Seenotretter trainieren in der Neustädter Bucht den Ernstfall

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei einer Übung am Samstag, 11. April 2026, vor Neustadt in Holstein. Ausrichter ist die DGzRS, die mit  fünf Rettungseinheiten vertreten ist. Weiter nehmen die Freiwillige Feuerwehr Neustadt i. H., der Rettungsdienst Holstein und das Hanseschiff „Lisa von Lübeck“ daran teil.

Auf offener See liegt ein historisch anmutendes Segelschiff mit dunklem Holzrumpf und hohen Masten. Links davon ein Seenotrettungsboot sowie rechts daneben ein weiteres sowie ein Seenotrettungskreuzer der DGzRS. Im Hintergrund ist eine entfernte Küstenlinie mit einzelnen Gebäuden zu sehen.

Die Seenotretter trainieren bei einer Übung vor Neustadt in Holstein mit dem Hanseschiff „Lisa von Lübeck“ – hier bei einer Übung im Spätsommer 2025 – und Rettungskräften an Land. 

Während der Übung trainieren die Seenotretter mit den beteiligten Rettungskräften vor allem die Koordinierung und Abläufe komplexer Notsituationen. Das genaue Szenario wird allen erst mit der „Alarmierung“ mitgeteilt, um möglichst realistische Situationen zu erzeugen. Bestandteile des geplanten Trainings sind unter anderem die medizinische Erstversorgung, der Verletztentransport und die Übergabe der Verletzten an den Rettungsdienst an Land.

Unterstützt wird die Übung von der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt i. H., dem Rettungsdienst Holstein sowie der Kraweel „Lisa von Lübeck“. Der Nachbau eines Frachtseglers der Hansezeit steht für ein wirklichkeitsnahes Szenario als Havaristendarsteller zur Verfügung. Von der DGzRS werden der Seenotrettungskreuzer FELIX SAND (Station Grömitz) sowie die Seenotrettungsboote ERICH KOSCHUBS (Station Travemünde), HENRICH WUPPESAHL (Station Neustadt i. H.), WILMA SIKORSKI (derzeit Station Timmendorf auf Poel) und das Trainingsboot CASPER OTTEN der DGzRS-Trainingsflotte teilnehmen.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Havarien und Unglücke sind jederzeit möglich. Als umfassende und zuständige Organisation für sämtliche Maßnahmen des maritimen Such- und Rettungsdienstes auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit. Ständiges Training ist entscheidend für den erfolgreichen Einsatz. Übungen dieser Art finden regelmäßig statt.

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