Mit Jolle gekentert: Seenotretter aus Travemünde kommen Segler zu Hilfe

Die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde sind am Sonntag, 16. Oktober 2022, einem mit seiner Jolle in der Lübecker Bucht gekenterten Segler zu Hilfe gekommen. Mit dem Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten sie den leicht unterkühlten Mann sicher an Land.

Ein Seenotrettungsboot fährt auf See

Mit dem Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS der DGzRS haben die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde einen über Bord gestürzten Segler sicher an Land gebracht.

Archivfoto: Die Seenotretter – DGzRS

Gegen 14.20 Uhr erfuhr die von der DGzRS betriebene Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, von einer Notlage vor Travemünde: Aufmerksame Passanten hatten einige hundert Meter vor Mövenstein ein gekentertes Boot und einen offenbar über Bord gestürzten Wassersportler gesichtet. Umgehend alarmierten die Wachleiter die freiwilligen Seenotretter der Station Travemünde.

Mit dem Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS trafen sie bereits kurze Zeit später vor Ort ein. „Ein Mann klammerte sich an seinem Boot fest. Allein konnte er weder an Bord kommen noch die Jolle wieder aufrichten“, schildert Vormann Patrick Morgenroth die Lage. Eine mit einem Überlebensanzug ausgestattete Seenotretterin stieg ins Wasser, um den etwa sechs Meter langen Havaristen wieder aufzurichten. Gleichzeitig nahm die übrige Besatzung der ERICH KOSCHUBS den erschöpften Segler an Bord. Dort versorgten sie ihn medizinisch. Das ebenfalls vor Ort befindliche Streifenboot „Wagrien“ der Wasserschutzpolizei Travemünde musste nicht mehr eingreifen. Da der Mann einen Trockenanzug trug, war er lediglich leicht unterkühlt, obwohl er sich bereits seit etwa einer Stunde in der rund 15 Grad Celsius kalten Ostsee befunden hatte.

Nach eigener Aussage war dem Segler der Großschotblock gerissen, mit dem er die Stellung des Segels reguliert. Daraufhin war sein Boot bei böigem Südwestwind mit bis zu 6 Beaufort (bis zu 49 Stundenkilometer) gekentert und er selbst über Bord gestürzt. Die Seenotretter schleppten das Boot nach Travemünde. Dort übergaben sie den Mann zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.

Ohne Deine Spende geht’s nicht!

Aktuelle Seenotfälle
Der Rücken eines Wals ist im Wasser sichtbar, im Hingergrund ein Seenotrettungskreuzer. Zur Seite: Seenotretter helfen bei Befreiung von gestrandetem Wal

Zuständige Gemeinde Timmendorfer Strand leitet Rettungsaktion und bittet DGzRS um Amtshilfe.

Nächtliche Szene auf dem Wasser: Im linken Vordergrund ist die Steuerbordseite des Tochterbootes Notarius zu sehen, dessen grünes Positionslicht sowie Hafenbeleuchtung auf dem rot-weißen Lack reflektiert. Die Lichter des Hafens spiegeln sich zudem farbig im dunklen Wasser. In der Bildmitte, etwa 50 Meter vor dem Tochterboot, sieht man das Heck eines nur spärlich durch Notbeleuchtung beleuchteten Schiffes – des Havaristen. Ganz schwach ist darauf der Schriftzug „Kalkgrund“ zu erkennen. Die Wellen kräuseln sich leicht hinter dem Havaristen, der auf den Hafen zusteuert.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Wachschiff mit Maschinenproblemen

In der Nacht zum Donnerstag, 19. März 2026, sind die Seenotretter einem Wachschiff der Offshore-Windindustrie mit Maschinenproblemen östlich von Rügen zu Hilfe gekommen.

Nacht; Blick durch das Bullauge eines Seenotrettungskreuzers auf einen im Schlepp befindlichen Fischkutter. Zur Seite: Seenotretter bringen manövrierunfähigen Fischkutter sicher nach Büsum

Die Seenotrettungskreuzer EISWETTE und THEODOR STORM haben einen Fischkutter mit Maschinenschaden sicher nach Büsum gebracht.

Seenotretterin in Uniform schaut durch Fernglas auf hoher See
Das Seenotretter-Logbuch

Unsere Informationen kommen per Funk.
Ihre mit einem Newsletter.

Wir informieren Sie monatlich über Neuigkeiten aus unserer Arbeit. Dazu zählen Einsatzberichte, Veranstaltungstermine und Geschichten aus dem Bordalltag.