Einhandsegler über Bord vor Gelting: Motoryacht-Crew rettet Schiffbrüchigen

Großes Glück hat ein Schiffbrüchiger am Samstagnachmittag, 15. August 2026, gehabt. Auf der Flensburger Förde vor dem Leuchtturm Kalkgrund war der Mann über Bord seines Jollenkreuzers in die 19 Grad Celsius kalte Ostsee gestürzt. Die Besatzung einer Motoryacht rettete den leicht Unterkühlten aus Seenot. Mit dem Seenotrettungsboot URSULA DETTMANN der Station Gelting der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppten die Seenotretter das herrenlose Boot des Verunglückten in den Hafen.

Segelboot wird auf offener, leicht bewegter See von einem Seenotrettungsboot mit einer Schleppleine gezogen, unter leicht bewölktem Himmel.

Die freiwilligen Seenotretter der DGzRS-Station Gelting bringen mit ihrem Seenotrettungsboot URSULA DETTMANN das Segelboot eines Schiffbrüchigen in den Hafen.

Gegen 14.30 Uhr empfing die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS in der Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, einen Mayday-Ruf – das Signal für unmittelbare Lebensgefahr. Segler meldeten über den internationalen UKW-Sprechfunk-Not- und -Anrufkanal 16 ein führerloses Segelboot in der Nähe des Leuchtturms Kalkgrund. Die Einsatzleiter alarmierten umgehend die Seenotrettungsboote WERNER KUNTZE/Station Langballigau und URSULA DETTMANN/Station Gelting. Etwa zeitgleich erhielt die Rettungsleitstelle See ein Notsignal einer ausgelösten persönlichen Notfunkbake (Personal Locator Beacon, PLB) aus demselben Seegebiet. 

Als die Seenotretter wenige Minuten später ausliefen und Kurs auf den Einsatzort nahmen, meldete sich die Crew einer Motoryacht bei Bremen Rescue Radio: Sie habe einen Mann aus dem Wasser gerettet, dieser sei wohlauf. 

Die URSULA DETTMANN lief zunächst die Motoryacht mit dem aus Seenot geretteten Schiffbrüchigen an. Nachdem klar war, dass dieser das Notsignal der PLB ausgelöst hatte und keine medizinische Hilfe benötigte, nahmen die Seenotretter Kurs auf den führerlosen Jollenkreuzer und gingen längsseits. Zwei Rettungsmänner stiegen über, um eine Leinenverbindung herzustellen. Anschließend schleppte das Seenotrettungsboot den etwa 7 Meter langen Havaristen in den Hafen. Die Motoryacht hatte derweil ebenfalls den Hafen angelaufen, wo die Ersthelfer den Schiffbrüchigen sicher an Land gebracht hatten.

Zur Einsatzzeit herrschten Wind aus Nordwest der Stärke vier bis fünf Beaufort (bis 38 km/h) und etwa ein Meter Seegang bei einer Wassertemperatur von etwa 19 Grad Celsius.
 

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Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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