Für Spenden ordentlich Strecke gemacht

Frank Göken hat in 23 Tagen rund 600 Kilometer für den guten Zweck zurückgelegt. Mit seiner Spendenwanderung von der deutsch-niederländischen Grenze entlang der Nordseeküste bis nach Dänemark unterstützte er drei Organisationen, darunter die Seenotretter.

Eine Person in Wanderkleidung lehnt an einem Gedenkstein mit der Aufschrift ‚Der deutsch-dänische Deich 1979–1982‘. Im Hintergrund sind grasbewachsene Deichanlagen unter einem bewölkten Himmel zu sehen.

Nach 23 Tagen und rund 600 Kilometern erreicht Frank Göken das Ziel seines Benefizmarsches: die deutsch-dänische Grenze.

Foto: Privat

Was bleibt einem nach mehr als drei Wochen auf Deichen, Salzwiesen und Trampelpfaden? „Es gibt nicht das eine besondere Erlebnis, an das ich mich vor allem erinnere“, sagt Frank Göken. Im Moment wirkt noch die gesamte Tour nach. Diese führt den Pharmareferenten im Juli von der niederländischen Grenze östlich des Siels Nieuwe Statenzijl bis zum nördlichsten Festlandspunkt Deutschlands am Rickelsbüller Koog. Der 55-Jährige berichtet von bereichernden Begegnungen mit ihm sehr zugewandten Menschen, ihrem Zuspruch und ihrer Herzlichkeit, langen Stunden des Alleinseins – und Tausenden von Schafen. Er schwärmt von bewegenden Momenten mit der Natur, die ihn als Biologen besonders berührt haben. 

Die Idee zu seinem Benefizlauf entsteht vor etwa zwei Jahren bei einem seiner kurzen Spaziergänge am Meer. Gelegentlich nutzt Frank Göken seine Pausen zwischen zwei Kundenterminen für einen Abstecher zum Deich. „In solchen Momenten der Ruhe kann ich meine innere Batterie wieder aufladen. Eine halbe Stunde dort fühlt sich für mich wie ein Wochenendurlaub an“, betont er. Vielleicht liegt dieser positive Effekt auch daran, dass der gebürtige Ostfriese direkt hinterm Deich in Norden aufgewachsen ist und dort bis heute ein Stück Heimat spürt. Mittlerweile wohnt er in Edewecht im Ammerland. 

An einem dieser Tage kommt ihm der Gedanke, seiner unerschöpflichen „Kraftquelle“ mit einer Spendenaktion für Mensch und Natur in dem Landstrich etwas zurückzugeben. Um möglichst viele Unterstützerinnen und Unterstützer zu mobilisieren, plant er eine mehrwöchige Wanderung entlang der deutschen Nordseeküste. Für ihn eine sportliche Herausforderung, deshalb absolviert er 2025 zunächst einen Probelauf über den 223 Kilometer langen Heidschnuckenweg von Hamburg nach Celle. „Dabei habe ich Blut geleckt“, gesteht Frank Göken. 

Konkret wird es, als er im Frühjahr eine Website aufsetzt und über diese zu Spenden unter anderem für die Seenotretter aufruft. „Die DGzRS hat mich mein Leben lang begleitet“, begründet er seine Wahl. Als Kind und Jugendlicher ist Frank Göken oft gemeinsam mit seinen Eltern auf der Nordsee unterwegs. Daher weiß er um die Gefahren, die dort draußen lauern. Schon als Kind füttert er mit Münzen die Sammelschiffchen. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen?

Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.

Bewegende Ankunft

Am 2. Juli startet er seinen Marsch frühmorgens an der deutsch-niederländischen Grenze. 38,9 Kilometer später liegt die erste Etappe hinter ihm. In den nächsten drei Wochen kommen viele weitere Kilometer hinzu, ehe Frank Göken am 24. Juli mit seinem 15 Kilogramm schweren Rucksack sein Ziel erreicht: die deutsch-dänische Grenze am nordwestlichen Zipfel der Gemeinde Rodenäs. „Die Ankunft war sehr bewegend, aber gleichzeitig unspektakulärer als erwartet“, erinnert er sich.

Fast zwei Monate danach steht Frank Göken rund fünf Autostunden von dem Zielpunkt entfernt am Liegeplatz der PETER HABIG. Dort plaudert er nach der Spendenübergabe mit den freiwilligen Seenotrettern der Station Wilhelmshaven. „Ich habe wieder einiges gelernt“, sagt er. Die Begegnung mit den Rettungsleuten an diesem sonnigen 18. September ist nicht seine erste in diesem Sommer: Auf seiner Tour lernt der Wanderer in Cuxhaven die Besatzung des Seenotrettungskreuzers HANS HACKMACK kennen, der die ANNELIESE KRAMER während ihrer Werftzeit vertritt. Im Gespräch erfährt er viel darüber, wofür die DGzRS die Spenden verwendet. Nicht zuletzt deswegen ist er überzeugt, dass die über eine Internetplattform gesammelten 230 Euro bei den Seenotrettern sehr gut angelegt sind.

Drei Personen stehen an Deck eines Seenotrettungsbootes, welches im Hafen liegt, und blicken lächelnd in die Kamera. Die beiden außenstehenden Personen tragen rote Seenotretter-Dienstkleidung, die mittlere Person hält gemeinsam mit dem links neben ihm stehenden Mann ein Sammelschiffchen vor sich. Der Himmel ist bedeckt, im Hintergrund sind Deich, Hafen und weitere Schiffe zu sehen.
Bei der Spendenübergabe auf der Freiwilligenstation Wilhelmshaven berichtet Frank Göken (M.) Vormann Stephan von Wecheln (r.) und Seenotretter Jan-Bernd Harbers von seiner Tour entlang der Nordseeküste. Für 2027 plant er bereits die nächste Fernwanderung.

AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Eine Gruppe von etwa 15 Personen posiert in drei Reihen hintereinander auf dem Deck eines Seenotrettungskreuzers. In der vorderen Reihe knien vier Seenotretter in roter Dienstkleidung beziehungsweise Schutzausrüstung. Das Schiff liegt im Hafen; im Hintergrund sind verschiedene Schiffe, Kaianlagen sowie ein wechselhaft bewölkter Himmel zu sehen.. Zur Seite: Verkehrsbetrieb Imken hilft mit Platz und Tatkraft

Ungewöhnliche Spende durch wertvolle Betreuung des Seenotretter-Informationsanhängers

Sechs Personen stehen in zwei Reihen hintereinander auf dem Vordeck eines Seenotrettungskreuzers, der im Hafen liegt. Vier von ihnen tragen Seenotretter-Dienstkleidung. Die beiden vorne rechtsstehenden Personen halten gemeinsam einen symbolischen Spendenscheck in die Kamera. Im Hintergrund sind Segelmasten, Yachten und ein bewölkter Himmel über dem Hafen zu sehen.  . Zur Seite: Hoch hinaus für die Seenotretter

Riesige Aktion: Eintrittsgelder aus Besichtigung des Riesenrads „La Noria“ in Grömitz werden an DGzRS gespendet

Fünf Personen stehen vor einer Wand mit der Aufschrift „Kreis Nordfriesland“ und einer stilisierten Karte. Jeweils zwei Personen halten blaue symbolische Spendenschecks über je 500 Euro vor sich. Alle Personen lächeln und schauen direkt in die Kamera.. Zur Seite: Sportlicher Einsatz zahlt sich für die Seenotretter aus

Gelungene Aktion von Schleswig-Holstein Netz (SH Netz) sorgt für Fitness und tolle Spendensumme

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.