Brand im Maschinenraum: Seenotretter im Einsatz für Fahrgastschiff vor Amrum

Im Maschinenraum des Fahrgastschiffes „Adler-Express“ ist am Freitagmorgen, 29. September 2023, vor Amrum ein Brand ausgebrochen. Die Seenotretter brachten den Havaristen mit 41 Menschen an Bord sicher in den Hafen. Der Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) unterstützte außerdem die Brandbekämpfung. Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder blieben unverletzt.

Die Seenotretter der DGzRS-Station Amrum schleppen mit dem Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE das Fahrgastschiff „Adler-Express“, in dessen Maschinenraum ein Feuer ausgebrochen ist.

Gegen 10.45 Uhr alarmierte die „Adler-Express“ die Seenotretter. Die Crew berichtete über eine Rauchentwicklung an Bord. Das 42 Meter lange Fahrgastschiff befand sich zu dem Zeitpunkt mit 35 Passagieren und sechs Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Hallig Hooge nach Wittdün. Kurze Zeit später meldete es: „Feuer im Maschinenraum“. 

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen koordinierte den Einsatz der beiden Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER/derzeit Station Nordstrand und ERNST MEIER-HEDDE/Station Amrum, die unverzüglich Kurs auf den Havaristen nahmen. Die „Adler-Express“ trieb manövrierunfähig etwa zwei Seemeilen (knapp vier Kilometer) südwestlich des Amrumer Hauptortes Wittdün. Noch während der Anfahrt der Seenotretter gelang es der Besatzung des Fahrgastschiffes, den Brand mit der bordeigenen Feuerlöschanlage unter Kontrolle zu bringen. Doch die „Adler-Express“ drohte, auf einer nahen Untiefe festzukommen.

Bereits wenig später traf die ERNST MEIER-HEDDE beim Havaristen ein. Der Seenotrettungskreuzer nahm die „Adler-Express“ auf den Haken und schleppte sie zunächst in tieferes Wasser. Anschließend nahm der Schleppverband Kurs auf Wittdün. Noch während der Schleppreise meldete das Fahrgastschiff, dass das Feuer erneut aufflammte. Mit dem Tochterboot LOTTE der ERNST MEIER-HEDDE brachten die Seenotretter daraufhin Löschmittel zum Havaristen. Der Seenotrettungskreuzer setzte seine Schleppfahrt unterdessen fort, um möglichst schnell den Fähranleger von Wittdün zu erreichen. Dort standen bereits zwischenzeitlich von der Rettungsleitstelle See der DGzRS alarmierte Feuerwehr- und Rettungskräfte bereit.

Gegen 12 Uhr erreichten die Seenotretter mit dem Havaristen im Schlepp sicher den Hafen. Alle Passagiere und die Crew der „Adler-Express“ gingen unverletzt von Bord. Die Freiwillige Feuerwehr Amrum übernahm die weitere Brandbekämpfung und brachte das Feuer unter Kontrolle. Zur Einsatzzeit wehte eine mäßige Brise mit drei bis vier Beaufort aus Südwest, die Wellenhöhe betrug bis zu einem halben Meter, bei auflaufendem Wasser.

Nach Angaben der Reederei ist eine Überhitzung am Welleneintritt für den Vorfall ursächlich gewesen. Diese habe zur Entzündung von Öl geführt.

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