Verletzte auf Frachtschiff vor niederländischer Küste – Auch deutsche Seenotretter im Einsatz

An Bord eines Schwergutfrachtschiffes auf einer Ankerposition im Sturm vor der niederländischen Küste haben sich am Sonntagnachmittag, 25. Oktober 2026, einige Besatzungsmitglieder verletzt. Auf Bitten der niederländischen Küstenwache ist auch der Seenotrettungskreuzer HAMBURG der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) nördlich der Insel Schiermonnikoog im Einsatz.

Seenotrettungskreuzer auf der stürmischen Nordsee

Gegen 14 Uhr informierte das niederländische Joint Rescue Co-ordination Centre (JRCC) Den Helder das von der DGzRS betriebene deutsche Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen über die Einsatzlage. Gemeldet waren zunächst fünf verletzte Seeleute etwa 16 Seemeilen (rund 29 Kilometer) westlich von Borkum, nördlich der Insel Schiermonnikoog. Die Niederländer baten um Unterstützung durch den deutschen Seenotrettungskreuzer HAMBURG der DGzRS-Station Borkum.

Auf dem unter portugiesischer Flagge fahrenden Schwergutfrachter „UHL Freedom“ mit insgesamt 25 Seeleuten an Bord hielt nach niederländischen Angaben der ausgebrachte Anker nicht. Der Havarist driftete deshalb mit Wind und Strom. Aufgrund von Motorproblemen stand zudem nur eine eingeschränkte Maschinenleistung zur Verfügung. Im Einsatzgebiet herrscht Sturm der Stärke neun Beaufort aus westlichen Richtungen.

Ein niederländischer Such- und Rettungshubschrauber winschte medizinisches Personal an Bord des Havaristen ab, das sich um die verletzten Besatzungsmitglieder kümmerte. Anschließend flog der Hubschrauber nach niederländischen Angaben zwei der schlussendlich drei Verletzten nach Groningen. Rettungswagen brachten die Seeleute ins Krankenhaus.

Zur Absicherung der Rettungsmaßnahmen sind neben dem deutschen Seenotrettungskreuzer HAMBURG/Station Borkum auch die niederländischen Seenotrettungsboote ANNA MARGARETHA/Station Ameland, KONING WILLEM I/Station Schiermonnikoog und JAN EN TITIA VISSER/Station Eemshaven der Koninklijke Nederlandse Reddding Maatschappij (KNRM) vor Ort.

Der niederländische Notfallschlepper „Guardian“ und der deutsche Notfallschlepper „Nordic“ haben ebenfalls Kurs auf den Havaristen genommen. Aufgrund der herrschenden Wetter- und Seegangsbedingungen wird es nach niederländischer Einschätzung noch einige Zeit dauern, bis sie vor Ort eintreffen.

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Blick vom Deck eines Seenotrettungskreuzers bei Nacht. Im unteren Bildbereich sind beleuchtete Treppen, Geländer und technische Ausrüstung des Schiffes sichtbar. Dahinter befindet sich ein havarierter Gaffelkutter auf dunkler, bewegter See. Rechts davon richtet ein weiterer Seenotrettungskreuzer einen hellen Suchscheinwerfer auf das Schiff. Der Himmel und die Umgebung liegen weitgehend im Dunkeln, einzelne Navigationslichter sind in der Ferne zu erkennen.  . Zur Seite: Seenotretter befreien Skipper aus gefährlicher Notlage

Die Seenotretter der Stationen Deutsche Bucht/Helgoland sowie Cuxhaven sind am Dienstag, 20. Oktober 2026, für einen havarierten Gaffelkutter im Einsatz gewesen, der auf der Nordsee Maschinenausfall sowie Wassereinbruch erlitten hatte.

Ein rot-weißer Seenotrettungskreuzer pflügt durch schwere See, Wellen und Gischt spritzen am Bug auf. Zur Seite: Seenotretter helfen manövrierunfähigem Fischkutter

Die Fangreise eines Fischkutters endete am Dienstag, 20. Oktober 2026, im Schlepp des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Seenotrettungsboot auf dem Meer. Zur Seite: Einhandsegler in Notlage

Schauerböen und Seegang brachten Segler in bedrohliche Lage

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.