Seenotretter befreien fünf Menschen aus Lebensgefahr

Die Seenotretter der Station Cuxhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Freitagabend, 7. August 2026, in der Elbmündung fünf Menschen aus Lebensgefahr gerettet, darunter drei Kinder. Deren Motorboot musste nach starkem Wassereinbruch aufgegeben werden. Nahezu zeitgleich brachten die Seenotretter der Station Bremerhaven einen verletzten Seemann sicher an Land.

Ein rot-weißes Seenotrettungsboot fährt auf leicht bewegter Wasseroberfläche nahe einer Hafeneinfahrt. Im Hintergrund sind ein markantes Seezeichen auf Stelzen, ein Sandstrand und eine Mole zu sehen. Die tief stehende Sonne lässt das Wasser glitzern und erzeugt eine Gegenlichtstimmung unter einem Himmel mit verstreuten Wolken. Rechts markiert eine Fahrwassertonne die Einfahrt.

Mit dem Tochterboot MATHIAS des Seenotrettungskreuzers ANNELIESE KRAMER der DGzRS-Station Cuxhaven bringen die Seenotretter fünf Schiffbrüchige sicher an Land. Im Schlepp: ein kleines Schlauchboot mit den Habseligkeiten der Geretteten. 

Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 18.15 Uhr meldete sich der Skipper eines Motorbootes bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Vor Cuxhaven waren die zwei Erwachsenen und drei Kinder mit ihrem Boot nach einem Motorschaden über eine Steinbuhne getrieben. Dabei war das rund 13 Meter lange Boot leckgeschlagen. Viel Wasser drang ein. Mittlerweile war das Boot an dem aus Steinen bestehenden Leitdamm festgekommen. 

Umgehend alarmierte die Rettungsleitstelle See die DGzRS-Station Cuxhaven und einen Such- und Rettungshubschrauber der Deutschen Marine. Der Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER befand sich gerade in der Nähe in einem Einsatz für einen rund 27 Meter langen Zweimaster mit Maschinenproblemen. Die Seenotretter lösten die Leinenverbindung und der Havaristen brachte seinen Anker aus. Anschließend nahmen sie Kurs auf das Motorboot mit den fünf Menschen in Seenot. 

Am Unglücksort näherten sich die Seenotretter mit dem Tochterboot MATHIAS vorsichtig dem Havaristen und gingen längsseits. Mit ihrer Lenzpumpe versuchten sie, den Wassereinbruch in den Griff zu bekommen. Doch dieser war zu stark. Wellen schlugen schon über das Schanzkleid in das langsam zur Seite kippende Motorboot. Es musste aufgegeben werden. 

Die Seenotretter retteten die fünf Schiffbrüchigen, darunter drei Kinder. Alle fünf waren sichtlich geschockt, aber unverletzt. Mit dem Tochterboot brachten die Seenotretter die Geretteten sicher an Land, im Schlepp ein kleines Schlauchboot mit den wichtigsten Habseligkeiten der Schiffbrüchigen. Im Hafen übergaben sie die fünf an den Landrettungsdienst. Der Hubschrauber hatte nicht mehr eingreifen müssen. 

Die Wasserschutzpolizei Cuxhaven hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Über die Maßnahmen zur Bergung des Motorbootes muss der Eigner entscheiden. Zur Einsatzzeit herrschten Wind aus West bis Nordwest der Stärke 1 bis 2 (bis 11 km/h) und ruhige See. 

Für die Seenotretter war der Tag nach diesem Einsatz noch nicht zu Ende. Sie schleppten in den späten Abendstunden den vor Anker liegenden Zweimaster sicher nach Cuxhaven. 

Für verletzten Seemann im Einsatz 

Nahezu zeitgleich waren die Seenotretter der DGzRS-Station Bremerhaven für einen verletzten Seemann im Einsatz. Dieser hatte sich an Bord des unter zyprischer Flagge fahrenden Bunkerschiffs „Kairos“ eine Gesichtsverletzung zugezogen. Das 117 Meter lange Schiff lag bei Nordenham auf Blexen-Reede vor Anker. Der 35-jährige Lette benötigte umgehend medizinische Hilfe. 

Mit dem derzeit in Bremerhaven stationierten Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER übernahmen die Seenotretter den Mann bei ruhiger See. Sie brachten den Patienten an Land und übergaben ihn am Liegeplatz des Seenotrettungskreuzers an einen Rettungswagen.

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