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17.09.2016

Seenotretter bringen zwei Schiffbrüchige im Stettiner Haff in Sicherheit

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Ueckermünde haben am Samstagnachmittag, 17. September 2016, zwei schiffbrüchige Segler sicher an Land gebracht. Die Frau und der Mann waren im Stettiner Haff mit ihrem Jollenkreuzer gekentert und dabei ins Wasser gestürzt. Ebenfalls für einen Segler waren die Seenotretter aus Maasholm im Einsatz: Südlich der dänischen Ostseeinsel Ærø hatte sich der Mann sehr schwer am Arm verletzt und benötigte dringend ärztliche Hilfe.

Im Einsatz für zwei Schiffbrüchige: das Seenotrettungsboot GERHARD TEN DOORNKAAT/Station Ueckermünde der DGzRS Archivfoto: DGzRS – Sven Junge

Ueckermünde | Gegen 14.10 Uhr klingelte Manfred Fastnachts Mobiltelefon. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte den Vormann der Freiwilligen-Station Ueckermünde: Seekajakfahrer hatten zwei schiffbrüchige Segler im Kleinen Haff gemeldet, die sich an den Rumpf ihres gekenterten Jollenkreuzers klammerten. „Im Stettiner Haff hat der heutige nordöstliche Wind der Stärke 5 bis 6 ausgereicht, um eine harte und kurze Welle aufzubauen, die schnell gefährlich werden kann“, sagte Vormann Fastnacht.

Bereits kurze Zeit später trafen die freiwilligen Seenotretter mit den Seenotrettungsbooten DORA und GERHARD TEN DOORNKAAT an der etwa eine Seemeile (zwei Kilometer) vom Ufer entfernten Unglückstelle zwischen dem Hafen Mönkebude und dem Campingplatz Grambin ein. Sofort nahmen sie die Frau und den Mann durch die Bergungspforte der GERHARD TEN DOORNKAAT an Bord. Beide trugen eine Rettungsweste.

„Zum Glück waren sie noch nicht so lange im Wasser, sodass wir sie lediglich mit trockener Kleidung versorgen mussten“, berichtete Fastnacht. Mit dem Seenotrettungsboot brachte die Besatzung die beiden Schiffbrüchigen sicher an Land.

Anschließend richteten die Seenotretter das Segelboot mit der DORA und der GERHARD TEN DOORNKAAT wieder auf und schleppten es nach Ueckermünde. Der Rettungshubschrauber „Christoph 47“ der DRF Luftrettung und die Freiwillige Feuerwehr Ueckermünde waren ebenfalls alarmiert worden – sie mussten allerdings nicht mehr eingreifen.

In seinem Revier: der Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS/Station Maasholm Archiv-Foto: DGzRS – Andreas Birresborn

Maasholm | Etwa zur selben Zeit waren die Seenotretter aus Maasholm vier Seemeilen (rund 7,5 Kilometer) südlich der dänischen Ostseeinsel Ærø im Einsatz: Nach einem heftigen Schlag vom Baum hatte sich der Skipper der Segelyacht „Schrøder“ sehr schwer am Arm verletzt und benötigte umgehend medizinische Hilfe. Über den internationalen Anruf- und Notrufkanal 16 alarmierte er die Seenotretter.

Als sie vor Ort eintrafen, gingen sie mit der NIS RANDERS bei nordöstlichen Winden der Stärke 5 (bis zu 38 km/h) bei der Segelyacht längsseits und übernahmen den Mann. An Bord des Seenotrettungskreuzers versorgten die Seenotretter den Verletzten medizinisch und brachten ihn unter Höchstgeschwindigkeit nach Maasholm.

Dort übergaben sie den Patienten an den Landrettungsdienst. Ein Seenotretter war auf der Segelyacht geblieben, weil der zweite Segler die „Schrøder“ nicht alleine nach Maasholm steuern konnte.