Seenotretter bringen Ausflugskutter mit 50 Menschen an Bord sicher in den Hafen

Einem Ausflugskutter mit gerissenem Fangnetz und 50 Menschen an Bord sind die Seenotretter am Mittwoch, 29. Juli 2026, vor der schleswig-holsteinischen Westküste zu Hilfe gekommen. Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppte Schiff, Besatzung und Passagiere sicher nach Büsum.

 

Blick auf Zwei nebeneinander fahrende Schiffe. Links im Bild befindet sich ein ehemaliger Krabbenkutter mit hohem Mast, rechts ein   Seenotrettungskreuzer, der diesen in den Büsumer Hafen schleppt. Im Hintergrund ist die Schleusenanlage mit grün leuchtenden Signalen, ein Deich und mehrere Masten zu sehen. Das Wasser ist ruhig, der Himmel klar und hell.

Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM schleppt den ehemaligen Krabbenkutter „Hauke“ mit 50 Menschen an Bord in den Büsumer Hafen.

Gegen 12 Uhr meldete sich der ehemalige Krabbenkutter „Hauke“ bei den Seenotrettern. Während einer Fangreise mit 50 Menschen an Bord gelang es der dreiköpfigen Besatzung nicht, das volle, schwere Netz an Bord zu bringen. Beim Wiederaufholen stellte sich heraus, dass das Netz nun unter dem Schiff hing.

Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM nahm unverzüglich Kurs auf den umgebauten Kutter, der antrieblos gut eine Seemeile vor dem Büsumer Hafen trieb. „Angesichts von etwa zehn Metern Länge bestand die Gefahr, dass das Netz in den Propeller des Kutters gerät, das Schiff damit manövrierunfähig wird und auf eine Untiefe treibt“, schildert Jörg Lüdtke, Vormann der THEODOR STORM, die missliche Lage.

Die Seenotretter nahmen die „Hauke“ bei bestem Sommerwetter und ruhiger See auf den Haken. Sie schleppten Schiff, Passagiere und Besatzung sicher nach Büsum. Gefahr bestand für die 50 Menschen an Bord der „Hauke“ zu keinem Zeitpunkt.

Redaktioneller Hinweis:
In einer ersten Version dieser Meldung haben wir von 50 Passagieren und drei Besatzungsmitgliedern berichtet. Nach Angaben der Reederei waren insgesamt 50 Menschen an Bord. Richtig ist zudem, dass das Netz nicht gerissen, sondern vollgerissen war, also in der Sprache der Fischer sehr stark gefüllt. Wir bitten darum, diese Fehler zu entschuldigen.

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