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28.05.2019

Seenotretter übernehmen schwer erkrankte Frau von „Mein Schiff 1“

Gleich zwei Mal innerhalb weniger Minuten sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstagvormittag, 28. Mai 2019, wegen medizinischer Notfälle auf dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ alarmiert worden. Sowohl ein Mann (53) als auch eine Frau (68) waren unabhängig voneinander schwer erkrankt. Während die Besatzung des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE/Station Sassnitz die Patientin an Land brachte, flog ein Hubschrauber von Northern HeliCopter (NHC) den Patienten zu einem Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern.

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben mit dem Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE eine schwer erkrankte Frau von dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ übernommen. Archiv-Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Der erste Notruf erreichte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS gegen 10 Uhr: Eine Passagierin auf der „Mein Schiff 1“ war schwer erkrankt und musste umgehend an Land gebracht werden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Kreuzfahrtschiff etwa 20 Seemeilen (rund 37 Kilometer) östlich von Rügen. Nur wenige Minuten später meldete sich der Schiffskapitän erneut bei der SEENOTLEITUNG BREMEN: Nun klagte ein Passagier über starke Schmerzen in der Brust und benötigte ebenfalls dringend ärztliche Hilfe. Die Wachleiter schickten einen Rettungshubschrauber und den in Sassnitz auf Rügen stationierten Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE in den Einsatz.

Mit einer Notärztin, einem Rettungsassistenten und drei Rettungssanitätern an Bord liefen die Seenotretter aus und nahmen Kurs auf die „Mein Schiff 1“, die ihnen entgegenlief. In der Zwischenzeit hatte der Rettungshubschrauber wegen der höheren Dringlichkeit den schwerer erkrankten Mann vom Kreuzfahrtschiff übernommen und war mit ihm auf den Weg zu einem Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern.

Als sich der Seenotrettungskreuzer und das Kreuzfahrtschiff gegen 11.20 Uhr etwa neun Seemeilen östlich von Rügen trafen, reduzierte die 316 Meter lange „Mein Schiff 1“ ihre Geschwindigkeit und die 36,5 Meter lange HARRO KOEBKE ging längsseits. Die Übergabe der Patientin durch die Lotsenluke verlief bei nordwestlichem Wind der Stärke 2 bis 3 (bis zu 19 km/h) und relativ ruhiger See reibungslos. An Bord des Seenotrettungskreuzers versorgte die Notärztin die Frau weiter. Im Hafen von Sassnitz übernahm der Landrettungsdienst die Patientin.

Das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 1“ setzte seine Fahrt in Richtung der polnischen Hafenstadt Gdynia fort.

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