Seenotretter befreien Skipper aus gefährlicher Notlage

Die Seenotretter der Stationen Deutsche Bucht/Helgoland sowie Cuxhaven sind am Dienstag, 20. Oktober 2026, für einen havarierten Gaffelkutter im Einsatz gewesen. Der Skipper wollte seinen historischen Segelkutter von Föhr nach Hamburg überführen. Das Schiff erlitt jedoch auf der Nordsee einen Maschinenausfall. Zudem drang Wasser ein. Die Seenotretter nahmen den Havaristen in Schlepp, hielten den Wassereinbruch unter Kontrolle und brachten Schiff und Skipper sicher nach Cuxhaven.

 

Blick vom Deck eines Seenotrettungskreuzers bei Nacht. Im unteren Bildbereich sind beleuchtete Treppen, Geländer und technische Ausrüstung des Schiffes sichtbar. Dahinter befindet sich ein havarierter Gaffelkutter auf dunkler, bewegter See. Rechts davon richtet ein weiterer Seenotrettungskreuzer einen hellen Suchscheinwerfer auf das Schiff. Der Himmel und die Umgebung liegen weitgehend im Dunkeln, einzelne Navigationslichter sind in der Ferne zu erkennen.

Blick auf den havarierten Gaffelkutter von Bord der HERMANN MARWEDE aus. Der Seenotrettungskreuzer schleppt das Boot nach Cuxhaven. Der dort stationierte Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER (r.) sichert den Verband.

Am Nachmittag meldete sich der Schiffsführer einer 14,5 Meter langen Gaffelketsch in der von der DGzRS betriebenen Rettungsleitstelle See (MRCC= Maritime Rescue Co-Ordination Centre Bremen). Während der Überführung des 1938 gebauten ehemaligen Fischkutters hatte das Schiff gegen 17 Uhr einen totalen Maschinenausfall erlitten. Es befand sich zu diesem Zeitpunkt rund 15 Seemeilen (ca. 28 Kilometer) vom Festland entfernt.

Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE war nach einer Versorgungsfahrt nach Cuxhaven zu dieser Zeit auf dem Weg zu seiner Station Helgoland und befand sich im selben Seegebiet. Nach nur zwanzig Minuten erreichten die Seenotretter den Havaristen und stellten eine Schleppverbindung her.

Weil der Gaffelkutter bereits zuvor leicht Wasser nahm, hatte der Bootsführer Lenzpumpen in Betrieb genommen, die über eine Notstromversorgung liefen. Nach etwa zwei Stunden Schleppfahrt in Richtung Cuxhaven fielen zwei der drei Pumpen aus. Das Wasser stieg daraufhin in kürzester Zeit bis zu den Bodenbrettern.

Die Crew der HERMANN MARWEDE setzte das Tochterboot VERENA aus und übergab eine leistungsstarke Lenzpumpe und ein Kabel für die Stromversorgung der Pumpe. Mit einer weiteren Leinenverbindung unterstützte die VERENA die Steuerung.

Gegen 19.20 Uhr übernahm das Tochterboot des in Cuxhaven stationierten Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER von der HERMANN MARWEDE den Gaffelkutter. Durch die beiden Tochterboote wurde er sicher im Cuxhavener Yachthafen festgemacht. .

Zur Einsatzzeit herrschten Winde mit bis zu sieben Windstärken (bis zu 61 km/h) und Seegang mit teils drei Meter hohen Wellen.

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer pflügt durch schwere See, Wellen und Gischt spritzen am Bug auf. Zur Seite: Seenotretter helfen manövrierunfähigem Fischkutter

Die Fangreise eines Fischkutters endete am Dienstag, 20. Oktober 2026, im Schlepp des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Seenotrettungsboot auf dem Meer. Zur Seite: Einhandsegler in Notlage

Schauerböen und Seegang brachten Segler in bedrohliche Lage

Zur Seite: Groß angelegte Suche nach vermisstem Surfer vor Borkum nimmt glückliches Ende

Eine von der DGzRS koordinierte und groß angelegte Suche nach einem vermissten Surfer vor Borkum hat am Freitagmorgen, 9. Oktober 2026, ein glückliches Ende genommen. Nach vielen Stunden nur mit seinem Surfbrett und ohne Segel auf See gelang es dem etwa 70-jährigen Insulaner, wieder an Land zu kommen.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.