern entgegen. Wenig später meldeten sich die Fischer erneut: Immer mehr Wasser drang in den Kutter ein, ohne dass zunächst die Ursache dafür ersichtlich war. Die Fischer sahen ihren Kutter in großer Gefahr. Aufgrund der sich veränderten Lage zog die Rettungsleitstelle See der DGzRS zur Sicherheit den Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE der Station Deutsche Bucht/Helgoland hinzu. 

Als die THEODOR STORM bei der „Eltje Looden“ eintraf, stieg bei etwa eineinhalb Metern Seegang und südöstlichem Wind in Böen bis zu sechs Beaufort (bis 49 Kilometer pro Stunde) sofort ein Seenotretter mit einer leistungsstarken Tauchpumpe und einem Lecksegel über. Mit der zusätzlichen Pumpe gelang es, den Wasserstand von etwa 20 bis 30 Zentimetern im Innenraum des Kutters zumindest zu halten. Offenbar drang das Seewasser oberhalb der Wasserlinie über eine Kalfaterung am Rumpf ein. Seeleute bezeichnen damit die Abdichtung zwischen zwei Holzplanken. Der Havarist lief weiterhin unter eigener Maschine in Richtung Büsum. 

Wenig später war auch die HERMANN MARWEDE vor Ort. Ihr Tochterboot VERENA brachte einen weiteren Seenotretter und eine dritte Lenzpumpe zur „Eltje Looden“. Diese kam allerdings nicht mehr zum Einsatz, da die vorhandene Pumpenleistung ausreichte, den Havaristen weiter schwimmfähig zu halten. Auch schwächte sich der Wassereinbruch in der zunehmend ruhiger werdenden See ab. Unter Sicherungsbegleitung der beiden Seenotrettungskreuzer nahm der Havarist Kurs auf Büsum. 

In den dortigen Hafen lief er gemeinsam mit der THEODOR STORM ein. Kurz darauf lag er sicher und fest vertäut an der Pier. Weitere Hilfe war nicht notwendig, da im Hafenbecken kein weiteres Wasser in den Kutter eindrang. Noch am selben Tag soll in einer Werft die Ursache des Wassereinbruches ermittelt werden.

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