Ein Vermächtnis der Großeltern lebt weiter

Frederic Neff aus dem südhessischen Michelstadt unterstützt die Seenotretter, weil er großen Respekt vor ihrer Arbeit hat und davon überzeugt ist, dass aus Trauer neue Kraft entstehen kann.

1987 ist er mit seiner Familie für einige Tage in Norden. Während des Urlaubs entsteht das Foto mit seiner Großmutter Marianne Christmann in einem der Häfen an der ostfriesischen Küste.

Foto: Privat

Frederic Neffs Leben ist eng mit dem seiner Großeltern und der Nordsee verwoben. Der 42-Jährige erinnert sich unter anderem an regelmäßige Urlaube mit ihnen und seiner Mutter in St. Peter-Ording und später auf Norderney. Ihre große Liebe zur Nordsee überträgt sich in den vielen gemeinsamen Wochen an der Küste auf ihn. Er findet dort ein weiteres Stück Heimat, einen erholsamen Ort, um neue Kräfte zu sammeln. Es entstehen Freundschaften, die die Zeit überdauern und bis heute bestehen. 

Doch irgendwann fehlt seinen Großeltern die Kraft, um an die geliebte Nordsee zu reisen. Was ihnen bleibt, sind die Bilder von den dortigen Erlebnissen in ihren Köpfen – und die Berichte von ihrer Tochter und ihrem Enkel. Frederic Neff und seine Mutter fahren weiterhin an die Küste, seit kurzem ebenfalls seine Verlobte Marina Maier. 2021 stirbt sein Großvater, fünf Jahre später seine Großmutter, mit 91 Jahren. Er sagt: „Mancher Abschied beinhaltet auch ein Zeichen der tiefen Verbundenheit. So schwer er auch fällt, so gut, erlösend und befreiend kann er sein.“ Wenige Wochen nach ihrem Tod geht der letzte große Wunsch seiner Großmutter in Erfüllung: Vor Norderney, einem ihrer Sehnsuchtsorte, wird sie auf See an derselben Stelle beigesetzt wie ihr schmerzlich vermisster Mann. 

In den vielen gemeinsamen Stunden an der Nordseeküste haben seine Großeltern ihm noch etwas Zweites mitgegeben: ihren großen Respekt vor den Seenotrettern. Schon als Kind begeistert sich Frederic Neff für alles, was mit Blaulicht und Rettung zu tun hat – auch für die DGzRS. Er erzählt von faszinierenden Blicken im Hafen auf dort liegende Seenotrettungskreuzer. Als Erwachsener wächst seine Hochachtung weiter. Nicht zuletzt, weil er als Notfallsanitäter in einem ähnlichen Berufsfeld tätig ist und sich beim Deutschen Roten Kreuz zusätzlich ehrenamtlich engagiert. Ihm ist jedoch bewusst, dass die Herausforderungen auf See andere sind als an Land. „Die Besatzungen sind teilweise stundenlang auf dem Meer, bei Wind und Wetter – immer hoffend, jemanden noch lebend zu finden. Es ist eine Arbeit, die alles andere als selbstverständlich ist. Dafür wird viel zu selten Danke gesagt.“ 

Seine Anerkennung drückt Frederic Neff mit zwei Spenden über insgesamt 1.000 Euro aus – eine für die Station Eiderdamm und eine für die Station Norderney. Beide Orte stehen für ihn symbolisch für die emotionale Verbindung seiner Großeltern mit der Nordsee und der DGzRS. Er sieht in seinem Engagement auch „ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Land und See, des Respekts vor den Seenotrettern und ihrer Arbeit“. Für ihn leben seine Großeltern mit der Spende ein Stück weiter. Und vielleicht trägt sie dazu bei, „ihrem Tod etwas von seiner Dunkelheit zu nehmen und gleichzeitig anderen Menschen in schweren Zeiten beistehen zu können, wie es die Crews der DGzRS jeden Tag machen“.

Selfie von zwei Personen vor einem rot-weiß gestreiften Leuchtturm auf einer grünen Deichlandschaft. Neben dem Leuchtturm stehen zwei Häuser, auf der Wiese davor grasen Schafe unter einem leicht bewölkten Himmel.
Heute reist Frederic Neff mit seiner Verlobten Marina Maier an die Nordsee. Im September haben sie den Leuchtturm Westerheversand auf der Halbinsel Eiderstedt besucht. | Foto: Privat

Sie möchten auch mit einem Spendenaufruf im Sinne des Verstorbenen die Verbundenheit zu den Seenotrettern auf ganz besondere Weise deutlich machen?

Ihre Ansprechpartnerin und weitere Informationen zum Thema Kondolenzspende sowie Beispieltexte für Spendenaufrufe in Traueranzeigen finden Sie hier.

AKTUELLE DANKMELDUNGEN

Sechs Personen stehen an Bord eines DGzRS-Seenotrettungskreuzers im Hafen und halten gemeinsam einen symbolischen Spendenscheck über 2.000 Euro zugunsten der Seenotretter vor sich. Die drei Personen links im Bild tragen rote Seenotretter-Dienstkleidung. Im Hintergrund sind Hafenanlagen, ein Deich und Fischereifahrzeuge zu sehen.. Zur Seite: Nie allein aufs Wasser: Kiter unterstützen die Seenotretter

Tolles Engagement durch „Kitebuddies Nord“ anlässlich Sicherheitsschulung auf Fehmarn

Eine Person in Wanderkleidung lehnt an einem Gedenkstein mit der Aufschrift ‚Der deutsch-dänische Deich 1979–1982‘. Im Hintergrund sind grasbewachsene Deichanlagen unter einem bewölkten Himmel zu sehen.. Zur Seite: Für Spenden ordentlich Strecke gemacht

Sportliche Unterstützung der Seenotretter durch 600-Kilometer-Benefizmarsch in 23 Tagen

Eine Gruppe von etwa 15 Personen posiert in drei Reihen hintereinander auf dem Deck eines Seenotrettungskreuzers. In der vorderen Reihe knien vier Seenotretter in roter Dienstkleidung beziehungsweise Schutzausrüstung. Das Schiff liegt im Hafen; im Hintergrund sind verschiedene Schiffe, Kaianlagen sowie ein wechselhaft bewölkter Himmel zu sehen.. Zur Seite: Verkehrsbetrieb Imken hilft mit Platz und Tatkraft

Ungewöhnliche Spende durch wertvolle Betreuung des Seenotretter-Informationsanhängers

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

Das Seenotretter-Logbuch

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