Sturz vor Rügens Steilküste: Seenotretter bringen Verletzten auf dem Seeweg in Sicherheit | DGzRS Die Seenotretter

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05.11.2017

Sturz vor Rügens Steilküste: Seenotretter bringen Verletzten auf dem Seeweg in Sicherheit

Eigentlich hat ein Mann aus Stralsund nach seinem Angeltörn am Sonntag, 5. November 2017, seine Heimreise über Land antreten wollen. Doch es kam anders: Nach einem Sturz vor Rügens Steilküste westlich von Kap Arkona mussten ihn die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Seenotrettungsboot KURT HOFFMANN/Station Glowe über den Seeweg in Sicherheit bringen.

Mit einem Schlauchboot bringen die Seenotretter den Verletzten zum Seenotrettungsboot KURT HOFFMANN, mit dem ihn die Freiwilligen-Besatzung anschließend nach Glowe bringt. Foto: DGzRS – Die Seenotretter

Der etwa 50-jährige Mann war gegen Mittag am steinigen Ufer in Höhe von Schwarbe auf dem glitschigen und unebenen Untergrund ausgerutscht und gestürzt. Dabei hatte er sich schwer verletzt. Der alarmierte Landrettungsdienst versorgte den Mann zunächst medizinisch.

Da ein Abtransport über Land durch unwegsames Gelände sehr zeitaufwendig und belastend für den Verletzten gewesen wäre, bat der Landrettungsdienst die Seenotretter um Unterstützung. Ein Rettungshubschrauber konnte wegen des diesigen und regnerischen Wetters mit nur geringen Sichtweiten nicht eingesetzt werden.

Der Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE aus Sassnitz und das Seenotrettungsboot KURT HOFFMANN aus Glowe liefen sofort aus. Während vor Ort der Landrettungsdienst den Verletzten weiter stabilisierte, setzte die HARRO KOEBKE Tochterboot und Schlauchboot aus. Die letzten Meter zum Ufer über den flachen und steinigen Meeresgrund mussten die Seenotretter paddelnd mit dem Schlauchboot zurücklegen.

Der Patient wurde an Land für den Transport entsprechend geschützt auf einer Trage gelagert. Die Seenotretter brachten ihn mit dem Schlauchboot auf umgekehrtem Seeweg zum Seenotrettungsboot KURT HOFFMANN, weil die Freiwilligen-Besatzung lediglich eine halbe Stunde bis zum nächsten Hafen in Glowe benötigte. Bei ruhiger See verlief die Rettungsaktion reibungslos.

Gegen 15.30 Uhr übergaben die freiwilligen Seenotretter den Patienten in Glowe wieder an den Landrettungsdienst, der ihn mit einem Rettungswagen in ein nahe gelegenes Krankenhaus brachte.