Seenotretter und Wasserschutzpolizei retten Kajakfahrer nach Kenterung aus Seenot

In der Wismarbucht haben die Seenotretter gemeinsam mit der Wasserschutzpolizei am späten Samstagabend, 15. August 2026, zwei Wassersportler aus Lebensgefahr gerettet, nachdem ihr Kajak gekentert war. Der Mann und die Frau mittleren Alters waren bereits stark unterkühlt. Das Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und ein Polizeiboot brachten die Schiffbrüchigen sicher in den Hafen und übergaben sie dem Landrettungsdienst.

Seitenansicht eines rot-weißen Seenotrettungsbootes nachts, beleuchtet von blauen Lichtern auf nassem Deck.

Mit dem Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE der DGzRS-Station Timmendorf/Poel suchen die Seenotretter am späten Samstagabend nach zwei Kajakfahrern, deren Boot in der Wismarbucht gekentert war.

Gegen 21 Uhr erhielt die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, eine Meldung über ein gekentertes Kajak. Es befinde sich im Bereich des Fahrwassers zwischen der Insel Poel und dem Anleger Hohen Wieschendorf am Festland. Umgehend alarmierte der Einsatzleiter das Seenotrettungsboot WOLFGANG WIESE der DGzRS-Station Timmendorf/Poel. Kurz darauf nahmen die freiwilligen Seenotretter Kurs auf das Einsatzgebiet. 

An der Suche beteiligten sich seeseitig neben den Seenotrettern zwei Boote der Freiwilligen Feuerwehren Hohenkirchen und Boltenhagen, ein Boot des Wassergefahrenzugs Nordwestmecklenburg, das Wasserschutzpolizei-Schlauchboot „MV 3“ sowie ein Rettungshubschrauber. 

„Wir haben uns gegen 21.45 Uhr gerade mit dem Boot der Wasserschutzpolizei getroffen, um uns über das weitere Suchverfahren auszutauschen, als wir etwa 50 Meter vor uns ein kleines Licht auf See sahen“, berichtet Sven Kirsch, freiwilliger Seenotretter und Bootsführer der WOLFGANG WIESE. Die Seenotretter entdeckten die Schiffbrüchigen, die sich an ihr Zweierkajak klammerten. Das Kajak lag bereits zu großen Teilen unter Wasser – etwa eine Seemeile (knapp zwei Kilometer) vor Hohen Wieschendorf. 

Seenotretter und Wasserschutzpolizisten retteten die erschöpften und stark unterkühlten Menschen aus dem Wasser und übernahmen die Erstversorgung. Bei dem etwa 55 bis 60 Jahre alten Mann stellte die Besatzung des Seenotrettungsbootes eine Körpertemperatur von nur noch 33 Grad Celsius fest. Mit Höchstgeschwindigkeit liefen die Seenotretter den Anleger Hohen Wieschendorf an, wo bereits Rettungswagen und ein Notarzt bereitstanden. Die Wasserschutzpolizei machte sich mit der Frau an Bord ebenfalls umgehend auf den Weg dorthin. Im Hafen übernahm der Rettungsdienst an Land die weitere Versorgung der Schiffbrüchigen. Die Seenotretter bargen zudem das Kajak.

Zur Einsatzzeit herrschten Wind aus Nordwest der Stärke drei Beaufort (bis 19 km/h) und etwa ein halber Meter Seegang bei einer Wassertemperatur von rund 20 Grad Celsius.
 

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