Medizinischer Notfall auf Traditionsschiff

Die freiwilligen Seenotretter der Station Timmendorf/Poel der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind am Donnerstagnachmittag, 13. August 2026, gemeinsam mit Wasserrettern für ein schwer erkranktes Besatzungsmitglied eines Großseglers im Einsatz gewesen. Der Mann benötigte schnelle medizinische Hilfe. 

Die Seenotretter der Station Timmendorf/Poel der DGzRS sind am 13. August 2026 für ein schwer erkranktes Besatzungsmitglied eines Großseglers in der Wismarbucht im Einsatz gewesen. Der 72-Jährige musste reanimiert werden. Ein Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter brachte den Patienten in ein Krankenhaus.

Gegen 14.15 Uhr meldete sich die Besatzung des Traditionsschiffes „Atalanta“ über den internationalen UKW-Not- und -Anruf-Kanal 16 bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: An Bord war ein 72-jähriges Besatzungsmitglied zusammengebrochen und musste reanimiert werden. 

Der 36 Meter lange hölzerne ehemalige Lotsenschoner befand sich zu dem Zeitpunkt in der Wismarbucht, etwas mehr als eine halbe Seemeile (rund ein Kilometer) südwestlich des Rustwerder. Die Einsatzleiter des MRCC alarmierten umgehend die Freiwilligen-Besatzung des in Timmendorf auf Poel stationierten Seenotrettungsbootes WOLFGANG WIESE sowie einen Rettungshubschrauber von NHC Northern Helicopter. 

Die Seenotretter liefen kurze Zeit später aus und nahmen Kurs auf die „Atalanta“. Wasserretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) auf Poel hatten den Notruf über Seefunk ebenfalls wahrgenommen und liefen mit einem Rettungsboot ihrerseits den Großsegler an. 

An Bord der „Atalanta“ befand sich medizinisches Fachpersonal, das unmittelbar nach dem Zusammenbruch mit Reanimationsmaßnahmen begonnen hatte. Die Wasserretter stiegen nach ihrer Ankunft auf den Großsegler über und unterstützten die Wiederbelebung. Wenige Minuten später erreichte auch die WOLFGANG WIESE den Einsatzort. Als die Seenotretter ebenfalls überstiegen, hatte der Patient wieder einen messbaren Puls. Anschließend versorgten Seenotretter, Wasserretter und das medizinische Fachpersonal den 72-Jährigen gemeinsam und begleiteten den Traditionssegler nach Wismar. 

Es gelang, den Patienten so weit zu stabilisieren, dass er von dem zwischenzeitlich in Wismar gelandeten Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden konnte.

Während der Einsatzzeit herrschte ruhige See und schwacher Wind aus wechselnden Richtungen.

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