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26.07.2018

Seenotretter befreien Kanufahrer aus lebensgefährlicher Lage

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben in der Nacht zu heute, 26. Juli 2018, einen vermissten Kanufahrer in der Pommerschen Bucht nach einer großangelegten Suche aus Seenot befreit. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers BERTHOLD BEITZ/Station Greifswalder Oie brachte den unterkühlten Mann sicher an Land.

Mit dem Seenotrettungskreuzer BERTHOLD BEITZ befreiten die Seenotretter einen gekenterten Kanufahrer aus einer lebensgefährlichen Lage. Archiv-Foto: Die Seenotretter – DGzRS/Manuel Miserok

Die Frau des Wassersportlers hatte gegen 21 Uhr ihren Mann bei der Polizei als vermisst gemeldet: Er war gegen 16 Uhr von Karlshagen (Ostseeinsel Usedom) aus in Richtung Greifswalder Oie aufgebrochen und bisher nicht zurückgekehrt. Daraufhin alarmierte die Rettungsleitstelle Greifswald die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. Die Wachleiter schickten sowohl die freiwilligen Seenotretter der Station Freest mit dem Seenotrettungsboot HEINZ ORTH als auch die Besatzung des Seenotrettungskreuzers BERTHOLD BEITZ von der Greifswalder Oie in den Einsatz. Außerdem alarmierten sie einen Rettungshubschrauber von „Northern HeliCopter“ (NHC). Landseitig wurde die Suche von Einsatzkräften der Polizei unterstützt.

Gegen Mitternacht entdeckten die Seenotretter der BERTHOLD BEITZ den laut um Hilfe schreienden Vermissten im eingegrenzten Suchgebiet etwa zwei Seemeilen (rund 3,7 Kilometer) östlich des Peenemünder Hakens. Der 34-jährige Mann hielt sich bei ruhiger See und Ostwind der Stärke 2 (bis zu elf Stundenkilometer) am Bug seines aufrecht treibenden Kanus fest. Nach eigenen Angaben war er gegen 18.30 Uhr in das Schraubenwasser eines Schiffes geraten. Dadurch habe sich sein Kanu gedreht und sei kaputt gegangen. Seitdem trieb er in der etwa 22 Grad warmen Ostsee.

Mit Hilfe des Arbeitsbootes ELSE befreiten die Seenotretter den unterkühlten Wassersportler aus seiner lebensgefährlichen Lage. „Ohne unsere Hilfe hätte er nicht mehr das rettende Ufer erreicht“, beschreibt Vormann Jean Frenzel die Situation vor Ort. Außerdem bargen die Seenotretter das Kanu. Zeitgleich setzte der Hubschrauber von NHC einen Notarzt und einen Rettungsassistenten per Seilwinde auf der BERTHOLD BEITZ ab. Sie übernahmen an Bord des Seenotrettungskreuzers die medizinische Erstversorgung des Mannes. Mit Höchstgeschwindigkeit von 22 Knoten (circa 40 km/h) steuerte der Vormann den Hafen von Peenemünde an. Von dort aus brachte ein alarmierter Rettungswagen den Patienten in ein nahe gelegenes Krankenhaus.

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