Fliegende Kohlköpfe vor Fehmarn sind ein sicheres Zeichen: In Heiligenhafen werden wieder die „Maritimen Kohltage“ gefeiert. Mit dem Fest erinnern die Veranstalter an die Zeit vor dem Bau der Fehmarnsundbrücke. Zugleich machen sie aber auch auf die Bedeutung der DGzRS für die Schifffahrt aufmerksam.
2.550 Euro für die Seenotretter: Der Verein Museumshafen am Warder unterstützt die Freiwilligenstation Heiligenhafen erneut mit dem Erlös der „Maritimen Kohltage“.
Zwar stand am 2. und 3. Oktober im Fischereihafen das schmackhafte Gemüse im Mittelpunkt, dennoch blieb auch ein wenig Platz für die Seenotretter: Sie erhielten den Erlös aus dem Kohlverkauf, ein kleiner Teil war zudem für ein Museumsschiff bestimmt. Der Kohl war zuvor wie schon vor rund 60 Jahren per Schiff aus Orth nach Heiligenhafen gebracht worden. „Wir freuen uns, dass wir der DGzRS 2.550 Euro überreichen können“, sagte Christian Patzer vom Verein Museumshafen am Warder, der gemeinsam mit dem Tourismus-Service die maritimen Tage veranstaltet.
Kaum hatten die Schiffe in Heiligenhafen angelegt, sicherten sich schon die ersten Besucherinnen und Besucher ihre Kohlköpfe. Ein besonderer Clou in diesem Jahr: Von einem Kutterdach rauschte das Gemüse über eine Rutsche hinunter an Land. Und wer keinen Kohl kaufen wollte, konnte dennoch die Seenotretter unterstützen: mit Münzen und Scheinen als Fracht für die aufgestellten Sammelschiffchen.
Diese fehlten ebenso wenig wie die Regatta am Samstag. Wegen der Flaute musste der traditionelle Kreativwettbewerb an Land verlegt werden. Statt die Kohlköpfe auf See zu gestalten, dekorierten die Crews sie im Hafen. Was blieb: Am Abend entschied der Applaus der Gäste, wessen „Kopf“ der schönste ist. Die Veranstalter wollen auch im kommenden Jahr neben der Pflege maritimer Traditionen erneut Geld für die Seenotretter sammeln.
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