Die Seenotretter der Station Deutsche Bucht/Helgoland der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Helgoland in der Nacht auf Donnerstag, 5. November 2026, für die Besatzung eines Fischkutters im Einsatz gewesen. Nach ihrer Fangreise zurück im Hafen der Insel, bemerkten die Fischer eine Rauchentwicklung im Maschinenraum.
Gegen 23.40 Uhr meldete sich die dreiköpfige Besatzung eines Fischkutters bei der deutschen Rettungsleitstelle See der DGzRS, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Im Maschinenraum des rund 20 Meter langen Schiffes war ein Feuer ausgebrochen. Den Fischern war es bereits gelungen, den Verschlusszustand herzustellen und die bordeigene CO2-Löschanlage auszulösen.
Die Rettungsleitstelle See alarmierte den direkt gegenüber liegenden Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE. Die Seenotretter ließen das Tochterboot VERENA zu Wasser und gingen beim Havaristen längsseits. Nach einer ersten Erkundung konnten die Seenotretter kein offenes Feuer feststellen, das geschlossene Schott des Maschinenraumes war jedoch warm.
Die Freiwillige Feuerwehr traf mit mehreren Löschfahrzeugen und einem Einsatzleitwagen ein. Ein Feuerwehrtrupp unter Atemschutz öffnete das Schott. Eine aktive Brandbekämpfung war allerdings nicht mehr notwendig, die Erstmaßnahmen der Fischer hatten den Brand bereits erstickt.
Die Feuerwehrleute setzten daraufhin einen Hochleistungslüfter ein, um den Kutter zu entrauchen, die Seenotretter leuchteten während der gesamten Einsatzzeit die Einsatzstelle großräumig mit den leistungsstarken Scheinwerfern der HERMANN MARWEDE aus.
Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Die Feuerwehr unterstützte im Anschluss dabei, die Fischer in einer Unterkunft für die Nacht unterzubringen.