Einem Ausflugskutter mit gerissenem Fangnetz und 53 Menschen an Bord sind die Seenotretter am Mittwoch, 29. Juli 2026, vor der schleswig-holsteinischen Westküste zu Hilfe gekommen. Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppte Schiff, Besatzung und Passagiere sicher nach Büsum.
Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM schleppt den ehemaligen Krabbenkutter „Hauke“ mit 53 Menschen an Bord in den Büsumer Hafen.
Gegen 12 Uhr meldete sich der ehemalige Krabbenkutter „Hauke“ bei den Seenotrettern. Während einer Fangreise mit 50 Passagieren an Bord gelang es der dreiköpfigen Besatzung nicht, das volle, schwere Netz an Bord zu bringen. Beim Wiederaufholen stellte sich heraus, dass das Netz gerissen war und nun unter dem Schiff hing.
Der Seenotrettungskreuzer THEODOR STORM nahm unverzüglich Kurs auf den umgebauten Kutter, der antrieblos gut eine Seemeile vor dem Büsumer Hafen trieb. „Angesichts von etwa zehn Metern Länge bestand die Gefahr, dass das Netz in den Propeller des Kutters gerät, das Schiff damit manövrierunfähig wird und auf eine Untiefe treibt“, schildert Jörg Lüdtke, Vormann der THEODOR STORM, die missliche Lage.
Die Seenotretter nahmen die „Hauke“ bei bestem Sommerwetter und ruhiger See auf den Haken. Sie schleppten Schiff, Passagiere und Besatzung sicher nach Büsum. Gefahr bestand für die 53 Menschen an Bord der „Hauke“ zu keinem Zeitpunkt.