Seenotretter retten Windsurfer vor Warnemünde

Die Seenotretter der Station Warnemünde haben am Freitag, 7. August 2026, einen entkräfteten Windsurfer aus der Ostsee gerettet. Im Einsatz war der Seenotrettungskreuzer ARKONA der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Ein weiß-rotes Seenotrettungskreuzer mit der Aufschrift „Sar“ fährt bei rauer See frontal auf die Kamera zu. Hohe Wellen schlagen gegen den Bug und erzeugen große Gischtfontänen. Der Himmel ist dicht bewölkt und grau, wodurch das Rettungsschiff mit seinen leuchtend roten Markierungen besonders hervorsticht.

Mit dem Seenotrettungskreuzer ARKONA der DGzRS-Station Warnemünde haben die Seenotretter einen entkräfteten und unterkühlten Windsurfer an Land gebracht.

Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 13.15 Uhr erhielt die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, eine Meldung über einen überfälligen Windsurfer. Er war Teilnehmer der „Baltic Crossing Challenge“ – ein Programmpunkt der diesjährigen „Hanse Sail“. Die Regatta führte vom dänischen Gedser ins etwa 26 Seemeilen (rund 48 Kilometer) entfernte Warnemünde. Wo genau der Wassersportler sich befand, war zu diesem Zeitpunkt unklar. 

Umgehend alarmierte die Rettungsleitstelle See der DGzRS die Seenotretter der Station Warnemünde. Diese liefen wenige Minuten später mit dem Seenotrettungskreuzer ARKONA aus. Außerdem nahm die Rettungsleitstelle See unter anderem das Küstenstreifenboot „Warnow“ der Wasserschutzpolizeiinspektion Rostock, den Hochseebergungsschlepper „Baltic“ des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) und das Forschungsschiff „Elisabeth M. Borgese“ des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) in den Einsatz mit auf. Dank eines Hinweises der beiden Warnemünder Hafenmeister konnte die genaue Position des Vermissten ermittelt werden: Alle Teilnehmer der „Baltic Crossing Challenge“ hatten einen sogenannten Tracker dabei, mit dem ihr Standort auf eine Live-Karte übertragen wurde. Dies nutzten die Seenotretter für die Suche nach dem Vermissten. 

Etwa eine Stunde nach der Alarmierung fanden die Seenotretter den 57-jährigen Mann schließlich etwa sieben Seemeilen (rund 13 Kilometer) nordwestlich von Warnemünde. Der Windsurfer saß völlig entkräftet und bereits unterkühlt auf seinem Surfbrett. Aus eigener Kraft war es ihm bei nordwestlichem Wind der Stärke fünf (bis zu 38 km/h) und bis zu zwei Metern Seegang nicht mehr gelungen, das Segel aus dem Wasser zu ziehen und zu starten. 

Mit dem Tochterboot CASPAR des Seenotrettungskreuzers ARKONA nahmen die Seenotretter den Wassersportler auf. Die an Bord befindliche freiwillige Seenotärztin versorgte den Patienten medizinisch. Im Hafen übergaben die Seenotretter ihn an einen Rettungswagen. Währenddessen hatten die „Warnow“ und die „Baltic“ Segel und Surfbrett aus dem Wasser geborgen. 

Einsatz vor Rügen 

Fast zeitgleich war vor der Seebrücke Sellin ein rund fünf Meter langer Katamaran mit vier Menschen an Bord gekentert. Zwei der vier Besatzungsmitglieder waren dabei ins Wasser gestürzt. Eine Schiffbrüchige nahm das Tochterboot NOTARIUS des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE der DGzRS-Station Sassnitz auf, die andere ein Schlauchboot der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Die DLRG übergab die Frau wenig später an die Seenotretter. Glücklicherweise waren beide unverletzt geblieben. Die auf dem Katamaran verbliebenen zwei Besatzungsmitglieder hatten das Segelfahrzeug inzwischen wieder aufgerichtet. Es wurde anschließend von den Seenotrettern an den Strand geschleppt.

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