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15.08.2014

Seenotretter für zwei Fischkutter vor Rügen im Einsatz

Gleich zwei Mal hintereinander sind die Sassnitzer Seenotretter am frühen Donnerstagmorgen, 14. August 2014, für Fischkutter in der Ostsee im Einsatz gewesen. Der Seenotkreuzer HARRO KOEBKE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) nahm einen manövrierunfähigen Kutter auf den Haken und schleppte ihn nach Sassnitz. Von dem zweiten Kutter bargen die Seenotretter einen Fischer mit starken gesundheitlichen Problemen ab.

Seenotkreuzer HARRO KOEBKE/Station Sassnitz (Archivbild)

Gegen 1 Uhr war die Nachtruhe auf der HARRO KOEBKE vorzeitig beendet. Der Kapitän des Fischkutters „Anne-Maren“ (Heimathafen Freest) hatte sich über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 mit Maschinenausfall bei den Seenotrettern gemeldet.

Die „Anne-Maren“ trieb manövrierunfähig etwa 25 Seemeilen (zirka 46 Kilometer) nordöstlich Sassnitz im Seegebiet Adlergrund. Dem Kapitän des elf Meter langen Kutters gelang es noch, einen Anker auszubringen, um seine Position – etwa auf halbem Weg zwischen Rügen und Bornholm – zu halten.

Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte den Sassnitzer Seenotkreuzer. Die HARRO KOEBKE benötigte für die Fahrt zum Havaristen bei guten Wetter- und Seegangsverhältnissen etwas mehr als eine Stunde. Die Seenotretter stellten routiniert eine Leinenverbindung her. In gut viereinhalbstündiger Schleppreise brachten sie die „Anne-Maren“ und ihre zweiköpfige Besatzung sicher nach Sassnitz.

Den Rettungsmännern blieb gerade genug Zeit, den Seenotkreuzer aufzuklaren und zu frühstücken. An Schlaf war jedoch nicht mehr zu denken, denn schon meldete sich die SEENOTLEITUNG BREMEN mit dem nächsten Notfall: Auf dem 17-Meter-Kutter „Wernigerode“ (Heimathafen Sassnitz) hatte einer der beiden Fischer an Bord starke gesundheitliche Probleme bekommen.

Die Seenotretter nahmen eine Notärztin an Bord und anschließend Kurs auf die „Wernigerode“. Sie befand sich etwa 15 Seemeilen (zirka 28 Kilometer) nördlich Sassnitz auf Fangreise. Nun lief der Kutter dem Seenotkreuzer entgegen. Nordöstlich des Königstuhls trafen sich die beiden Schiffe. Inzwischen hatte der Wind aufgefrischt auf sechs Beaufort (bis 49 km/h Windgeschwindigkeit).

Mit dem Tochterboot NOTARIUS gingen die Seenotretter längsseits und übernahmen den 55-jährigen Patienten. Nach der Erstversorgung im Bordhospital der HARRO KOEBKE entschied sich die Notärztin zum Lufttransport in eine Spezialklinik. Kurz darauf übergaben die Seenotretter den Patienten am Liegeplatz der DGzRS in Sassnitz an die Besatzung eines Rettungshubschraubers.

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