Rettungseinsatz vor St. Peter-Ording: Drei Wattwanderinnen in letzter Minute gerettet

Drei Wattwanderinnen sind gestern, 6. Juni 2026, nördlich von St. Peter Ording durch einen Hubschrauber aus Lebensgefahr gerettet worden. Die drei Frauen waren bei auflaufendem Wasser durch einen Priel vom Festland abgeschnitten worden.

Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbruechiger (DGzRS) auf Kontrollfahrt: Das Spezialschiff der 20-Meter-Klasse ist in Buesum stationiert.

Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM (Archivbild) und das Seenotrettungsboot PAUL NEISSE waren im Einsatz (Foto: Alexander Krüger)

Durch Winken hatten drei Wattwanderinnen gegen 13.40 Passanten am Strand auf ihre Notlage aufmerksam machen können. Von ihnen unbemerkt war ein Priel, ein natürlicher Wasserlauf im Wattenmeer, bei auflaufendem Wasser zum unüberwindbaren Hindernis geworden. 

Die von der DGzRS betriebene deutsche Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, alarmierte einen Hubschrauber von NHC Northern Helicopter sowie den Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der Station Büsum und das Seenotrettungsboot PAUL NEISSE der Station Eiderdamm. Beide befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf Kontrollfahrt und begaben sich sofort ins Einsatzgebiet.

Der Hubschrauber nahm per Seilwinde zunächst zwei und in einem weiterem Anflug die dritte Frau auf und  flog sie an den Strand. Bereits zwanzig Minuten nach der Alarmierung waren die Frauen in Sicherheit. Die drei blieben unverletzt; eine weitere medizinische Behandlung war nicht notwendig.

Die DGzRS weist in diesem Zusammenhang noch einmal dringend daraufhin, dass Wattwanderungen nur in Begleitung kundiger Wattführung durchgeführt werden sollten. Bei Strandspaziergängen ist darauf zu achten, dass bei auflaufendem Wasser der direkte Weg zum Festland nicht überspült wird.

Tipps zur Sicherheit beim Wattwandern: www.seenotretter.de/wattwandern-sicherheit

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Blick vom Deck eines Seenotrettungskreuzers bei Nacht. Im unteren Bildbereich sind beleuchtete Treppen, Geländer und technische Ausrüstung des Schiffes sichtbar. Dahinter befindet sich ein havarierter Gaffelkutter auf dunkler, bewegter See. Rechts davon richtet ein weiterer Seenotrettungskreuzer einen hellen Suchscheinwerfer auf das Schiff. Der Himmel und die Umgebung liegen weitgehend im Dunkeln, einzelne Navigationslichter sind in der Ferne zu erkennen.  . Zur Seite: Seenotretter befreien Skipper aus gefährlicher Notlage

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