21.04.2021

Seenotretter befreien vor Grömitz Seekajakfahrer aus großer Gefahr

Ein stark unterkühlter Mann verdankt seine rasche Rettung aus der Ostsee am Mittwochnachmittag, 21. April 2021, einem aufmerksamen Anwohner und dem schnellen Eingreifen der Seenotretter: Die Besatzung des Seenotrettungsbootes HANS INGWERSEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) nahm den Wassersportler vor Grömitz an Bord, nachdem er mit seinem Seekajak gekentert war.

Seenotrettungskreuzer HANS INGWERSEN im Einsatz vor Grömitz

In der Lübecker Bucht waren die Seenotretter der DGzRS-Station Grömitz mit dem Seenotrettungsboot HANS INGWERSEN im Einsatz für einen stark unterkühlten Mann, dessen Seekajak gekentert war.
Archivfoto: DGzRS/Alexander Krüger

Gegen 13.45 Uhr meldete sich ein Mann bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Von seinem erhöht liegenden Wohnhaus bei Bliesdorf hatte er etwa 250 Meter vor der Küste einen Menschen in der Ostsee gesichtet. Sofort alarmierten die Wachleiter die Grömitzer Seenotretter.

Bereits 15 Minuten später waren sie mit dem Seenotrettungsboot HANS INGWERSEN an der Unglücksstelle südwestlich von Grömitz. Schnell entdeckten sie vor Ort einen in der etwa 8 °C kalten Ostsee schwimmenden Seekajakfahrer. Das Seekajak des 47-jährigen Mannes aus dem Raum Hamburg war gekentert. Bei ablandigem nordwestlichem Wind der Stärke 5 (bis zu 38 Stundenkilometer) hätte er vermutlich nur mit größter Anstrengung aus eigener Kraft die Küste wieder erreichen können. Die erfahrene Besatzung der HANS INGWERSEN nahm den sichtlich erschöpften Wassersportler über die große Bergungspforte – eine spezielle Tür in der Bordwand nahezu auf Höhe der Wasserlinie – vorsichtig an Bord des Seenotrettungsbootes.

Dort versorgten die Seenotretter den Mann medizinisch, hüllten ihn in eine spezielle wärmende Weste und Decken. „Er war bereits stark unterkühlt. Seine Körperkerntemperatur betrug nur noch knapp über 30 °C“, berichtet Vormann Nils Reher. In Grömitz übergab seine Besatzung den 47-Jährigen an den Landrettungsdienst. Dieser brachte ihn mit einem Rettungswagen in ein nahegelegenes Krankenhaus.

Die Seenotretter weisen in diesem Zusammenhang noch einmal auf ihre spezielle Präventions-Website hin, auf der Wassersportler wie Seekajakfahrer zahlreiche wertvolle Tipps für die Vorbereitung ihrer Törns finden. Zusätzlich empfiehlt die DGzRS den Download ihrer kostenlosen Sicherheits-App SafeTrx, die mit dem Smartphone die eigene Route aufzeichnen kann und die direkte Alarmierung der Seenotretter ermöglicht.

AKTUELLE SEENOTFÄLLE

Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

Drei Seenotrettungsboot liegen als Päckchen in einem Hafen, dahinter, leicht verdeckt, das havarierte Ausflugsschiff. Zur Seite: Brand auf Fahrgastschiff: Seenotretter unterstützen Einsatz auf der Greifswalder Oie

Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

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