Gewitterböe lässt Segelboot kentern: Seenotretter retten zwei Menschen aus der Ostsee

Eine starke Gewitterböe hat am späten Samstagabend, 27. Juni 2026, zwei Menschen auf der Ostsee in Seenot gebracht. Die freiwilligen Seenotretter der Station Eckernförde der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) retteten die Schiffbrüchigen aus akuter Lebensgefahr. Insgesamt war das Wochenende für die Seenotretter sehr arbeitsreich. Allein zwischen Freitag- und Sonntagmittag fuhren die rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote der DGzRS auf Nord- und Ostsee mehr als 30 Einsätze und halfen dabei insgesamt rund 75 Menschen.

Nachteinsatz der Seenotretter für ein gekentertes Segelboot

Einsatz in der Eckernförder Bucht: Der Seenotrettungskreuzer BERLIN der DGzRS-Station Laboe hat sein Tochterboot STEPPKE ausgesetzt (hinten links im Bild), um den Schlepp des gekenterten Segelbootes vom Seenotrettungsboot ECKERNFÖRDE (im Vordergrund) zu übernehmen, das die soeben geretteten Schiffbrüchigen an Bord hat.

Gegen 22.30 Uhr meldete sich eine Frau bei der von der DGzRS betriebenen deutschen Rettungsleitstelle See, dem Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen: Sie hatte von Land aus beobachtet, dass sich ein Segelboot vor Langholz (Gemeinde Waabs) losgerissen hatte und nun vermeintlich führungslos auf der Ostsee trieb.

Das MRCC alarmierte umgehend das Seenotrettungsboot ECKERNFÖRDE der gleichnamigen DGzRS-Station. Die Freiwilligen-Besatzung traf etwa eine halbe Stunde später vor Ort ein. Dort stellte sich heraus, dass sehr wohl Menschen an Bord des Segelbootes waren. Während eines schweren Gewitters hatte ein Ehepaar sein Boot an einer Tonne festgemacht und unter Deck Schutz gesucht. Die Verbindung hatte jedoch nicht gehalten. Wegen der gefahrvollen Gewitterlage entschieden die Seenotretter, das Boot mit den Seglern an Bord nach Eckernförde zu schleppen.

Rund 20 Minuten nach Beginn der Schleppreise zog erneut ein starkes Gewitter über die Eckernförder Bucht hinweg, begleitet von schweren Sturmböen mit bis zu zehn Windstärken (mehr als 100 km/h). Eine solche Böe erfasste das Segelboot im Schlepp der ECKERNFÖRDE und ließ es kentern. Beide Segler stürzten in die Ostsee. Die Seenotretter reagierten blitzschnell. Innerhalb kürzester Zeit retteten sie das Paar aus der Ostsee, bevor die Schiffbrüchigen in der Dunkelheit abtrieben. 

Zur Unterstützung zog die DGzRS den in Laboe stationierten Seenotrettungskreuzer BERLIN hinzu. Zu seiner Crew gehörte auch ein Seenotarzt. Da sich die beiden Schiffbrüchigen jedoch in guter Verfassung befanden, war es nicht notwendig, sie zur medizinischen Versorgung ins Bordhospital der BERLIN zu übernehmen. Die ECKERNFÖRDE brachte das Ehepaar in den gleichnamigen Hafen. 

Die STEPPKE, das Tochterboot der BERLIN, übernahm den Schleppanhang und lief mit dem havarierten Segelboot auf dem Haken ebenfalls Eckernförde an. Dabei kam es erneut zu heftigem Starkregen und Gewitter. Nach 3 Uhr in der Nacht zu Sonntag meldeten sich die Crews wieder klar P3 – einsatzbereit auf ihren Stationen.

In vielen Revieren des Zuständigkeitsbereichs der der DGzRS auf Nord- und Ostsee hatten die Seenotretter an diesem Wochenende eine Menge zu tun: Allein zwischen Freitag- und Sonntagmittag fuhren die rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote mehr als 30 Einsätze. Dabei halfen sie insgesamt rund 75 Menschen. Der Schwerpunkt der Einsätze lag dabei in der westlichen Ostsee.

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Blick über eine bewegte See von einem Seenotrettungskreuzer aus. In der Bildmitte fährt ein Krabbenkutter durch die Wellen, begleitet von einem kleineren Tochterboot der Dgzrs. Rechts im Hintergrund ist ein größeres Schiff, ein Seenotrettungskreuzer, mit rot-weißer Brücke zu sehen. Der Himmel wirkt dunkel und bedeckt, während das Meer in kräftigen Blau- und Grautönen erscheint. Im rechten Vordergrund sind Teile der Reling und Aufbauten des Seenotrettungskreuzers sichtbar, von dem aus fotografiert wurde.. Zur Seite: Seenotretter im Einsatz für Kutter mit starkem Wassereinbruch

Im schleswig-holsteinischen Wattenmeer vor der Halbinsel Eiderstedt sind die Seenotretter einem Krabbenkutter mit starkem Wassereinbruch zu Hilfe gekommen. Zwei Seenotrettungskreuzer waren im Einsatz.

Blick vom Bug eines Seenotrettungsbootes bei Nacht auf eine Rettungsaktion auf dem Wasser. Im Scheinwerferlicht ist links eine schräg im Wasser liegende Segelyacht zu sehen, die offenbar auf Grund gelaufen ist. Vor der Yacht befindet sich ein weiteres Seenotrettungsboot mit eingeschaltetem Warnlicht. Die dunkle Umgebung wird nur durch die Beleuchtung der Boote und einen hellen Lichtstrahl in den Nachthimmel erhellt.. Zur Seite: Seenotretter befreien drei Segler aus lebensgefährlicher Lage

Drei Segler sind nördlich der Inseln Baltrum und Langeoog in der Brandungszone einer Sandbank festgekommen. Die Seenotretter brachten sie mit dem Seenotrettungsboot SECRETARIUS in den sicheren Hafen.

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Im Nothafen der kleinen Ostseeinsel Greifswalder Oie ist am frühen Samstagnachmittag, 26. September 2026, auf einem Ausflugsschiff ein Brand ausgebrochen. Ein Besatzungsmitglied bekämpfte das Feuer erfolgreich. Die auf der Insel stationierten Seenotretter stellten den Verschlusszustand des Maschinenraums her, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Eine junge Seenotretterin steuert von einem Außenfahrstand ein Tochterboot. Sie blickt nach hinten und spricht dabei in einen Funkhörer.

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