Lebensgefahr nach Insektenstich: Seenotretter bringen Seglerin sicher an Land

Unfreiwilliges Ende eines Bootsausflugs auf der Ostsee am Donnerstagnachmittag, 25. Juni 2026: Nach einem Insektenstich verschlechterte sich der Zustand einer 70-jährigen Seglerin rapide. Die Seenotretter der Station Grömitz bargen die Frau von ihrer Yacht ab und leisteten die medizinische Erstversorgung. Mit dem Seenotrettungskreuzer FELIX SAND der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten sie die Patientin zur weiteren Versorgung an Land.

Ein Seenotrettungskreuzer in schneller Fahrt auf der Ostsee

Mit dem Seenotrettungskreuzer FELIX SAND haben freiwilligen Seenotretter der Station Grömitz eine Frau gerettet, die nach einem Insektenstich in Lebensgefahr schwebte

Foto: Alexander Krüger

Gegen 14.50 Uhr meldete sich der Skipper einer Segelyacht bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Er und seine Frau befanden sich auf der Ostsee, etwa vier Seemeilen (rund 7,5 Kilometer) östlich vor Kellenhusen. Die 70-Jährige war von einem Insekt gestochen worden. Sie hatte mutmaßlich einen allergischen Schock erlitten und klagte nun über akute, zunehmende Beschwerden. 

Zu dieser Zeit befand sich der in Grömitz stationierte Seenotrettungskreuzer FELIX SAND nicht weit entfernt von der Segelyacht. Umgehend nahmen die Seenotretter Kurs auf sie. Bereits zehn Minuten nach dem Notruf gingen sie längsseits. Drei Seenotretter stiegen auf die Yacht über und leisteten die medizinische Erstversorgung. Der Zustand der Patientin verschlechterte sich weiter, es bestand Lebensgefahr. Die Seenotretter entschieden, die Seglerin so schnell wie möglich an Land zu bringen. 

Dazu übernahm die Besatzung der FELIX SAND sie an Bord des Seenotrettungskreuzers und versorgte sie in dessen Bordhospital weiter. Mit Höchstgeschwindigkeit liefen die Seenotretter den Hafen von Grömitz an, den sie gegen 15.40 Uhr erreichten. Dort konnte die Frau schließlich stabilisiert und an den Rettungsdienst an Land übergeben werden.

In der Zwischenzeit traf das Seenotrettungsboot HELENE der Freiwilligen-Station Fehmarn an der Segelyacht ein, auf der der Ehemann der Seglerin nun allein an Bord war. Die Seenotretter nahmen die Yacht in Schlepp und brachten Boot und Skipper sicher nach Grömitz.

Zur Einsatzzeit wehte südwestlicher Wind der Stärke drei bis vier Beaufort (bis zu 38 Stundenkilometer). 

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