Seenotretter bringen schiffbrüchigen Segler in Sicherheit | DGzRS Die Seenotretter

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28.06.2017

Seenotretter bringen schiffbrüchigen Segler in Sicherheit

Der böige Wind im Peenestrom ist einem Katamaran-Segler am Mittwoch, 28. Juni 2017, fast zum Verhängnis geworden: Nur dank eines aufmerksamen Spaziergängers und der schnellen Reaktion der Seenotretter aus Ueckermünde ging sein Segeltörn glimpflich aus. Die Besatzung des Seenotrettungsbootes DORA der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) rettete den gekenterten Mann aus dem etwa 17 Grad kalten Wasser.

Im Einsatz für einen Schiffbrüchigen: die Seenotretter aus Ueckermünde mit dem Seenotrettungsboot DORA Archiv-Foto: DGzRS/Sven Junge

Die Ueckermünder Seenotretter hatten sich nach einem Einsatz gerade wieder in ihre Autos gesetzt, als sie erneut alarmiert wurden: Ein Spaziergänger hatte gegen 16.30 Uhr einen Segler gemeldet, der im Peenestrom trieb.

Offenbar war er beim böigen, nordöstlichen Wind der Stärke 5 (bis zu 38 km/h) mit seinem Katamaran gekentert und ins Wasser gestürzt. „Wir besetzten sofort unser schnelles Seenotrettungsboot DORA – bei einer Person im Wasser kommt es auf jede Sekunde an“, sagt Vormann Manfred Fastnacht.

Mit 37 Knoten (rund 70 km/h) flitzten die Seenotretter zum südlichen Ende des Peenestromes. Schließlich entdeckten sie auf der westlichen Seite des Meeresarmes zwischen der Zecheriner Brücke und Rankwitz den Segler: „Er klammerte sich am Mast fest und trieb sehr schnell im Wasser“, beschreibt der Vormann die Situation vor Ort.

Die Seenotretter nahmen den unter Schock stehenden Mann an Bord des Festrumpfschlauchbootes. „Zum Glück trug er einen dünnen Neoprenanzug, sonst wäre seine körperliche Verfassung nach rund einer Stunde im etwa 17 Grad kalten Wasser eine andere gewesen.“

An Land näherte sich bereits ein ebenfalls alarmierter Rettungswagen. „Da wir am Ufer nicht anlegen konnten, nahm einer von uns den Segler huckepack und trug ihn an Land“, erzählt der Vormann. Bevor sich die Seenotretter wieder auf dem Heimweg machten, schleppten sie den Katamaran unter Land und zogen ihn auf eine Wiese.

Gegen 19.45 Uhr traf die Besatzung der DORA wieder bei der Freiwilligen-Station Ueckermünde ein. Nachdem sie sich umgezogen hatten, setzten sie sich ins Auto und fuhren nach Hause. Und dieses Mal blieb das Mobiltelefon still.